Ösitanisches

Hinterständiges: Familiäres

Bumsti Strache möchte in den Schoß der “Freiheitlichen Familie“ zurückkehren, fleht er.

Wie man jemand die Hand reichen will hinter dem man steht, erscheint zwar bissel hinter­ständig – aber „die Hand reichen“ ist halt eine bildhafte Umschreibung, weil »Der Ex-FPÖ-Obmann stellt sich hinter Kickl, um ihm in den Arsch zu kriechen« kann man ja nicht wört­lich so in die Zei­tung schreiben.

8. April

Heute vor 120 Jahren, am 8. April 1901, fand in Wien das erste inoffizielle Länderspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft statt, gegen die Schweiz. Da einige der Spieler noch zur Schule gingen und Schülern dazumals, auch wenn sie schon 17 oder 18 Jahre alt waren, das Fußballspielen in Vereinen verboten war, traten diese unter Pseudonymen an und trugen aufgeklebte falsche Bärte, um nicht erkannt zu werden. Als Goalgetter tat sich »der G’stutze« Johann Studnicka hervor, der später zu einer der herausragendsten Per­sön­lichkeiten der öster­rei­chi­schen Fußballge­schichte wurde.

(Das Schweizer Nationalteam kam nicht, wie spöttische Zeitgenossen kolportierten, auf ih­rem Mannschafts-Velo nach Wien angereist, sondern per Eisenbahn.)
Österreich gewann das sogenannte Ur-Länderspiel gegen die Schweiz mit 4 : 0.


Die österreichische Nationalmannschaft von 1901, einige Spieler mit aufgeklebten Bär­ten. Die Trikotfarben weiß/schwarz wurden für Auswärtsspiele bis heute beibehalten.

Ösitanisches: Skandalöses

Nun stellt sich also, wenig überraschend, heraus dass ein ÖVP-Finanzminister Blümel wieder mal*) gelogen hat: um die Kostendeckelung bei der Impfstoffbeschaffung zu vertuschen.

»Das ist einer der größten Skandale der österreichischen Geschichte«, befand daraufhin SPÖ-Vizeklubchef Leichtfried.
Einer der größten Skandale der österreichischen Geschichte!
Muss man sich mal vorstellen!! Dass ein Politiker lügt um was zu vertuschen!!!

Allerweil, es gäberte keine größeren Skandale in der österreichischen Geschichte als lü­gen­de Politiker: Tu felix Austria.
(Hier fragt man sich, wo ein Herr Leichtfried denn bis jetzt in unserem Land gelebt hat, be­vor er diesen Be­fund erstellte – in einem Schrank?)
──────────────────────────────────
*) Ja, der ist das: der gar nicht weiß, dass seine Frau seinen Laptop äußerln führt, von dem er gar nicht weiß dass er ihn besitzt.

Ösitanisches: Covidiotisches

»Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allerweil noch immer.«
(M. Krassnig*)

Am letzten Jänner versuchte ein Trupp Corona-Demonstranten in Wien erfolglos das Par­la­ments­ge­bäude zu erstürmen und besetzen*. Offenkundig war den gescheiterten Par­la­ment­stür­mern bei der Aktion damals entgangen, dass das Parlament bekanntlich bereits seit dem Herbst 2017 wegen Bau­arbeiten ge­schlossen ist. Zu einer Erstürmung der Bau­stelle kam es nicht.

Am Samstag fand wiederum eine Erstürmungsaktion durch Corona-Demonstranten statt, Ziel der Erstürmung war diesmal ein Bürogebäude der Wiener Städtischen:

“Wiener Städtische“ lasen die Covidioten als Aufschrift auf dem Gebäude, und zogen daraus die Schlussfolgerung: da drinnen säße irgendwelche städtische Verwaltung/Be­hörde/Ob­rig­keit o.ä., gegen deren Repressionen es anzugehen gelte – und traten also zur Er­­stür­mung des Gebäudes an: einer KFZ-Scha­dens­be­­gut­ach­tungsstelle der Wiener Städtischen Ver­si­che­rung.

25. Februar

Heute vor achthundertvierundsiebzig Jahren, am 25. Februar Anno Domini 1147, fand die Be­zeichnung “Austria“ für Österreich erstmalig urkundliche Erwähnung, und seit damals wird Österreich ständig mit Australien ver­wechselt.

