Verschwörungstheoretisches

»Kickls Verschwörungstheorien werden immer absurder«  (K. Nehammer)

Herr Kickl fragt:

Gegenfrage: Ist man kein Verschwörungstheoretiker, wenn man folgendes feststellt:

»Corona-Maßnahmen der Regierung haben nichts mit Evidenz, Fakten oder Logik zu tun [..] der Versuch, den die österreichische Regierung und andere Regierungen in Europa machen, besteht nur darin, Angst und Panik zu verbreiten, um die Menschen unter der Kandare*) halten zu können.«  (H. Kickl)

Wie Herr Kickl die österreichische und andere Regierungskandarenverschwörungen in Europa he­rausge­funden hat, verrät er nicht. Ob er von allein draufgekommen ist oder ob ihm das ein Whistleblower verraten hat?
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*) (Meinten Sie “an der Kandare“ oder “unter der Knute“?)

Experten (IV)

“Die ganze WOCHE“ ist die auflagenstärkste Wochenzeitschrift Österreichs mit wö­chent­­lich 280.000 verkauften Exemplaren und mehr als einer dreiviertel Million Leser, d. i. mehr als alle übrigen österrei­chi­schen Wo­chen- und Nach­­­richtenmagazine (News, Profil, Trend) zusammen.

Schau mer mal, was Österreichs auflagenstärkste Wochenzeitschrift ihrer Leserschaft in der vergangenen Ausgabe zur Kenntnis bringt:

Experten, wieder mal. Und was für Experten sind das diesmal konkret: Experten für Virolo­gie, Epidemiologie, für Inzidenzstatistik? Pandemie-Experten womöglich gar? Zuvorderst die Di­­rek­to­rin des De­partments für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizini­­schen Universität Inns­bruck/Tirol, mithin Expertin für pathogene Mikroorganis­­men, das sind Bak­te­rien, Pilze & Protozoen:

»Für mich gibt es keinen Beweis, dass das Tragen von FFP2-Masken im Alltag die ent­schei­den­de Maßnahme ist, um die Infektionszahlen zu senken.« –

– lässt die Expertin für Hygiene und Mikrobiologie die “Ganze WOCHE“-Le­ser also wissen, zu deren Kenntnisnahme. Schön, dass sie dafür Zeit gefunden hat.

Plagiate, wohin das Auge blickt, ..

.. oder: Wie mir Roman Polanski einmal eine Drehbuchszene klaute

Samuel Rosenberg, der jahrelang in der Rechtsabteilung von Warner Bros. als lite­ra­ri­scher Gutachter in Plagiatsangelegenheiten tätig war, schreibt in seinen Erinnerungen:

»Lassen Sie sich nicht aufs Glatteis führen von den – manchmal geradezu frappanten – Übereinstimmungen, die Sie beim Vergleich von jeden, ich sage jeden beliebigen zwei Filmen, Theaterstücken, Romanen, Erzählungen oder Drehbüchern finden werden. Im Laufe der vergangenen fünfundzwanzig Jahre haben wir im Zuge von Klage­vor­be­rei­­tun­gen Hunderte derartiger Vergleiche angestellt. Dabei kamen wir in einer Viel­zahl von Fällen zu dem Befund, dass die streitenden Autoren – jeder felsenfest von der eige­nen Ehrlichkeit wie von der Niedertracht des Kontrahenten überzeugt – alle beide das Sujet, die Motive und die Szenen abgekupfert hatten: sei’s von einem alten literarischen Klassiker, sei’s von der Bibel, sei’s von einer vergessenen Kindheitslektüre.«

Kollege Jules van der Ley erwähnt in einem Beitrag die Schlussszene von Roman Polanskis Politthriller “Der Ghostwriter“ aus dem Jahr 2010, in welcher der Protago­nist von einem Auto überfahren wird, was aber im Bild nicht direkt zu sehen ist: sondern dessen Ableben sym­bolisch visualisiert wird indem die Blätter seines Manuskripts, das er bei sich trug, vom Wind über die Straße verweht werden – Abblende / Ende.

Und diese Schlussszene hat Polanski aus meinem Drehbuch zu dem TV-Movie “Fink fährt ab“ aus dem Jahr 1998 geklaut, wo sie genauso beschrieben steht: mit dem einzigen Unterschied, dass der Protagonist von einem Müllwagen überfahren wird und es Geldscheine sind, welche er bei sich trug und vom Wind verweht werden.

