2. September

Heute vor 124 Jahren erblickte im galizischen Brody (heute Ukraine) der große öster­rei­chi­sche Schriftsteller Joseph Roth (1894-1939) das Licht der k. & k. Donau­mo­nar­chie.

Roth war in gleichem Maße glühender Monarchist und exzessiver Alkoholiker. 1939 traf er im Exil in Paris mit Otto von Habsburg zusammen, dem Sohn des letzten Kaisers von Österreich & Königs von Ungarn. Kaisersohn Otto war darüber besorgt, dass der halt­lose Alkoholkonsum den großen Dichter über kurz oder lang zu Tode bringen würde, deshalb ließ er ihn vor sich antreten und sprach ein Machtwort: in scharfem Ton befahl er Roth, augenblicklich mit dem Trinken aufzuhören.
Roth schlug die Hacken zusammen und rief: »Jawoll, Majestät!« – und rührte fortan keinen Tropfen Alkohol mehr an.
Kurz darauf starb er. Todesursache war der abrupte Alkoholentzug.

29. August

Heute vor 60 Jahren kam Michael Jackson zur Welt, zumindest Teile von ihm. Später gelang­te er zu Berühmtheit als lebender Bleichnam. Sein sehnlicher Wunsch seit Kinder­tagen war, wie er verriet, eines Tages auszuschauen wie Liz Taylor:

Michael Jackson
 
.. .vorher  / nachher

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Auch als Kinderzumpferl-Aficionado erlangte Herr Jackson Berühmtheit, zum Glück gelang es seinem pfiffigen Herrn Advokaten, die Schlafzimmer-Schweinigeleien seines Mandanten mit schulpflichtigen Bettgespielen als »harmlose Pyjama-Parties« darzustellen, ist das nicht her­zig. Dafür kriegten die Erziehungsberechtigten der minderjährigen Bespielungs­opfer auch nur 1,5 Millionen $ Schweigehonorar, Herr Advokat hingegen 3 Millionen. Fairer Deal, muss man zu­geben.
(Mit seiner Kurzzeit-Ehefrau Lisa Maria Presley scheint er im Schlafzimmer weitaus weniger umtriebig gewesen zu sein, im Interview sagte sie: »Michael und ich hatten nur einmal Sex miteinander«. Das gibt zu denken – erinnern wir uns, was passierte, als Michael Jackson auf der Bühne einmal niesen musste: seine Nase ist ihm abge­fallen. Nun darf darüber spekuliert werden, warum der nur einmal Sex hatte ..)

27. August – Linguistisches

Aus der Reihe: “Ösitanisch für Außerösische“

Gerhard Berger vulgo “Hättiwari“ hat heute Geburtstag, der »personifizierte Kon­junk­tivus Aus­triacus«, wie ihn Kollegin Thera trefflich tituliert.

Der populäre KURIER-“Kopfstücke“-Kolumnist Herbert Hufnagl (1945-2005) war es seinerzeit, der Berger den Beinamen Hättiwari [= “Hätte ich, dann wäre ich“] und der Redensart damit eine neue Dimension als eigenständiges Substantiv verlieh, welches bald darauf als Ösizismus auch Aufnahme in den Duden fand.

26. August

Heute ist angeblich der Tag des Toilettenpapiers, falls man dem Kalender glauben will:

» Dieser [..] dient dazu, jährlich an die alltägliche Nützlichkeit und Unentbehrlichkeit des Klopapiers zu erinnern. [..] Was das Schlimmste ist, das einem am 26. August passieren kann: den Tag des Toilettenpapiers ohne Klopapier zu feiern!«

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(Wie man den Tag des Toilettenpapiers mit Klopapier zu feiern hat, wird dort allerdings nicht erläutert.)

Sollte es übrigens irgendwo eine plausible Antwort auf die ungelöste Frage geben, warum der Anfang von Klopapierrollen stets so bombenfest verklebt ist als müsse er für die Ewigkeit halten, so ist diese jedenfalls bis dato noch nicht bekannt geworden.

Bildmontage der Woche

Was sie dem Bildmontage-Bastelbeauftragten von Österreichs auflagenzweitstärkster Ver­schenk-Volksinformationspostille heimlich ins Müesli streuen, worauf der solcherlei Hervorbringungen fabriziert, ist nicht überliefert – aber was rezeptfreies ist es mutmaßlich nicht:

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(Bildmontage “Holzlatte“: hilfreich für alle Leser, die sich unter einer Holzlatte womöglich nix konkretes vorstellen können.)
(Bildmontage “Stein“ fehlt unverständlicherweise, sodass alle Leser, die sich unter einem Stein nix konkretes vorstellen können, leider dumm sterben müssen.)