Die Bezeichnung leitet sich von altgerm. *ôstar- über althochdt. *austar- her, und das bedeu­tet »östlich, im Osten gelegen«. (In der germanischen Mythologie ist Austri der Zwerg des Os­tens. Dass Österreich deswegen ein Zwergstaat wäre, ist hingegen eine böswillige Behaup­tung.)
Von der altgerm. Wurzel stammt zugleich die ältere Bezeichnung “Ostarrîchi“ ab, das heißt »Reich im Osten«. Ex oriente lux. (Andere Quellen behaupten indessen, Ostarrîchi stamme von ital. osteria ab, und heißt »[Land,] reich an Wirtshäusern«.)

Verschwörungstheoretisches

»Kickls Verschwörungstheorien werden immer absurder«  (K. Nehammer)

Herr Kickl fragt:

Gegenfrage: Ist man kein Verschwörungstheoretiker, wenn man folgendes feststellt:

»Corona-Maßnahmen der Regierung haben nichts mit Evidenz, Fakten oder Logik zu tun [..] der Versuch, den die österreichische Regierung und andere Regierungen in Europa machen, besteht nur darin, Angst und Panik zu verbreiten, um die Menschen unter der Kandare*) halten zu können.«  (H. Kickl)

Wie Herr Kickl die österreichische und andere Regierungskandarenverschwörungen in Europa he­rausge­funden hat, verrät er nicht. Ob er von allein draufgekommen ist oder ob ihm das ein Whistleblower verraten hat?
───────────────────────────────
*) (Meinten Sie “an der Kandare“ oder “unter der Knute“?)

Kunstfreiheitliches

Weil Youtube die Einlassungen eines Herrn Kickl (Fachspezialist für Virolo­gie, Epidemiologie & Vakzinologie sowie herausragender Schöpfer abendländischer politischer Gebrauchs­ly­rik) zum Thema Coronavirus als Ver­brei­tung von Fake-News bewertet, konstatiert die FPÖ einen “unglaublichen Akt der Zen­sur“ und “Anschlag auf die Rede- und Mei­nungfreiheit“.

Hätte er seine vakzinologischen Weisheiten in Holperreime gefasst wie seine Wahlkampfpa­ro­len – einen “Anschlag auf die Kunstfreiheit“ hätte Youtube bestimmt nicht gewagt:


»Die Covid-Impfung ist ein Scheiß,
das sage ich, weil ich das weiß!
Und wer’s nicht glaubt, wenn ich das sage,
der kriegt von mir eine Gerade

Herr Dritter Nationalratspräsident Hofer gibt die Twitter-Stimmungskanone

»Wem Gott gibt ein Amt, dem gibt er auch Verstand«, so besagt eine Redensart. Redensarten müssen nicht immer zutreffen.

Norbert Hofer, ehemals Verkehrsminister und derzeit Dritter Präsident des österreichischen Nationalrates*), hält es für angebracht sich während der Regierungs-Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Kri­sensituation via Twitter über die Haarfärbung des Gesundheitsministers aus­zu­las­sen.
(Wenn Ex-Präsident Trumps Account mal gesperrt wird, kann ihn Herr Dritter Nationalratspräsident ja als Twitter-Stimmungskanone ablösen.)
────────────────────────────
*) Welchen Sinn oder Nutzen ein Dritter Nationalratspräsident überhaupt haben soll, weiß keine Sau. Macht aber nix, weiß ja von den ägyptischen Pyramiden auch keiner. Oder vom Blinddarm. Oder vom neuen WordPress Editor.

[Update] Bumsti: Mediales


Worauf die Welt gewartet hat. Zumal bereits zu befürchten stand, dass aus der Nummer wo­möglich nix draus wird. Vielleicht klappts ja diesmal:


Um den “Fake-News der Regierung und ihrer Medien“ entgegenzutreten, plante Bum­sti Stra­che laut WKStA (Wirtschafts- u. Korruptionsstaatsanwaltschaft) ein »NEUES Medium, in dem alles berichtet werden kann«. Das Projekt sei zwar »aufgeschoben, aber nicht aufgehoben« droht er:


Da wird sich Der Postillon warm anziehen müssen.
(Der Name “ZackZack“ für sein neues Medium ist leider schon vergeben.)
──────────────────
Bumsti, siehe:  ▶️

Folkloristisches

Falls Sie sich schon immer darüber gewundert haben, warum in Österreich (Austria – that country where Schwarzenegger and kangaroos are from) die Bäume im Wald nicht explodie­ren, er­klärts Ihnen Donald Trump: Weil wir Österreicher im Wald leben und immer artig den Waldboden kehren.