Aber wissen Sie, was das frappierendste an Polanskis Szenenklau ist: dass meine ursprüngli­che Drehbuch-Schlussszene in der Verfilmung gar nicht vorkommt sondern durch eine völlig andere er­setzt wurde, weil der Protagonist am Ende nicht umkommen sollte um die Option für ein Se­quel offenzuhalten. Jetzt frage ich Sie, wie es Polanski überhaupt gelingen konnte die Szene zu klauen obwohl er sie gar nicht kannte – das muss wohl ein Rätsel bleiben. ; )

Kolumnistisches: Befremdliches

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte liest,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.«
(Johann Wolfgang von Goethe)

Was der FR-Kolumnist in seiner Kolumne »Fußball in Zeiten der Pandemie: Den Irrsinn stop­pen« überhaupt zur Aussage bringen möchte, erschließt sich mir ehrlichgestanden nicht an­satzweise:

» Corona stoppt den Fußball nicht
So war es bis vor einem Jahr. Dann kam das Virus. [..] Da lauert die Chance, den Irrsinn zu stoppen.«

Muss man das verstehen? Mir wills nicht gelingen.
(Der Kolumnist, erfährt man, ist Autor und Theatermacher. Theatermacher, ah ja – wieder mal einer ▶️, der zum Thema Corona-Pandemie was beizutragen weiß.)

Pointenkritisches

Weil der Bierverkauf in Deutschland zurückgegangen ist, hat sich der Artikelüberschriften-mit-Pointe-Ausdenkbeauftragte von “ZackZack“ dazu die pointierte Artikelüberschrift aus­ge­dacht:

Man erkenne die Pointe: »Brauereien bleiben auf ihrem Bier sitzen = sitzen auf dem Trocke­nen«. – Aber: so funktioniert die Pointe ja gar nicht, ließe sich einwenden? Schade, umsonst ausgedacht.

Merke: Eine Pointe, die nicht funktioniert, ist überhaupt keine.
(Vielleicht spricht sich das ja mal bei ZackZack herum. Vielleicht noch eher als beim Spiegel.)

Aus der Reihe “Filmdialoge für die Ewigkeit“: Veterinärmedizinisches

Szene aus der ARD-Telenovela “Sturm der Liebe“ – Förster mit Coffee-to-go-Becher tritt auf und trifft seinen Freund, dazu der Dialog:

Förster: »Hab die halbe Nacht damit verbracht nach ner verletzten Wildsau zu suchen.«
Freund: »Na das klingt ja wahnsinnig spannend.«
Förster: »Immerhin hab ich sie gefunden und dann zum Tierarzt gebracht.«
▶️ [min. 35:33]

Humorkritisches: Furzkissenhumoristisches

»Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allerweil noch immer.«
(M. Krassnig*)

Nationale Klischees oder Stereotype gibts zahlreiche (geizige Schotten, frei­zügige Schweden, schlam­pige Belgier, einfäl­tige Bosnier/Armenier/Ösis ad lib.), und daraus lassen sich zuwei­len polemi­sche, aber auch originelle Pointen stricken – wie etwa in dem [hieramts leicht abge­wandelten] Evergreen:

In der besten aller Welten wären die Deutschen die Techniker, die Franzosen die Köche, die Italiener die Liebhaber, die Schweizer die Organisatoren, und die Briten die Humo­ris­ten.
In der schlechtesten aller Welten aber wären die Franzosen die Techniker, die Italiener die Organisatoren, die Schweizer die Liebhaber, die Briten die Köche, und die Deutschen die Humoristen.

Ösi-Witze gibts ebenfalls zahlreiche: originelle (»Den typischen Öster­reicher hat man sich als eine Art geländegängigen Ostfriesen vorzu­stellen.« u.a.) sowie auch halboriginelle, dumme sowie auch saudumme. Und zuletzt gibts noch einen Luke Mock­ridge, sattsam bekannter TV-Furzkis­senhumorist*, dem ist auch einer eingefallen:

»In Österreich werden Kinder auch zum Kanzler gewählt.« *

Weil in Österreich ein 31-Jähriger zum Kanzler gewählt wurde: ein 31-Jähriger, verstehste? Kennste, kennste?! Der Schenkelklopfer.

