Aufgelesenes

Alkoholisches

Dass der Alkoholgehalt im Atem in Milligramm pro Liter Atemluft gemessen wird, der Alko­­holgehalt im Blut hingegen in Promille pro Liter Blut, hat jeder mal im Fahrschul­un­­ter­richt gelernt, wers nicht verpennt hat*. So wie die Kollegen beim SPIEGEL offenbar:

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Kaum anzunehmen, dass das ein Polizeisprecher wirklich so sagte – man muss nicht alles glau­ben, nur weil’s so im SPIEGEL steht:

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Mal nachgerechnet, wenn das so zutreffen würde wie es im SPIEGEL steht: 4 Promille Alkohol im Atem wären also 4 Milliliter pro Liter Atem­luft – d. h. wenn die 64-Jährige zehnmal hintereinander tief Luft holt und in ein 4cl-Schnapsglas hineinhaucht, wäre das von dem aus­geatmeten Alkohol schon wieder voll und die könnte sich gleich nochmal einen Doppelten reinpfeifen, ohne nachzuschenken.
Muss man sich mal bildlich vorstellen.

jetzt mal echt:

“jetzt“ ist ein Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung, das sich »als Spiegelbild der
Jugendkultur und authentische Stimme der Jugend« an 18- bis 30-Jährige richtet. *)

… richtet sich eine Artikelüberschrift auf jetzt.de als “Mädchenfrage“ an 18- bis 30-Jährige, und un­ter der Zwischenüberschrift teilt denen die authentische Stimme der Jugend sodann “Die Jungsant­wort“ mit:

Wollen wir uns das jetzt mal bildlich vorstellen: wie die Übung mit dem Kote­let­ten­stut­zen und den liegenden Brüsten auf der Schulter denn gelingen möge. Mal echt jetzt.

Kolumnistisches: Verzichtbares

»Journalismus ist nicht, wenn man seine eigenen Befindlichkeiten
für Nachrichten hält. Für sowas gibt es die Mutti und Tagebücher.«
(Wolf Lotter)

»Der Verzicht auf Alkohol provoziert Trinkende und zieht nervige Fragen nach sich.« –

– behauptet der “taz“-Kolumnist und bringt seiner Leserschaft zur Kenntnis:

»Wenn man in Deutschland höflich ein alkoholisches Getränk ablehnt, gibt es drei Fra­gen, die üblicherweise aufkommen: Bist du schwanger? Bist du krank? Bist du Islamist?«

Wer »man in Deutschland« denn konkret sein soll, dessen höfliche Ablehnung übli­cherweise jene drei nervigen Fra­gen aufkommen lässt, ver­rät der “taz“-Kolumnist allerdings nicht.
Sich selber kann er mit »man« ja nicht meinen – kaum anzunehmen, dass er üblicher­weise gefragt wird ob er schwanger sei wenn er ein alkoholisches Getränk ablehnt. Wenn »man« hinge­gen weiblich ist, würde wohl kaum jemand üblicherweise danach fragen ob man Islamist sei – son­dern allenfalls: ob Islamistin. Wen oder was, bitte­schön, meint der al­so in seiner Pauschalbehauptung mit dem Generalpronomen »man«?
Wenn man in Deutschland ein alkoholi­sches Getränk ablehnt, käme üblicherweise die Frage auf: Bist du krank? – Wo in Deutsch­land will der Kolum­nist denn derlei Beobachtung übli­cherweise gemacht ha­ben, sodass er zu solcher Behaup­tung gelangt? Keine Ahnung, in wel­­chen Kreisen der zu verkehren pflegt. In den Kreisen, in denen ich verkehre, wird man übli­cherweise gefragt was man stattdessen lieber trinken möchte, wenn man ein alkoholisches Getränk ablehnt.

Was für unsinnige Kolumne.
(Im übrigen Kolumnentext ist von »man« keine Rede mehr, dafür fängt dort beinah jeder zweite Satz mit »Ich« an – läppisches selbstbezogenes Blabla über ein her­beikonstruiertes The­ma, das in Wirklichkeit gar keins ist. Verzichtbares Geschwafel.)
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Kolumnistisches:  ▶️  ▶️  ▶️

Feuilletonistisches

»Eine Welle der Humorlosigkeit sieht Konrad Adam über das Land schwappen und klagt in der NZZ, dass politisch korrekt gedrillte Sprachbeamte den Witz verbieten wollen.« *)

So steht’s in der Überschrift zu einem Artikel im Feuilleton der “Neuen Zürcher Zeitung“.
Der Artikel ist durchaus interessant und kurzweilig zu lesen, aber was der Feuilletonist mit seiner Behauptung in der Überschrift und darunter in der Textstelle –

– eigentlich meint, geht daraus nicht hervor. Witzverbot, Lachverbot – worum geht’s da? Ver­steh ich nicht. Oder gibt’s in der Schweiz grad aktuelle Diskussionen um dieses Thema? Goo­geln macht darüber nicht schlauer. Worauf bezieht sich diese Aussage?