Original Austrian forest sweeper, performing a folkloristic »Forest Sweeping Polka«

Kabarettistisches: Monty Bumsti’s Flying Circus

Politisches Kabarett könne man heutzutage in Österreich gar nimmer machen, weil es von der Realsatire praktisch täglich überholt werde, stellte Josef Hader einmal fest.

Tatsächlich ist es beeindruckend, wie es einem Bumsti Strache gelingt, in seinem politischen Endlos-Nummernkabarett beständig neue, immer schrägere Luftnummern aus dem Hut zu zau­bern. Ak­tuell etwa das illustre Kandidatenensemble, welches er als Besetzung für seine Liste Bumsti zur be­vor­ste­henden Wie­ner Land­tags- & Gemeinderatswahl zusammengecastet hat – da tre­ten in den Rollen “geistige Höhenflieger“ u.a. auf:

  • ein Verschwörungs-Doktor, der als Hobbypilot vielfach Chemtrails in Form von »Ver­än­de­run­­gen im Wettergeschehen sowie unerwarteten Sichteinschränkungen wahr­ge­nom­­men« ha­ben will;
  • eine (update: vormalige) AUA-Flugbegleiterin, die enthusiasmiert für die Abschaffung des Finanzju­dentums und der Illuminaten demonstrierte;

(Illuminaten? Hab gedacht, die wären schon im 18. Jahrhundert abgeschafft worden. Scheint wohl bissel desilluminiert zu sein, die Dame.)

Was bei Bumstis Luftfahrtpersonal dort oben in der Höhenluft zu eingeschränkter Wahr­neh­­mung führte, darüber lässt sich nur spekulieren – am Ende waren’s gar Überfliegerin Sten­zels »Gigabytes, die in den Kosmos verstrahlen« ..

Bumstis Wunschkonzert

»Wie hätt’ mas denn gern? Sie wünschen, wir spielen!«  (Der Standard)

    Ob Oligarchin oder Scheich,
    wer für uns spendet, ist uns gleich!
    Die Mittel heiligen den Zweck:
    spendiert wer einen Spendenscheck,
    spiel’n für den Spender wir, zackzack!,
    sein Wunschprogramm ganz nach Geschmack.
    Es gilt für uns’re Politik:
    Wer zahlt, für den spielt die Musik!

27. Juni – Rituelles

Heute vor 31 Jahren, am 27. Juni 1989, durchtrennten der österreichische Außenminister Alois Mock und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn symbolisch den Eisernen Vorhang, indem sie gemeinsam den Grenzzaun zerschnitten:

──────────────────────────
Kuriose Rituale, siehe auch:  ▶️  ▶️  ▶️  ▶️  ▶️

7. Juni – Epigonales

Heute vor 75 Jahren wurde Altkanzler (v/o “Lügenkanzler“) Wolfgang Schüssel geboren.

»Es zeigt sich, dass Sebastian Kurz und Altkanzler Wolfgang Schüssel
ein ähnliches Politikverständnis haben.«  (Die Presse, 22.11.2016)

Déjà-vu: augenfällig ähnlich ist freilich die Ungeniertheit, mit welcher beide sich aus po­li­ti­schem Machtkalkül zur Zweck-Mesallianz mit derselben blauen Rechtsüberholer- & Spitz­bu­ben­truppe verklüngelten. Indessen unterscheidet die beiden, dass der Jungkanzler nicht so kurz ist wie der Altkanzler, sondern bloß so heißt.


Es zeigt sich aber auch, dass der Jungkanzler und der Altkanzler eine ähnliche Neigung zu dreister Unehrlichkeit haben: forschen Schrittes tritt Lügenkanzler Schüssels Epigone in dessen Fußstapfen, und nicht errötend folgt er dessen Spuren.