Luke Mockridge wurde mit dem Deutschen Comedypreis 2019 als “Bester Komiker“ ausge­zeichnet.*

(Dass Deutsche und Österreicher ein grundsätzlich unterschiedliches Humorverständ­nis hät­ten, ist auch ein landläufiges Klischee. Dass deswegen aber irgendjemand in Deutschland den Ösi-Kinderkanzlerwitz für witzig halten mag, kann ich mir trotzdem nicht vorstellen.)

Breaking News

Es sei schon erstaunlich, stellte Karl Valentin fest, »dass jeden Tag genau so viel passiert wie in eine Zeitung hineinpasst«.

Insonders erstaunlich ist freilich auch, WAS alles in eine Zeitung hineinpasst – z.B. in Öster­reichs auflagenzweit*stärkste Verschenk-Volksinformationspostille:

  (Heute)
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Breaking News:  ▶️  ▶️  ▶️  ▶️  ▶️

Kunstfreiheitliches

Weil Youtube die Einlassungen eines Herrn Kickl (Fachspezialist für Virolo­gie, Epidemiologie & Vakzinologie sowie herausragender Schöpfer abendländischer politischer Gebrauchs­ly­rik) zum Thema Coronavirus als Ver­brei­tung von Fake-News bewertet, konstatiert die FPÖ einen “unglaublichen Akt der Zen­sur“ und “Anschlag auf die Rede- und Mei­nungfreiheit“.

Hätte er seine vakzinologischen Weisheiten in Holperreime gefasst wie seine Wahlkampfpa­ro­len – einen “Anschlag auf die Kunstfreiheit“ hätte Youtube bestimmt nicht gewagt:


»Die Covid-Impfung ist ein Scheiß,
das sage ich, weil ich das weiß!
Und wer’s nicht glaubt, wenn ich das sage,
der kriegt von mir eine Gerade

Bildbetextung der Woche: Formal Abstraktes

»Die Bebilderung eines Artikels sollte immer dem besseren Verständnis des Textes die­nen, nie allein der Zierde.«  (Wikipedia)

Ein Artikel ohne Pics ist nix, wie jeder weiß. Nicht immer mag es dem Rezipienten freilich ge­­lin­gen, einen konkreten Zusammenhang zwischen Artikeltext und zuweilen reichlich ab­strak­ter Ar­ti­kel­be­bilderung zu erkennen. In diesem Fall tritt auf der Bildbetextungs­be­auf­tragte, um dem besseren Verständnis vermittels erläuternder Bildbetextung*) zu dienen:

  (taz)
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*)  Bildbetextung, siehe:  ▶️▶️▶️▶️▶️

Parlamentarisches

Sie meinen, das Nationale Parlamentarische Gabelfrühstück gibts gar nicht wirk­lich, das muss sich um einen Witz handeln? Sie haben recht – heißt natürlich nicht Gabel­früh­stück, sondern Gebetsfrühstück, und das gibts wirklich: Kein Witz.


Abb.: Nationales Parlamentarisches Gabel Gebetsfrühstück mit Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP)

Glück im Unglück

Stößt ein Autofahrer mit einer Straßenbahn zusammen, steht in Großbuchstaben zu lesen:

Wer das Glück im Unglück hier nicht zu erkennen vermag und sich fragt, WAS da eigentlich »nochmal gut gegangen« sein soll, kennt Friedrich Torbergs “Tante Jolesch“ nicht:
    Stößt ein Autofahrer mit einer Straßenbahn zusammen, sagt Tante Jolesch:
    »Glück im Unglück, er hätte verletzt sein können.«
    Verletzt sich der Autofahrer bei dem Zusammenstoß, sagt sie:
    »Glück im Unglück, er hätte tot sein können.«
    Und kommt er bei dem Zusammenstoß ums Leben, da sagt sie:
    »Glück im Unglück, hat er nicht lang leiden müssen.«

Verzichtbares: Halbwitziges

Namenwitze gehören in den Kindergarten und nicht in die Zeitung, hat Kollege Trithemius hieramts mal bemerkt, aber bei Zackzack, dem “postideologischen Medium für kritische und investigative Bericht­erstattung über Politik, Medien und die wirtschaftliche Elite des Lan­des“ hat sich das noch nicht he­r­um­­gesprochen:

“Aschbacher“ + “schrieb ab“ = “Plagiats-Bacher“: erkennen Sie den Namenwitz?

