Mischkulantes

20. Juni – Richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Heute findet in Deutschland wieder, wie jedes Jahr am dritten Samstag im Juni, der Tag der Verkehrssicherheit* statt.

Aus dem großen BILD Online-Führerscheintest:


Frage: »Wie verhalten Sie sich als Fahrzeuglenker in dieser Gefahrensituation richtig?«
3 Antworten stehen zur Auswahl:

  • Bremsen, um die Kinder nicht zu überfahren.
  • Mit gleicher Geschwindigkeit weiterfahren, weil die Kinder bestimmt stehen bleiben.
  • Mit gleicher Geschwindigkeit weiterfahren, um nachfolgende Fahrzeuge nicht zu be­hindern.

Haben Sie’s auch bemerkt? Antwort 4 fehlt in der Auswahl:

  • Gummi geben und mit Vollgas zwischen Kindern und Ball hindurchbrettern, um die Ge­fahrensituation so rasch wie möglich hinter sich zu bringen.

Was lernen wir daraus? Dass Führerschein-Testfragen oft völlig praxisfern sind.

Theatralisches: Nonkonformistisches

»Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allemal noch immer.«
(M. Krassnig)

Stets wenn man vermeint, das dümmste Statement zur Causa Corona-Pandemie wäre bereits zum Besten gegeben und ließe sich durch kein dümmeres mehr untertreffen, kommt zu­ver­läs­sig einer daher und beweist das Gegenteil:


Herr Castorf, seines Zeichens Theaterregisseur, hält es also für angebracht sich dem Pub­li­kum als Nonkonformist zu präsentieren, indem er sich als “republi­ka­ni­scher Widerständler“ inszeniert und ein exemplarisches Stück bürgerlichen Un­ge­hor­sams auf die Bretter stellt: Jung Frank lässt sich von Mutti nicht das Händewaschen anschaffen! Kol­lege Stefan Rose findet, »dass derart infantiles Verweigern von Hän­de­wa­schen ungefähr so mutig ist wie sich damit zu brüsten, ohne Zähneputzen ins Bett zu gehen oder seine Suppe nicht zu essen [..]«

»Theater besteht auch darin, dass man mit dem Tod umgeht und nicht mit der Verwaltung der Gegenwart«, und dass Menschen sterben, sei »der Lauf der Dinge, den wir akzeptieren müssen« legt Herr Theaterregisseur Castorf als dramaturgischen Hintergrund für sei­nen Wi­derstand gegen Hygienemaßregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie dar, und sein eitles Geschwätz erhebt ihn auf die gleiche Geisteshöhe wie seine Schwester im Geiste M. C. Giuliani, vormals TV-Glücks­rad­fee, welche ebenfalls die Welt an ihrer tief­schür­fen­den Lebensweisheit teilhaben lässt indem sie verkündet: die ganzen Corona-Zu­mu­tun­gen wären zu nix nütze »weil wir sowieso alle mal sterben müssen.«

Was dumme und dümmere Statements zum Thema Corona-Pandemie anbelangt, trifft Karl Valentins Befund wohl zu: »Es ist schon alles gesagt worden, aber noch nicht von allen.«

Statistisches


Ein Statistiker, ein Logiker und ein Analytiker fahren nach Sankt Corona*, sie sehen zwei Schafe: ein schwarzes und ein weißes.
Sagt der Statistiker: »In Sankt Corona gibt es 50 Prozent schwarze Schafe.«
Sagt der Logiker: »In Sankt Corona gibt es mindestens ein schwarzes Schaf.«
Sagt der Analytiker: »In Sankt Corona gibt es mindestens ein Schaf, das auf mindestens einer Seite schwarz ist.«


Eine infizierte Person unter 1.432, hochgerechnet auf 8,9 Millionen Österreicher? Was soll denn das für statistische Relevanz haben? Und wäre die betreffende Person zufällig nicht unter den 1.432 Getesteten gewesen, hätte die Hochrechnung folglich ergeben: in Österreich gibt es keinen einzigen Corona-Fall.

Naja – wenns so in der Zeitung steht, wirds wohl so stimmen. Aber:

»Die verfügbaren Zahlen enthalten zu wenige Informationen, sie bilden nur einen kleinen Teil der Realität ab [..]« erklärt Katharina Schüller, Gründerin des Münchner Unternehmens Stat-Up und Leiterin der Arbeitsgruppe “Statistical Literacy“ der Deutschen Statistischen Gesellschaft.