Corona-Ausgangsbeschränkungen aufgehoben

Grad vernommen, in einem Wiener Schanigarten:
Illustre Runde beim Umtrunk, Neuankömmling (Typ: Weana Bücha) gesellt sich hinzu und wird lauthals begrüßt:
»Seawass Oida! Wia woas in da Karantähn?«
Neuankömmling: »Wia in Staa. Owa mea Feansehn.«
──────────────────────
(Übers. f. Außerösische: »Wie war’s in der Quarantäne?«
»Wie in Stein [Haftanstalt in Krems/NÖ*]. Aber mehr Fernsehen.«)

Gastronomisches: Tweet vom Bundeskanzler

Ab heute dürfen in Österreich die Gastronomiebetriebe wieder aufsperren, zu diesem Anlass ruft Bundeskanzler Kurz die Untertanen via Twitter auf:


Gut, dass er das mit den österreichischen Wirtshäusern rechtzeitig getwittert hat – sonst täten die Öster­reicher heute womöglich alle ins Ausland ins Wirtshaus fahren.

Selbstkritisches

Das ÖSTERREICHische Bumsti-Strache-Beweihräucherungsorgan oe24 bietet Bumsti Strache das angemessene Podium, um öffentlich über die unerhörte politische Sauerei zu resümie­ren, die er dazumal auf Ibiza zur Darbietung brachte:


Worin besteht nun Bumstis Selbstkritik in dieser Deutlichkeit – was waren seine Fehler? An­ders als der Vorspanntext erwarten lässt, kritisiert er lediglich einen einzigen eigenen Fehler: Dass er sich bei der Sauerei hat erwischen lassen!

Es wäre wahrhaft angemessen, dem Mann das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Wohl der Republik umzuhängen: weil er mit seiner Ibiza-Nummer dafür sorgte, dass die Re­gierungsverantwortung in der aktuellen Krisensituation nimmer von solchen Figuren wie ihm und einem Hofer, einem Kickl und Konsorten getragen wird. Die Vorstellung, in Krisen­zeiten wie diesen säßen statt Leuten wie Nehammer oder Kogler ein Kickl oder Bumsti auf deren Posten als politische Entscheidungsträger, lässt einen erschaudern. Österreich sollte Bum­sti Strache zu Dank verpflichtet sein.

12. Dezember

Heute vor 100 Jahren wurde der populäre Wiener Volksschauspieler Fritz Muliar geboren. Legendär ist seine erbitterte Fehde mit dem seinerzeitigen Burgtheaterdirektor Claus Peymann: um eine »Schangse« hatte der nämlich gefleht, der Piefke, »geben Sie mir eine Schangse!« – und wenn in Wien einer »Schangse« sagt, hat er schon ausgeschissen, eh klar. Herr Muliar kannte daher kein Er­bar­men, er beschied ihm:

    »Herr Peymann, schaun S’:
    mir sag’n net Schangse, sondern Schaus.
    Drum ham S’ bei uns ka Tschans net, also:
    schleich’n S’ Ihna z’haus!« *)

Keine Chance für Piefke Peymann. Wenn einer schon »Claus« mit »C« heißt statt Klaus, wie sichs in Wien gehört ..
────────────────────────────
*) »schleichen«, österr.: siehe*

2. September

Heute vor 125 Jahren erblickte im galizischen Brody (heute Ukraine) der große öster­rei­chi­sche Schriftsteller Joseph Roth (1894-1939) das Licht der k. & k. Donau­mo­nar­chie.

Roth war in gleichem Maße glühender Monarchist und exzessiver Alkoholiker. 1939 traf er im Exil in Paris mit Otto von Habsburg zusammen, dem Sohn des letzten Kaisers von Österreich & Königs von Ungarn. Kaisersohn Otto war darüber besorgt, dass der halt­lose Alkoholkonsum den großen Dichter über kurz oder lang zu Tode bringen würde, deshalb ließ er ihn vor sich antreten und sprach ein Machtwort: in scharfem Ton befahl er Roth, augenblicklich mit dem Trinken aufzuhören.
Roth schlug die Hacken zusammen und rief: »Jawoll, Majestät!« – und rührte fortan keinen Tropfen Alkohol mehr an.
Kurz darauf starb er. Todesursache war der abrupte Alkoholentzug.