Ein Namenwitz ohne erkennbaren Witz ist kein witzloser Namenwitz, sondern schlicht witz­­lo­ser Schmarrn. Verzichtbar.
(“Abschreibministerin Aschbacher“ oder “Abschreibbacher“ wäre eigentlich naheliegender und zumin­dest halbwegs witzig gewesen – ist dem ZackZack-Namenwitzbold aber wahr­schein­lich erst zu spät einge­fallen.)
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C. censeo: Journalisten sollten Journalismus machen und das Witzigsein den Witzemachern überlassen*, und umgekehrt.

Vergleichsweises

Wissenswert. Höchste Zeit, dass das endlich mal wer ausgerechnet hat.

Unverständlicherweise fehlt in dem Artikel die obligate Fußballplätze-Vergleichsrechnung: wieviele Fußballplätze ließen sich mit dem verkauften Klopapier bedecken?
(Antwort: 42.857 Fußballplätze*)

Der Fußballplatz ist, neben dem Saarland, bekanntlich das Referenzflächenmaß aller Dinge:

Wer sich unter 517 Fußballplätzen keine anschauliche Vorstellung zu machen weiß, gewinnt sie indessen ver­mittels alternativer Referenzmaßeinheiten:

*

(Queen Mary II. – gemeint ist wohl Queen Mary 2, um etwas näher bei der Sache zu bleiben.)

*

Mindestens ebenso wissenswert: hingegen ist das Saarland nicht so tief, aber fast dreimal so breit wie der Grand Canyon.
(Zum Vergleich, falls sich wer unter dem Saarland nix konkretes vorzustellen vermag: Der Grand Canyon ist mehr als doppelt so groß wie der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag.)

Unerhört wissenswert. Wieviele Berliner Fernsehtürme (Donautürme ad lib.) sich mit dem verkauften Klopapier komplett ein­wi­ckeln ließen, harrt übrigens noch der Berechnung.
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*) (Berechnungsmethode:
Klopapierrolle: 200 Blatt á 10 x 15 cm = 3 m²; Fußballplatz Fläche = 7.000 m²
100.000.000 Rollen á 10 cm Höhe “aneinandergereiht ergeben“ 10.000 km
Klopapier Gesamtfläche = 300.000.000 m² entspricht 42.857 Fußballplätze

Frage der Woche

WOMAN.at, »Das Frauen- & Lifestyle-Magazin Österreichs« fragt:

Antworten zur Auswahl:
  • Influencerinnen haben als Kinder nicht aufgepasst, als ihnen die Mutter erklärte wie man ein Tanktop richtig anzieht: bei einem Loch rein, bei drei Löchern raus.
  • Influencerinnen haben als Kinder aufgepasst, aber sich bei den drei Löchern mit dem Zählen vertan.
  • Influencerinnen ziehen sich im Dunkeln an.
  • Meinten Sie: Tankstop?
(Nächste Frage: Warum tragen Influencerinnen ihre Rollkragenpullover nicht SO?)

Wer es ohne Anleitung nicht zuwege bringt ein Tanktop influencerinnenmäßig SO wie auf den Fotos anzuziehen, kriegt es schrittweise erklärt:

(Wer nun an einem Tanktop erfolglos nach einem Ärmel sucht, den es zu durchschlüp­fen gilt, wird die Anleitung freilich wenig hilfreich finden.)

Riesenglück der Saison

Erkennen Sie die Pointe ; )

Ein unbeteiligter Fußgänger erlitt laut Polizeibericht durch den lauten Knall eine leichte Ver­letzung (vermutlich was mit dem Trommelfell):

Erkennen Sie das Riesenglück, das der Fußgänger hatte –?
Welche Art Riesenglück das gewesen sein soll, welches einem unbeteiligten Spaziergänger aus Kaufering leichte Verletzungen bescherte, bleibt freilich ein Ge­heim­nis der Augs­bur­ger Lokalredaktion.

Quotenmathematisches, ..