22. August

Heute*) vor 169 Jahren, am 22. August 1849, kapitulierte Venedig und wurde von den Öster­reichern erobert.
Mit dem Abwurf von Brandbomben, welche an Wasserstoffballons schwebten, hatte die öster­reichische Artillerie den ersten Luftangriff der Kriegsgeschichte ausgeführt. Die Ballon­bomben wurden von einem vor der Lagune kreuzenden Raddampfer der k.u.k. Kriegsmarine gestar­tet und detonierten über Murano, verursachten jedoch keinen nen­nens­werten Sachschaden. Die psychologische Wirkung war indessen beträchtlich, weil die Venezianer ihre weltberühmten Glaswerkstätten auf Murano in Gefahr sahen, durch das österreichische Luftbombardement in Scherben zu enden, und deshalb die weiße Flagge hissten.
Heutzutage braucht sich vor Luftangriffen durch die österreichische Kriegsmarine keiner mehr zu fürchten.

13. August

Heute ist übrigens internationaler Linkshändertag. (Sollte korrekt gegendert eigentlich LinkshänderInnentag heißen.)
(Wie man den gebührend zu feiern hat, steht leider nirgendwo überliefert.)

Heute vor 497 Jahren eroberte Hernándo Cortés das Reich der Azteken.

Namenstag feiern heute Hippolyt (Namenspatron der weltbekannten Metropole St. Pölten) so­wie Zwentibold. Gratulation an alle Leser, die so heißen.

Ein Pariser Polizist als Motor-Zweiradfahrer.

…….»Die Pariser Polizisten scheinen sich in guten financiellen Verhältnissen zu be­fin­den. Man muß wenigstens darauf schließen, wenn man liest, daß der Pariser Sous-Brigadier N.a.v.e.t.a.t  sich auf eigene Kosten ein Motor-Zweirad und eine erst­classige Stopuhr an­ge­schafft hat, um auf Automobil-Wildlinge erfolgreich Jagd machen zu können. Für das Motor-Zweirad hat er 800 Francs ausgelegt. Sein Chef, Herr Descares, hinwieder scheint ein nobler Charakter zu sein. Er vergütet dem Sous-Brigadier monatlich, sage und schrei­be, zehn Francs – Benzin . . . Navetat hat übrigens kürzlich einen guten Fang gemacht. Bei der Porte-Maillot sah er einen Motor-Zweiradfahrer à grande allure da­her­sausen. Er verfolgte ihn, es entspann sich ein scharfes Match, und beim Arc de Triomphe landete Navetat als Sieger. Es stellte sich heraus, daß der wegen Schnellfahrens Attrapirte das Motor-Zweirad einem Fabrikanten in Rouen gestohlen hatte. Daß der Polizist dem Diebe im Tempo von „sechzig die Stunde“ nachgejagt war, thut nichts zur Sache. Denn er war objectiv genug, gegen sich nicht eine „Contravention pour excès de vitesse“ zu erheben. Das beigegebene Bild wurde uns von „Motoring Illustrated“ freundlichst zur Verfügung gestellt.«
.(Allgemeine Automobil≈Zeitung.
Officielle Mittheilungen des Oesterreichischen Automobil≈Club, 1902)
    Es fing der flotte Flic im Nu
    den flüchtenden Trafic-Filou.
    (Im Bilde hält er artig still,
    weil es der Photograph so will.)

Zum Wohle der Staatsdiener

Haben Sie gewusst, dass im österreichischen Beamten-Dienstrechtsgesetz eine Zusatz­ver­ord­nung steht, welche den Beamten im Öffentlichen Dienst gestattet, während des Parteienverkehrs die unbekleideten Füße in einem Wasserschaffel unter dem Schreibtisch ab­zu­kühlen, sofern die Raumtemperatur in den Diensträumen 32° Celsius über­steigt und selbige für die Amtsbesucher nicht zu sehen sind.