27. August – Linguistisches

Aus der Reihe: “Ösitanisch für Außerösische“

Gerhard Berger vulgo “Hättiwari“ hat heute Geburtstag, der »personifizierte Kon­junk­tivus Aus­triacus«, wie ihn Kollegin Thera trefflich tituliert.

Der populäre KURIER-“Kopfstücke“-Kolumnist Herbert Hufnagl (1945-2005) war es seinerzeit, der Berger den Beinamen Hättiwari [= “Hätte ich, dann wäre ich“] und der Redensart damit eine neue Dimension als eigenständiges Substantiv verlieh, welches bald darauf als Ösi­zis­mus auch Aufnahme in den Duden fand.

Österreich – Schweiz  7 : 5

Heute vor 65 Jahren, am 26. Juni 1954, fand die sogenannte »Hitzeschlacht von Lausanne« statt, nämlich das Viertelfinalspiel Österreich–Schweiz, welches als WM-End­run­denspiel mit den meisten Toren in die Fußballgeschichte einging.
Im Stadion Olympique in Lausanne hatte es 40°C im Schatten, und der öster­rei­chi­sche Tor­mann Kurt Schmied erlitt bereits in der ersten Viertelstunde einen Hitzekollaps und taumelte ori­en­tie­rungs­los vor seinem Tor hin und her, worauf die Schweizer binnen zehn Minuten drei Tore schossen. Da die Regel damals nicht erlaubte den Torhüter auszuwechseln, musste der Mann­schaftsmasseur hinter dem österreichischen Tor Aufstellung nehmen um den weg­ge­tre­te­nen Schmied während des restlichen Spiels durch Zurufe zu di­ri­gie­ren. Dennoch gelang es den Öster­reichern, binnen weiterer zehn Minuten fünf Gegentore zu schießen, sodass sie nach einem Anschlusstreffer der Schweizer zur Halbzeit mit 5 : 4 führten. Auch in der zweiten Spiel­hälfte blieben die Österreicher trotz ihres faktisch abwesenden Schlussmannes do­mi­nant, und so endete das Spiel mit einem 7 : 5-Sieg und dem bis heute be­ste­henden Rekord von zwölf Toren. Tormann Schmied konnte sich nach dem Spiel an nichts mehr erinnern, Öster­reich er­reich­te bei der WM 1954 den dritten Platz.
Heutzutage pflegt Österreich für gewöhnlich nimmer so hoch zu gewinnen.


(Lausanne 1954: Schweizer links, Österreicher v. rechts: Hanappi, Stojaspal, A. Körner, Koller, Wagner, Probst, Bar­schandt, R. Körner, Happel, Schmied, Ocwirk.)

21. Mai

(Allgemeine Automobil-Zeitung, 1899)


Heute vor 120 Jahren, am 21. Mai 1899, wurde die erste Motor­sport­ver­an­stal­tung in Öster­reich ausgetragen, das Exelbergrennen in Neuwaldegg im Wienerwald. Ver­an­stalter war der Oesterreichische Automobil-Club gemeinsam mit dem “Neuen Wiener Tag­blatt“. Es sei diese Veranstaltung, so stand damals zu lesen, ..

» [..] eine demonstrative Mani­festation des Automobilismus, wobei die Geschwindigkeiten der Automobile mittlerweile so groß geworden sind, sodaß man sich mit einem Ent­­ge­genkommenden gar nicht mehr unter­halten kann.«


Sieger in der Kategorie A (Schnellfahren) wurde der Franzose Louis Gasté, vermutlich weil er die windschnittigsten Stiefel anhatte:


(Die Exelbergstraße am Wiener Stadtrand ist bis heute unter Sonntags-Hobby­renn­fahrern als Renn­strecke beliebt, und deswegen als sog. “Organspender-Strecke“ berüchtigt.)

Ins Blaue gereimt (III)

»Es reimt sich nur auf Diarrhö der Wortdurchfall der FPÖ.«
(Trithemius, 01.09.2013)
.
    »Es ist uns gelungen, dass alle über uns reden.« (Herbert Kickl*)
    »Hurra, es reimt sich wieder« (HC Strache*)


Dem Kanzler gehe es nur um Macht, beklagt sich Kampfreim-Künstler Kickl auf seiner Face­book-Seite*) – ganz im Gegensatz zu ihm selber, freilich. Welchen Reim möge er sich darauf wohl machen? (Achtung, Satire.)