Fazit: Den gleichen Wert in Corona-Zeiten haben – neben Klopapier – wohl die statistischen Zahlen: beide sind für’n Arsch.
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Haben Sie gewusst: Wenn Sie Ihren linken Fuß ins Backrohr stecken und den rechten ins Gefrierfach, haben Sie es statistisch betrachtet angenehm warm im Fußbereich.

5. Februar – Flatulentes

Kollege Lo weist darauf hin, dass heute angeblich der »Tag der Flatulenz« ist.
Wie man den auf empfehlenswerte Weise feiern möge, wird uns auf Deutschlandfunk Nova, »dem jungem Infoprogramm von Deutschlandradio«, zur Kenntnis gebracht:


Grundsätzlich. (»Zu Risiken und Nebenwirkungen dieser ärztlichen Empfehlung fragen Sie lieber nicht Ihren Sitznachbarn.«)
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Flatulentes: siehe auch ►

Kindermund-Content

Kollege Trithemius berichtet hier über eine Klosettmuschel für Kinder, das erinnert mich an die Geschichte:

Mit meinen zwei kleinen Neffen im Kino, zuvor wird noch Pipi gegangen, vorsorglich. Am Ki­no­klo ist eine Pissoirmuschel tiefer aufgehängt als die übrigen, der Kleinere stellt sich vors tiefergelegte Pissoir:
»Hehe,« spöttelt sein größerer Bruder, »der Kleine geht aufs Kinder-Pipi.«
»Glaubst du nur,« erwidert der Kleine. »Das ist für Leute mit besonders Langem.«

16. Juli

Heute vor 74 Jahren wurde Jack Kornfield geboren, Verfasser zahlreicher Weltbestseller über bud­dhistische Lebenslehren zur spirituellen Erleuchtung, wie “Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens“ usw. Da stehen z.B. solcherlei bedeutungsschwere Glückskeks-Zettelweis­heiten drin:

»Lob und Tadel, Nutzen und Schaden, Lust und Leid kommen und gehen wie der Wind. Um glücklich zu sein, ruhe wie ein großer Baum mitten unter ihnen allen.«


Ein Lebenshilfe-Ratschlag von geradezu ergreifender Un­sin­nig­keit, etwa vergleich­bar mit der De­vi­se: »Wenn dir das Leben tote Pferde gibt, mach Leberkäs draus.« – Inwieweit dieser sinn­lose Glückskeks-Sinnspruch jemandem, welchem Tadel, Schaden oder Leid widerfährt, da­rüber zum Glück­lichsein verhelfen soll, er­schließt sich dem ver­nünf­ti­gen Ver­stand nicht:

    Brennt gar dein Haus und Hof mal ab,
    trägst Frau und Kinder du zu Grab’,
    verlierst du Arm oder auch Bein
    und tadelt dich dann obendrein
    noch wer, so kannst du glücklich sein:
    denn Leid und Schaden gehn geschwind
    am Arsch vorbei dir wie der Wind
    grad so als wäre nix gewesen,
    hast du Herrn Kornfields Buch gelesen.

27. April

Heute vor 199 Jahren kam der bedeutende englische Sozialphilosoph Herbert Spencer (1820- 1903) zur Welt.

Um 1860 begann Spencer mit seinem Lebenswerk: einer analytischen Betrachtung des ge­sam­ten (sic!) menschlichen Wissens. Leider wurde er damit zu Lebzeiten nimmer ganz fertig. Er postulierte als erster die grundlegende These des evolutionistischen Prinzips, welche sein radikaler Apologet Richard Dawkins (“Das egoistische Gen“) ein Jahrhundert später zum Dogma erklärte:

    »Ein Huhn ist lediglich das Zwischenergebnis der Bemühungen eines Eies,
     ein weiteres Ei in die Welt zu setzen.«