.. oder: Definieren Sie den Begriff  “ganz erheblich“

Kollege flatter erwähnt hier eine befremdliche Aussage der feministischen Linguistin Luise F. Pusch im SZ-Magazin:
    »Unsere Grammatik widerspricht dem Grundgesetz« *)
Der betreffende SZ-Artikel steckt hinter einer Bezahlschranke, indessen findet sich ein nicht minder befremdlicher Text von Frau Linguistin Pusch im feministischen Magazin “Emma“, unter dem Titel »Frauenquote fürs Cockpit!«.
In einem Kommentar zum Germanwings-Absturz im März 2015, welcher durch den Piloten absichtlich herbeigeführt wurde, stellte sie die Behauptung auf:

»Die Selbstmordquote [..] ist bei Männern viermal so hoch wie bei Frauen. Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich redu­zieren.« *)

(Dass die 4:1-Selbstmordquote bei Männern und Frauen, wie Frau Pusch »im Radio gehört« habe, auf Piloten und Pilotinnen längst nicht gleichermaßen zutreffen muss, bleibe hier mal außer Acht gelassen.*)

Mal nachgerechnet, welche »ganz erhebliche« Reduktion, wie von Frau Pusch behauptet, da­bei herauskäme – unter der Prämisse, der nächste Pilot/innen-Selbstmord auf einem Luft­han­sa-Flug stünde unmittelbar bevor:
  • Im Berechnungszeitraum seit 2015 (vom Zeitpunkt des Germanwings-Piloten­selbst­­mor­des) bis 2020 führte die Lufthansa ca. 5 Millionen Flüge durch, wo­bei es zu einem (dem genannten) Fall von Pilotenselbstmord kam.
  • Das Risiko »dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord miss­brauchen« betrug somit 1 zu 5.000.000.
  • Die Lufthansa hat ca. 11.000 Pilot/innen, von denen somit im Berechnungszeitraum jede/r durchschnittlich ca. 455 Flüge pilotierte.
  • Wäre also auf 455 von 5 Millionen Flügen im Berechnungszeitraum eine Frau (mit nur 25-prozentiger Selbstmorddisposition gegenüber einem Mann) Pilotin gewesen an­statt einem männli­chen Pilot, hätte das Risiko nur mehr 1 zu 5.000.400 betragen.
Die Lufthansa könnte also das Risiko »dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbst­mord und vielfachem Mord missbrauchen« mit jeder Frau, die sie seit dem “Emma“-Artikel von Frau Lin­guistin Pusch zur Pilotin ausbilden, um ca. ein Zwölf­tau­send­fünf­hun­dert­stel, d.i. 0,08 ‰ (Pro­mille) reduzieren.

Als »ganz erheblich« möchte man das freilich nicht definieren. Jedenfalls nicht gemäß lin­gu­is­ti­scher Definition.

Alle Jahre wieder ..

Als mein lieber Wiener Schwiegerpapa einmal den Weihnachtsbaum direkt neben einem Zen­tral­heizungskörper aufstellen wollte, wurde er von meiner lieben Wiener Schwiegerma­ma ge­maß­regelt:

    »Duana daune do. Doda dadiada da do, du Dodl du.«

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[Übers. für Außerösische:.»Tu ihn weiter weg. Dort verdorrt er doch, du Dummkopf.«]

Diversitäres

    »Männer müssen vielfältig sein dürfen«
(Thomas Altgeld, Vorstandschef des Bundesforums Männer –
Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.)

Höchste Zeit, dass das mal so klar gesagt wurde: Dass Männer vielfältig sein dürfen müssen.
(Müssen Männer umgekehrt nimmer einfältig sein dür­fen? Oder sollen sie ein- oder mehrfältig sein dürfen, aber nicht müssen? – Höchste Zeit, mal da­rüber nach­zudenken. ..)

Fachlateinisches: zum Thema Corona-Krise

(KURIER)

Was das konkret zu bedeuten hat, versteh ich ehrlichgesagt nicht genau. Soll heißen: Regeln, die wer anderer aufgestellt hat, gefallen nicht jedem? Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen brauchts kein Psychologiestudium, würde ich meinen.
Die zweite Aussage kapier ich gar nicht – ist jemand im p.t. Publikum schlauer und möchte mir Aufklärung verschaffen?