30. Juli

Heute vor 71 Jahren kam in Thal bei Graz der kleine Arnold Schwarzenegger zur Welt, mitt­lerweile ist ein großer Mann aus ihm geworden.
Ein Freund von mir war mal in den USA, bekanntlich wird unser Austria dort drüben ständig mit Australien verwechselt. Herrn Schwarzenegger aber, den gebürtigen Österreicher, kennen freilich alle. Als mein Freund Auskunft gab wo er herkommt, da sagten die Amis:

    »Oh, from Austria – that country where Schwarzenegger and kangaroos are from!«

26. Juli

Heute vor 265 Jahren, am 26. Juli anno 1753, kam in Sankt Petersburg Herr Georg Wilhelm Richmann ums Leben, und hätte es den Darwin Award zu seiner Zeit schon gegeben, wäre er gewiss dafür nominiert worden.
Herr Richmann befasste sich mit Studien über die Auswirkungen von Blitzen, zwecks welchem Behufe er auf seinem Haus einen Blitzableiter installieren ließ. Weil nun ein Stubengelehrter nicht gern ins Freie geht, schon gar nicht bei einem Gewitter, erdete er den Blitzableiter direkt an seinem Schreibtisch – um die Auswirkungen der Blitze behaglich in seiner Studier­stu­be be­ob­achten zu können. Die Auswirkungen des ersten & zugleich letzten Blitzeinschlages in seinen Schreibtisch, dessen Beobachter er an dem­selbigem sitzend wurde, überlebte Herr Stu­di­en­rat Richmann nicht.

22. Juli

Heute vor 77 Jahren wurde Vaughn Bodé (1941-1975) geboren, seine innovativen Cartoons waren in den 70er-Jahren Kult und beeinflussten zahllose Comics-Zeichner bis heute.
Bodé genoss in der amerikanischen Campus-Szene den Status eines Popstars, er trat als selbst­ernannter Cartoon-Guru in messianischen Gewändern und Posen auf. Seine psy­che­de­li­schen Dia-Shows (“Cartoon Concerts“), in denen er seine bizarren phan­tas­tischen Reptilien­-Universen – bevölkert von militanten, sexistischen Eid­ech­sen-Mu­tan­ten und lüsternen Kind­chen­schema-Bräuten – zum Leben erweckte, gerieten zu spektakulären Happe­nings.
So unkonventionell wie Bodés kurzes Leben & Schaffen war auch sein Ende: angetan mit der Unterwäsche seiner Ex-Frau, einen Plastikmüllsack über den Kopf gestülpt, strangulierte er sich selbst mit einer Hundeleine im Kleiderschrank. Auf seinem Zeichentisch lag sein letzter, unvollendeter Cartoon – zwei kopulierende Planeten unter einer Sprechblase mit dem Text:

“Holy Shit!“

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2006 wurde Vaughn Bodé in die Comic Arts Hall of Fame aufgenommen.

21. Juli

Heute vor 119 Jahren wurde Ernest Hemingway (1899-1961) geboren. Seine Leidenschaft galt der Großwildjagd und der Hochseefischerei:

Foto, ca. 1937: Hemingway als Großwildjäger & Hochseefischer – entdecken Sie den Fehler?

Schrot(t)reife Frage. (Was ging dem Fragesteller durch den Kopf, als er selbige stellte?)
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Ernest Hemingway ist übrigens der Urheber jenes Aperçu, welches Kollege KrassNick zu einem ge­fäl­li­gen Vierzeiler reimte:

    »Dass eine Rose besser riecht
    als Kohl, bedeutet deshalb nicht,
    dass aus der Rose folglich man
    die bess’re Suppe kochen kann.«

16. Juli

Heute ist übrigens der internationale Tag des frischen Spinats.
(Von wem und wozu der erfunden wurde, oder in welcher Weise man den gebührlich zu feiern hätte, ist nicht überliefert.)
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Haben Sie gewusst, dass der Spinat auch einen Plural be­sitzt: die Spinate. Wozu dieser Plural nützen soll, ist freilich ebenfalls unbekannt.
Österreichische Polizisten wurden früher wegen ihrer spinatgrünen Uniformen despektierlich »Spinatwachter« (Wachter =Wachmann) ge­nannt. Die Spinatwachtel hat hingegen nix damit zu tun, sondern leitet sich von dem Adjektiv spinnert her.
Dass Spinat einen exzeptionell hohen Eisengehalt habe und man sich deshalb nach Spinat­ver­zehr bei Blitzschlaggefahr nicht im Freien aufhalten sollte, ist ein falsches Gerücht und beruht auf einem Kommafehler.