1. April


Aufsehenerregende Erfindung:
Gedankenenthüllung auf elektro-magnetischem Wege

Paris: Eine Erfindung, deren Tragweite in ihren Anwendungsmöglichkeiten noch nicht abzu­sehen ist, hat der Pariser Professor Anatole d’Aimelacque gemacht. Mittels eines höchst komplizierten Verfahrens wird erreicht, daß man die eben über die Schwelle des Bewußt­seins getretenen Gedanken eines Versuchsobjektes auf die Leinwand projizieren kann. Interessant ist, daß nach der Schärfe der Konzen­tration das Bild mehr oder weniger scharf auf der Leinwand erscheint. Im Bilde: Ein Laboratoriumsversuch bei Professor Anatole d’Aimelacque. Als Versuchsobjekt diente der junge Student Francois Reur, der im Augenblick des Versuchs an eine Fahrt ins Bois de Boulogne zu denken schien.
(Wiener Bilder – Illustriertes Familienblatt, 1. April 1937)

Aus der Abteilung: »Garstige Witze«

Bei Kollegin Quer steht die Zen-Weisheit zu lesen:

»Um zu wissen, ob das Wasser heiß oder kalt ist, muss man den Finger hineinhalten.
Darüber zu diskutieren nützt nichts.«


Das erinnert an den garstigen Witz:

»Sagen Sie, wieso hat Ihr Baby denn so lange Ohren?«
»Das kommt daher, weil ich es zum Baden immer an den Ohren festhalte und in der Wanne hin und her schwenke.«
»Aber das macht man doch anders: man hält das Baby in beiden Armen und legt es in die Wanne.«
»Will ich mir die Arme verbrennen? Ich weiß ja nicht, wie heiß das Wasser ist.«

ÖSTERREICH verheimlicht Weltuntergang!

Seit vielen Jahren informiert Österreichs auflagenstärkstes Verschenk-Volks­in­for­ma­ti­ons­or­gan unablässig & permanent über den ständig bevorstehenden Weltuntergang sowie die Auslöschung der Erde, hervorgerufen durch diverse auf die Erde zurasende Asteroiden, letztmalig im April 2017.
Über den aktuell zu erwartenden Weltuntergang durch heranrasende(n) Asteroiden berichtet das Konkurrenz-Verschenkblatt mittlerweile seit dem Vorjahr:


  23. Jänner 2018  –  26. Jänner 2018  –  4. Februar 2018  –  9. Februar 2018  –  23. Jänner 2019

Doch warum steht in Österreichs Weltuntergangs-Ankündigungspostille Nummer 1 nichts darüber, keine einzige Weltuntergangsmeldung mehr seit beinah zwei Jahren! Was steckt dahinter, warum wird der bevorstehende Weltuntergang neuerdings verheimlicht? Eine Ver­tu­schungsaktion?

24. November

Heute vor 159 Jahren veröffentlichte Charles Darwin (1809-1882) die Erstausgabe seines um­wälzenden Hauptwerks “Über die Entstehung der Arten“, worin er seine Evo­lu­tions­theorie dar­legte.
Darwins Evolutionslehre wird nicht von jedermann anerkannt, die Kreationisten etwa leh­nen sie rundweg ab. (Allerdings: wenn Gott die Menschen tatsächlich nach seinem Eben­bild er­schaf­fen hätte [1. Mose 1,27] – welcher Umkehrschluss folgert dann daraus: dass man sich Gott als Ebenbild der Menschen vorzustellen habe? So wie z.B. diese Typen in der Barbara Karlich Show? Befremdliche Vorstellung.)
Der reimende Kollege krassNick hegt ebenfalls Einwände gegen Herrn Darwins Theorie, und fasst diese in einen gefälligen Fünfzeiler:

    Dass Mensch und Schimpanse Verwandte wären,
    gehört zu Herrn Darwins bekannten Lehren.
    Der Mops indessen, dass justament der
    mit dem Wolf verwandt wär’: das kann der Herr
    Darwin seiner Urstrumpftante erklären.
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    © mit freundl. Genehmigung M. Krassnig

Bumsti-Mathematik

Das österreichische Volksbegehren für ein Rauchverbot in Gastronomiebetrieben wurde von 881.569 (= 13,8 Prozent) der 6.378.210 Stimmberechtigten unterstützt. Mathematik-Bumsti Strache rechnet nun vor:

»Ich denke, die Mehrheit der Bevölkerung wünscht das so [= wünscht kein Rauchverbot]. Das Volksbegehren ist beachtlich, aber letztlich haben 85 Prozent es nicht unterstützt.«

Soll also heißen: weil 10 Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung per Volksbegehren für ein Rauchverbot stimmen, so ist daraus der logische Folgeschluss zu ziehen dass die übrigen 90 Prozent dagegen sind – ? Eine völlig absurde Hochrechnung nach Bumstischer Äpfel-minus-Bananen-Ma­the­ma­tik, wie sie uns auch Österreichs bedeutendstes Volks­in­for­mationsorgan vorrechnen will.