Ob vielleicht jemand unter den p.t. Schweizer LeserInnen hierüber Aufklärung ver­schaffen kann?

Experten (IV)

“Die ganze WOCHE“ ist die auflagenstärkste Wochenzeitschrift Österreichs mit wö­chent­­lich 280.000 verkauften Exemplaren und mehr als einer dreiviertel Million Leser, d. i. mehr als alle übrigen österrei­chi­schen Wo­chen- und Nach­­­richtenmagazine (News, Profil, Trend) zusammen.

Schau mer mal, was Österreichs auflagenstärkste Wochenzeitschrift ihrer Leserschaft in der vergangenen Ausgabe zur Kenntnis bringt:

Experten, wieder mal. Und was für Experten sind das diesmal konkret: Experten für Virolo­gie, Epidemiologie, für Inzidenzstatistik? Pandemie-Experten womöglich gar? Zuvorderst die Di­­rek­to­rin des De­partments für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizini­­schen Universität Inns­bruck/Tirol, mithin Expertin für pathogene Mikroorganis­­men, das sind Bak­te­rien, Pilze & Protozoen:

»Für mich gibt es keinen Beweis, dass das Tragen von FFP2-Masken im Alltag die ent­schei­den­de Maßnahme ist, um die Infektionszahlen zu senken.« –

– lässt die Expertin für Hygiene und Mikrobiologie die “Ganze WOCHE“-Le­ser also wissen, zu deren Kenntnisnahme. Schön, dass sie dafür Zeit gefunden hat.

Kolumnistisches: Befremdliches

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte liest,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.«
(Johann Wolfgang von Goethe)

Was der FR-Kolumnist in seiner Kolumne »Fußball in Zeiten der Pandemie: Den Irrsinn stop­pen« überhaupt zur Aussage bringen möchte, erschließt sich mir ehrlichgestanden nicht an­satzweise:

» Corona stoppt den Fußball nicht
So war es bis vor einem Jahr. Dann kam das Virus. [..] Da lauert die Chance, den Irrsinn zu stoppen.«

Muss man das verstehen? Mir wills nicht gelingen.
(Der Kolumnist, erfährt man, ist Autor und Theatermacher. Theatermacher, ah ja – wieder mal einer, der zum Thema Corona-Pandemie was beizutragen weiß.)

Glück im Unglück

Stößt ein Autofahrer mit einer Straßenbahn zusammen, steht in Großbuchstaben zu lesen:

Wer das Glück im Unglück hier nicht zu erkennen vermag und sich fragt, WAS da eigentlich »nochmal gut gegangen« sein soll, kennt Friedrich Torbergs “Tante Jolesch“ nicht:
    Stößt ein Autofahrer mit einer Straßenbahn zusammen, sagt Tante Jolesch:
    »Glück im Unglück, er hätte verletzt sein können.«
    Verletzt sich der Autofahrer bei dem Zusammenstoß, sagt sie:
    »Glück im Unglück, er hätte tot sein können.«
    Und kommt er bei dem Zusammenstoß ums Leben, da sagt sie:
    »Glück im Unglück, hat er nicht lang leiden müssen.«

Frage der Woche

WOMAN.at, »Das Frauen- & Lifestyle-Magazin Österreichs« fragt:

Antworten zur Auswahl:
  • Influencerinnen haben als Kinder nicht aufgepasst, als ihnen die Mutter erklärte wie man ein Tanktop richtig anzieht: bei einem Loch rein, bei drei Löchern raus.
  • Influencerinnen haben als Kinder aufgepasst, aber sich bei den drei Löchern mit dem Zählen vertan.
  • Influencerinnen ziehen sich im Dunkeln an.
  • Meinten Sie: Tankstop?
(Nächste Frage: Warum tragen Influencerinnen ihre Rollkragenpullover nicht SO?)

Wer es ohne Anleitung nicht zuwege bringt ein Tanktop influencerinnenmäßig SO wie auf den Fotos anzuziehen, kriegt es schrittweise erklärt:

(Wer nun an einem Tanktop erfolglos nach einem Ärmel sucht, den es zu durchschlüp­fen gilt, wird die Anleitung freilich wenig hilfreich finden.)

Riesenglück der Saison

Erkennen Sie die Pointe ; )

Ein unbeteiligter Fußgänger erlitt laut Polizeibericht durch den lauten Knall eine leichte Ver­letzung (vermutlich was mit dem Trommelfell):

Erkennen Sie das Riesenglück, das der Fußgänger hatte –?
Welche Art Riesenglück das gewesen sein soll, welches einem unbeteiligten Spaziergänger aus Kaufering leichte Verletzungen bescherte, bleibt freilich ein Ge­heim­nis der Augs­bur­ger Lokalredaktion.