    (Hier folgt ein Rat, drum hört gut her:
    noch schmackhafter schmeckt der Spinat,
    soferne man vor dem Verzehr
    ihn durch ein Steak ersetzen tat.)

(Zum Thema Spinat fällt mir grad die Geschichte mit meiner Oma und Guido Wieland als Spi­nat-Testimonial wieder ein.)

14. Juli

Heute vor 140 Jahren erblickte der Klapphornvers das Licht der Öffentlichkeit.
Damals sandte ein Amateurpoet seine durchaus ernst gemeinten selbstverfassten Verse an das Münchner Wochenjournal Fliegende Blätter, die aber so un­gewollt grotesk daherkamen, dass sie eben deswegen ver­öf­fent­licht wurden – was eine Flut von spöttischen Nachdichtungen aus­lös­te und eine eigen­stän­di­ge Form von Nonsenslyrik etablierte:

    »Zwei Knaben gingen durch das Korn,
    der andere blies das Klappenhorn,
    er konnt’ es zwar nicht ordentlich blasen,
    doch blies er’s wenigstens einigermaßen.«
    .

6. Juli

Heute ist übrigens der Internationale Tag des Kusses. Wel­chen Nutzen der haben soll weiß freilich keiner, macht aber nix. Weiß ja von den Ägyp­tischen Pyra­mi­den auch keiner. Oder vom Papst. Oder von Zungenpiercing usw.

Österreich – Schweiz 7:5

Heute vor 64 Jahren, am 26. Juni 1954, fand die sogenannte »Hitzeschlacht von Lausanne« statt, nämlich das Viertelfinalspiel Österreich–Schweiz, welches als WM-End­run­denspiel mit den meisten Toren in die Fußballgeschichte einging.
Im Stadion Olympique in Lausanne hatte es 40°C im Schatten, und der öster­rei­chi­sche Tor­mann Kurt Schmied erlitt bereits in der ersten Viertelstunde einen Hitzekollaps und taumelte ori­en­tie­rungs­los vor seinem Tor hin und her, worauf die Schweizer binnen zehn Minuten drei Tore schossen. Da die Regel damals nicht erlaubte den Torhüter auszuwechseln, musste der Mann­schaftsmasseur hinter dem österreichischen Tor Aufstellung nehmen um den weg­ge­tre­te­nen Schmied während des restlichen Spiels durch Zurufe zu di­ri­gie­ren. Dennoch gelang es den Öster­reichern, binnen weiterer zehn Minuten fünf Gegentore zu schießen, sodass sie nach einem Anschlusstreffer der Schweizer zur Halbzeit mit 5:4 führten. Auch in der zweiten Spiel­hälfte blieben die Österreicher trotz ihres faktisch abwesenden Schlussmannes do­mi­nant, und so endete das Spiel mit einem 7:5-Sieg und dem bis heute be­ste­henden Rekord von zwölf Toren. Tormann Schmied konnte sich nach dem Spiel an nichts mehr erinnern, Öster­reich er­reich­te bei der WM 1954 den dritten Platz.
Heutzutage pflegt Österreich für gewöhnlich nimmer so hoch zu gewinnen.

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(Lausanne 1954: Schweizer links, Österreicher v. rechts: Hanappi, Stojaspal, A.Körner, Koller, Wagner, Probst, Bar­schandt, R.Körner, Happel, Schmied, Ocwirk.)

25. Juni – Die schlesische Nachtigall

Heute vor 190 Jahren kam in Opatów im Osten Preußens die deutsche Dichterin Friederike Kempner (1828-1904) zur Welt, »die schlesische Nach­tigall« vulgo »der schlesische Schwan«. Fräulein Kempners umfangreiches schriftstellerisches Œuvre blieb von der Literaturkritik weit­­gehend unbeachtet – bleibende Berühmtheit erlangte sie indessen als Lyrikerin: nämlich als Groß­meis­terin der unfreiwilligen Komik, deren abenteuerliche Missgriffe bei Wort­schöp­fun­gen, Me­ta­phern und Reimen (etwa: »Amerika, Du Land der Träume, Wie schön sind Deine Ko­kos­bäu­me«) bald zahllose Parodien hervorriefen, sogenannte Pseudo-Kempneriana, welche die ver­meintliche Verfasserin am Ende berühmter machten als die tatsächlich von ihr selbst ver­fass­ten Ori­gi­nalverse, wie z.B. dieser:

    Willst gelangen Du zum Ziele,
    Wohlverdienten Preis gewinnen,
    Muß der Schweiß herunter rinnen
    Von der Decke bis zur Diele!