Déjà-vu: die nämliche Nummer mit der Bumsti-Mathematik brachte Österreichs auflagen­stärk­ste Verschenk-Volksinformationspostille übrigens bereits im April 2010 zur Darbietung, betreffs einer damaligen IFES-Umfrage zum Rauchverbot:

Wenn 10 Prozent der Befragten die Frage »Mögen Sie lieber Äpfel oder Bananen?« mit »mag lieber Äpfel« beantworten, dann ergibt sich aus der Umfrage das Resultat: »90 Prozent der Bevölkerung mögen keine Bananen.«

“Who’s on First?“ ..

.. oder:  Warum ich bei McDonald’s noch nie in den Plafond geballert habe *)

Gelegentlich kauf ich bei McDonald’s zwei Cheeseburger, das tu ich aber immer nur dann, wenn ich meine Uzi grad nicht mithabe. Grund ist dieser Running Gag mit der traditionellen Doppelconference, welche die Angestellten dort mit den Kunden ständig ab­ziehen, weil sie’s offenbar nicht leid werden, das mords witzig zu finden, oder weil die Kundenverarschung bei denen halt zur Unternehmensfolklore gehört, was weiß ich. Erinnert mich immer an diesen Abbott & Costello-Sketch “Who’s on First?“ – na, jeder der schon mal bei McDonald’s war, kennt die Nummer eh:

    “Zwei Cheeseburger zum mitnehmen, bitte.“
    “Zum Trinken?“
    “Zum mitnehmen. Zwei Cheeseburger.“
    “Zum Trinken?“
    “Nein, zum essen.“
    “Zwei Cheeseburger zum mitnehmen. Und zum Trinken?“
    “Zum mitnehmen und essen.“
    “Und zum Trinken?“ undsoweiter ..

Hier kommt der Moment, wo Michael Douglas im Burger-Laden in “Falling Down“ die Uzi aus seiner Reisetasche hervorholt und eine Salve in den Plafond ballert. Nicht dass ich das in dem Moment nicht auch gern tun würde, aber vernünftigerweise geh ich ja für gewöhnlich un­be­waffnet zum Cheeseburgerkaufen und lass die Uzi vorsätzlich da­heim im Schrank, wie oben erwähnt.

© Illustration mit freundl. Genehmigung Lisa Neun

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*) (Beitrag in: “Mindestenshaltbar“/2006)

Wo warst du als das Licht ausging

  (DER STANDARD)


Am 9. November 1965 fiel im Nordosten der USA großräumig der Strom aus, es war der denk­würdige New York Blackout: mehrere Bundesstaaten der USA versanken in Dunkelheit, 30 Millionen Menschen saßen im Finstern. Kein Licht, kein Fernsehen. Neun Monate später ver­zeich­nete die Statistik im betroffenen Großraum einen signifi­kanten Anstieg der Ge­bur­ten­rate.
Gestern abend fand zum löblichen Zwecke der Rettung des Weltklimas wieder mal die Aktion »Licht aus« statt. Eh alle brav mitgemacht?
Ob sich mit einer Aktion »Licht aus« das Problem der fortschreitenden Überalterung in den In­dus­trie­ländern ebenfalls so einfach beheben lässt wie das mit dem Weltklima, ist indessen fragwürdig.

8. November

Heute vor 133 Jahren wurde der Schweizer Psychoanalytiker Hermann Rorschach (1884- 1922) geboren, er entwickelte den nach ihm benannten Tintenklecks-Test, der für klinische Zwecke in der diagnostischen Psychopathologie angewendet wird.