Paywall der Woche

Österreichs Exklusiv-Enthüllungsorgan Nummer 1 enthüllt exklusiv:

Was Maradonas letzte Worte waren, enthüllt sich allerdings erst hinter der Bezahlschran­ke nachdem Sie ein kostenpflichtiges oe24PLUS-Abo abgeschlossen haben:

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Wenn Sie jedoch kein kostenpflichtiges oe24PLUS-Abo abschließen möchten um Maradonas letz­te Worte zu lesen, lesen SIE HIER seine letzten Worte – unter dem Google-Suchbegriff: “Marado­nas letz­te Worte“. Ohne oe24PLUS, dafür kostenlos.

Wenn Sie jedoch auch nicht googeln möchten um Maradonas letz­te Worte ohne kosten­pflich­ti­ges oe24PLUS zu lesen, lesen SIE HIER seine letzten Worte [Spoiler unten, 3x anklicken]:

                        Maradona sagte: »Ich fühle mich schlecht.«                      

Riesenglück der Woche

Vorgestern fand in der Wiener Innenstadt ein islamistischer Terrorangriff statt. Ein Herr NR-Abgeordneter Schmidhofer hielt sich vorgestern nicht in der Wiener Innenstadt auf, son­dern wo­an­ders, worüber die “Kleine Zeitung“ gestern Bericht erstattete. Mutmaßlich ließen sich noch weitere Personen ausfindig machen, welche sich vor­gestern eben­falls nicht in der Wie­ner Innenstadt, sondern woanders aufhiel­ten, und mit der Berichterstattung darüber lie­ßen sich noch weitere Kleine Zeitungseiten füllen.

Breaking News

Aus der beliebten Reihe »Clickbait Suspense mit den Royals«:
(Auflösungen im Spoiler darunter: 3x anklicken)

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                                  Sie trägt eine Mund-Nasen-Schutzmaske.                              
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            Archie (1) muss um Erlaubnis fragen, wenn er heiraten möchte.           

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                                Prinz Harry hat einen Elefanten fotografiert.                          

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                             Sie geht zu Weihnachten nicht in die Kirche.                              

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                    Die Queen spricht mit Prinz George, wenn er sie besucht.                
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Clickbait Suspense: ▶️ ▶️ ▶️ ▶️

Journaillesoziolektisches: »Kretschmann-Crash«

Der Fahrer eines Dienstwagens von Ministerpräsident Kretschmann verursachte einen Un­fall mit Sachschaden, indem er gegen eine Autobahn-Leitplanke prallte. In ein vor der Un­fall­stelle auf dem Standstreifen angehaltenes Begleitfahrzeug prallte infolge Aquaplaning ein weiteres Fahrzeug, in welchem ein Kleinkind verletzt wurde das später verstarb. ▶️

Warum über einen Auffahrunfall zwischen zwei Fahrzeugen, mit denen ein Kretsch­mann weder ge­fahren noch dringesessen ist noch überhaupt was damit zu tun hat, mit »Unfall von Kret­schmann / Unfall mit Kretschmann« oder »Kretschmann-Unfall« aufgemacht wird, ent­zieht sich dem landläufigen Allgemeinverständnis:

Oder, im Soziolekt der Knalljour­naille genannt »Kretschmann-Crash«:

Was soll das sein, ein »Kretschmann-Auto«? Kindergartenjargon oder Deppensoziolekt?
Und wer ist Minister Kretschmann-Auto? Hat der neuerdings einen Doppelnamen?

Clickbaiting der Woche: Unangebrachtes

 (KURIER.at)


Klingt spannend, nichtwahr? Bevor Sie aber hinter dem Clickbaiting-Link womöglich an ei­ner Paywall auflaufen und draufhin der Verzweiflung anheimfallen, weil Sie über Dianas un­­an­­ge­­­brach­te Angewohnheit nix erfahren, verraten wir die Antwort unten im Spoiler (3x an­kli­­cken) ohne dass Sie den kompletten Schmarrn-Artikel* lesen müssen:

                    Diana half manchmal beim Geschirrabwaschen.                  