(Scheint, als habe die schlesische Nachtigall sich zu obi­gen Versen durch ihren Dich­ter­kol­le­gen Schiller inspirieren lassen, denn:

    So steht’s im Liede von der Glocke:
    »Soll das Werk den Meister loben,
    Rinnen muß der Schweiß von oben
    Von der Stirne bis zur Socke!«)

Dass Fräulein Kempners lyrische Hervorbringungen darum so häufige Neuauflagen er­fuh­ren, weil ihre Verwandten versuchten alle erreichbaren Exemplare aufzukaufen, um das Ge­läch­ter darüber einzudämmen, ist ein unbelegtes Gerücht. Belegt ist hingegen, dass der Schrift­steller Alfred Kerr seinen Familiennamen Kempner deshalb än­der­te, weil seine Tante Friederike »die schlech­te­sten je auf diesem Planeten bekanntgewordenen Verse« ge­schrie­ben habe.
(Quelle: Wikipedia)
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(vgl.: Klapphornvers)

22. Juni

Heute vor 112 Jahren wurde Billy Wilder (1906-2002) geboren.
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Als Wilder 1957 für die Dreharbeiten zu »Liebe am Nachmittag« nach Frankreich reiste, trug ihm seine Frau auf, dort ein Bidet zu besorgen und bei seiner Rückkehr mitzubringen. Sie hatte einmal bei einem Hotelaufenthalt in Paris eins gesehen und wollte sowas auch in ihrem Bade­zimmer, aber in den USA ließ sich so ein Ding damals nicht auftreiben.
Wilder wandte ein, es könne schwierig werden, unbemerkt ein Bidet aus einem Pariser Hotel­badezimmer zu entwenden, er wolle es jedoch versuchen.
Leider gelang es Wilder in Frankreich nirgends, ein Bidet zu beschaffen, also schickte er sei­ner Frau ein Telegramm:

++ bidet nicht erhaeltlich ++ empfehle handstand unter dusche ++

19. Juni

Heute vor 82 Jahren kam Shirley Goodman (1936-2005) zur Welt, in New Orleans. Sie be­gann ihre Karriere als Rhythm & Blues-Sängerin, aber 1975 legte sie mit einer Studioband als Shirley & Company den ersten weltweiten Hit im Disco-Sound auf, und in diesem Jahr gab es zwi­schen Nashville und Podersdorf am Neusiedlersee keine Disco und keinen Wurlitzer, wo die Nummer nicht rauf und runter gespielt wurde.
Wer damals schon im discofähigen Alter war, erinnert sich bestimmt noch dran:
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(Background-Vocalist Jesús Álvarez, der auf dem Track so hingebungsvoll draufloskräht, änderte übrigens später seinen Vornamen auf Jason und wurde Pastor einer christlichen Erweckungssekte.)

18. Juni

Heute vor 41 Jahren kam in Peabody/Massachusetts Ryan Montbleau zur Welt, der famose Gitarrist und Songwriter. Unablässig tourt er mit seiner Band durch den Osten der USA und spielt Jahr für Jahr mehr als 200 Live-Konzerte.
Hier ist er zu hören, mit einer grandiosen Nummer:
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(Bemerkenswert im Intro-Text übrigens der launige Ausdruck »pavement rash« – das Pen­dant zu unserem Schotterausschlag ;)

16. Juni – Richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Heute findet in Deutschland wieder, wie jedes Jahr am dritten Samstag im Juni, der Tag der Verkehrssicherheit statt.

Aus dem großen BILD Online-Führerscheintest:

Frage: »Wie verhalten Sie sich als Fahrzeuglenker in dieser Gefahrensituation richtig?«
3 Antworten stehen zur Auswahl:

  • Bremsen, um die Kinder nicht zu überfahren.
  • Mit gleicher Geschwindigkeit weiterfahren, weil die Kinder bestimmt stehen bleiben.
  • Mit gleicher Geschwindigkeit weiterfahren, um nachfolgende Fahrzeuge nicht zu be­hindern.

Haben Sie’s auch bemerkt? Antwort 4 fehlt in der Auswahl:

  • Gummi geben und mit Vollgas zwischen Kindern und Ball hindurchbrettern, um die Ge­fahrensituation so rasch wie möglich hinter sich zu bringen.

Was lernen wir daraus? Dass Führerschein-Testfragen oft völlig praxisfern sind.