Als taugliches Verfahren zur Persönlichkeitsdiagnostik ist der Ror­schach-Test höchst umstritten. Hab selber mal als Fahr­schul­lehrer interessehalber an einem verkehrs­psycho­lo­gi­schen Eig­nungs­test (sog. »Idiotentest«) mit­ge­macht, außer Konkurrenz – wärs dabei um meinen Füh­rer­schein gegangen, wär ich womög­lich als un­ge­eig­net durch­ge­fallen, wer weiß. Unter anderem zählte dazu auch ein Ror­schach-Test, ein Bild (Abb. links) ging so:

    Nömix (Proband): Zwei Negerinnen rühren in einem Kochtopf.
    Verkehrspsychologe: Warum Negerinnen?
    N.: Weil sie schwarz sind.
    V.: Negerinnen. Warum nicht Neger?
    N.: Weil das Mascherl rosa ist, nicht blau.
    V.: Was könnte in dem Kochtopf sein?
    N.: Vielleicht Kohlrabi.
    V. (macht sich Notizen): Zwei Negerinnen, ein Kochtopf, Kohlrabi.
    N.: Oder eine Negerin mit einem halben Kochtopf vor einem Spiegel.
    V.: Hatten Sie in letzter Zeit schwere Erkrankungen, Unfälle, Operationen?
    N.: Bandscheiben-Operation, vorigen Monat.

In der Testauswertung konnte ich später lesen: »Proband zeigt Hinweise auf post­ope­ra­ti­ves traumatisches Stress-Syndrom.«

26. Juni

Heute vor 74 Jahren wurde in in Leigh, Lancashire/England ein gewisser Clive Powell ge­bo­ren, kein Wunder wenn Sie den Namen noch nie gehört haben. Zu Ruhm gelangte er indessen unter seinem Künstlernamen: Georgie Fame (fame, engl. = Ruhm). Mit seinem ersten Hit “Yeh Yeh“ eroberte er vor mehr als einem halben Jahrhundert die Spitze der Hitparade:

Freitagstexter, Preisvergabe

Danke an alle Teilnehmer für die Beiträge zum Frei­tags­tex­ter-Wett­bewerb.
Preiswürdig waren zahlreiche Bei­­träge, frei­lich kann nur einer als Preis­trä­ger benannt wer­den, so will es das Reglement.
Die eingehende Prüfung und Be­ur­tei­lung aller hieramts ein­ge­lang­ten Wettbe­werbs­beiträge durch die un­er­bittliche Jury (Abb. u.) führ­te zu folgendem Entscheid:


Der Wanderpreis wird in dieser Woche an Kollege NeonWilderness weiterverliehen, für den Text zum Bild:

»Nachdem der Schulz-Zug ein weiteres Mal über die Böschung gekippt war,
hatte Martin einfach die Faxen dicke.«


Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel zulässig.

Freitagstexter

Kollege Rufus übertrug mir die Ehre, den dies­wöchi­gen Wett­be­werb auszurichten – Sie kennen die Regularien:

Alle sind eingeladen, zu dem Foto (u.) einen trefflichen Kommentar, Aperçu, Kalauer, Bildtext usw. zu verfassen. Der Preisträger wird am kommenden Mittwoch hieramts bekanntgegeben und gewinnt einen virtuellen Wanderpokal sowie eine kostenlose Teilnahme an der globalen Klima­er­wär­mung, des weiteren obliegt ihm die Fortsetzung der Veranstaltung auf seiner Web­seite. Möge die Übung gelingen:

Bizarres

Bizarre Automobil≈Masken. Die Sucht nach originellen Neuheiten führt oft zu sonderbaren Uebertreibungen, wie oben­ste­hende Abbildungen beweisen mögen. Es darf einen wirklich nicht wundernehmen, wenn beim Anblick derart vermummter Menschen die bie­deren Landbewohner ausrufen: Der Teufel kommt. „System Hieronimus“ heisst die oben abgebildete „Rüsselmaske“, aber so schnell fährt nicht einmal ein Hieronimus, um ihrer zu bedürfen.
(Allgemeine Automobil-Zeitung.
Officielle Mittheilungen des Oesterreichischen Automobil≈Club, 1907)

23. April

Heute ist übrigens der Welttag des Buches.

Über Hugo von Hofmannsthal wird berichtet, er habe einmal ein Buch verliehen und mit zahl­reichen Fettflecken verunziert zurückerhalten. Draufhin schickte er dem Übeltäter eine Speck­schwar­te mit dem Begleitschreiben:

»Anbei sende ich Ihnen Ihr Lesezeichen zurück, welches Sie in meinem Buch vergaßen.«