[siehe auch: Die “Top Geheimnisse“ der Queen]

Sonderbericht (III): Algorithmisches

Zuweilen ruft der AdSense*)-Algorithmus, der bei der Platzierung von Werbeeinschal­tun­gen einen thematischen Bezug auf die Inhalte der Zielwebseiten generieren soll, beim Rezipien­ten Un­verständnis hervor. Zuweilen aber passt eine Werbeeinschaltung zum betreffenden Thema wie Arsch auf Eimer:

Da berichtet ein STANDARD-Artikel darüber, wie betrügerische Bitcoin-Werbung mit Pro­mi­nen­ten getrieben wird, und die via AdSense zugeschaltete betrügerische Clickbait-Wer­bung bewirbt, akkurat!, ei­ne “Sonderbericht“-Fake­seite, auf der betrügerische Bitcoin-Wer­bung mit Pro­­­­mi­nen­­­ten ge­­­trieben wird:

*) ad = Kurzform für engl. “advertisement“: Werbeanzeige, Inserat
(AdSense ist ein Google-Angebot. Kurioserweise verbietet Google in seinen Werberichtlinien Clickbait-Wer­bung seit Juli ausdrücklich – z.B. Clickbait-Werbung wie »Österreicher sind fas­sungslos / geschockt – Der Euro wird verschwinden / Das Land ist in Gefahr«.)
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“Sonderbericht“, siehe auch: »Metamorphotisches«

Kolumnistisches: Sinnbefreites

»Es ist wahrhaft kein Schmarrn zu blöd, als dass er in der Zeitung steht.«
(M. Krassnig)

Kollege Trithemius schrieb hier vor Wochen über einen Publizisten der es für berich­tens­wert erachtete, zwei Corona-Schutzmasken tragende Auto­in­sassen als »da­daistisches« Sze­na­rio empfunden zu haben. Über Sinn- oder Zweifelhaftigkeit dieser Maßnahme, ob die nun einer für dadaistisch oder sonstwas halten mag, ist unterdessen schon alles gesagt wor­den, wie man vermeinen möchte – aber noch immer nicht von allen, wie sich erweist.

Im Wettstreit um die Hervorbringung der sinnbefreitesten Kolumne zum mittlerweile weid­lich abgenudelten Thema Corona-Schutzmasken legt sich aktuell der KURIER-Kolum­nist ein­drucksvoll ins Zeug:


Nach einigen Ausführungen über alberne Auto-Moden in den 60er- und 70er-Jahren kommt er auf den Punkt, indem er diagnostiziert: dass Autofahrer, die eine Co­ro­na-Maske aufhaben während sie allein im Auto sitzen, »vom Denken befreit« sind.
Das also ist die ganze Essenz dieser läppischen, sinnbefreiten Kolumne: eine abfällige Be­ur­teilung autofahrender Coronamasken-Träger, denen Denkbefreitheit unterstellt wird.

Menschen tun aus irrationalen Ängsten irrationale Dinge: die einen setzen aus irrationaler Angst vor Ansteckung im Au­to Masken auf, andere springen aus irrationaler Angst vor Mäu­sen auf Stühle. Solche Menschen deswegen pauschal als denk­befreit ab­zu­qua­lifizieren, ist herablassend, unangemessen und dumm.

Was das Maskentragen im Auto, ob nun angstbegründet oder »denkbefreit« oder nicht, über­haupt mit den auf­ge­­zählten jahrzehntealten Auto-Moden zu tun haben soll, erschließt sich in dieser saudummen Ko­lumne üb­ri­gens nicht.

Schweinisches

Haben Sie gewusst, dass Schweine keine Haken schlagen können. Ein Schwein im Schweins­galopp kann nur geradeaus rennen, aber nicht scharf abbiegen.


Werden Sie von einem Wildschwein angegriffen, dann stellen Sie sich direkt vor einen Baum hin und lassen das angreifende Wildschwein geradewegs auf sich zurennen. Im letzten Moment treten Sie einen Schritt zur Seite und sehen zu, wie das Wildschwein gegen den Baum semmelt und k.o. geht, weil es vor dem Baum nicht scharf abbiegen kann.


Wie man sich den Unfallhergang konkret vorzustellen hat, lässt sich aus der Artikel­über­schrift nicht erschließen.

Konzertiertes: Copy, & passt

Dass der Alkoholgehalt im Atem in Milligramm pro Liter Atemluft gemessen wird, der Alko­holgehalt im Blut hingegen in Promille pro Kilogramm Blut, hat jeder mal im Fahrschul­un­ter­richt gelernt. Sobald jedoch von einer Presseagentur (dpa) eine Unsinnsmeldung wie folgt abgesetzt wird, –

– flugs wird der Unsinn in sämtlichen Redaktionen von sämtlichen diensthabenden Presse­meldungs-Ab­schrei­be­be­auf­trag­ten unredigiert abgeschrieben und konzertiert in die Welt hi­naus­kolportiert, in artiger Abschreibekonkordanz von Aargauer Zeitung bis ZEIT.de.

Copy, & passt: die altbekannte Melodie, man kennt sie ja.

»Das Schlimme ist, dass alle voneinander abschreiben. Niemand macht sich mehr die Mühe zu überprüfen, ob überhaupt zutreffend ist, was be­haup­tet wird.« (Michael Götschenberg)