Apostrophisches

(Update) Neues aus Kalau: Po-riginelles

Wenns ans Kalauern über weibliche Kehrseiten geht, gibts für die Knalljournaille freilich kein Halten mehr:












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Nicht immer lässt sich nachvollziehen, was dem Kalauer-Aushecker beim Aushecken man­cher Kalauer durch den Kopf gegangen sein mag – vermutlich die Zugluft:

      (klick für Detail)

Wo ist die Po-inte? Ein Kehrseiten-Kalauer ohne erkennbaren Hinter(n)sinn (Achtung, Ka­lau­er) ist kein misslungener Kalauer, sondern schlicht blödsinniges Geschwätz.
Doch stets wenn man vermeint, der absolute Blödsinnigkeits-Tiefpunkt müsse irgend­wann er­reicht sein und sich nimmer tieferlegen lassen, kommt zuverlässig Österreichs auf­la­gen­zweit­stärk­ste Verschenk-Knallpostille daher:

STERREICH)

Was sie diesem knalljournaillistischen Einfaltsdimpfel ins Müesli gestreut haben be­vor er die­ses Elaborat hervorbrachte, ist nicht überliefert, aber was rezeptfreies wars vermutlich nicht.

Pressesprecherisches

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.«
(Johann Wolfgang von Goethe)

«Die Zahl der Schweizer Autoren wächst jährlich im zweistelligen Bereich»,
sagt Thorsten Simon, Pressesprecher von Books on Demand BOD.

Der Autorenzuwachs steigt somit im Bereich der Jahreszahlen.
Oder so ähnlich.

Korrelatives

Eine Korrelation beschreibt eine Wechselbeziehung zwischen Merkmalen [..] oder Zu­stän­den. Zwischen Merkmalen [..] oder Zuständen braucht keine kausale Beziehung zu be­stehen.
(Wikipedia)

In einem zweiten Punkt soll der Kreisausschuss tätig werden: Es geht um ein Verbot der sogenannten „Stand-Up-Boards“. In ihnen sehen Wasserwachts-Vertreter ein Sicherheits­risiko – wegen der sogenannten Finnen, den Stabilisatoren, die an der Unterseite ange­bracht sind und die optisch an eine Haifischflosse erinnern.

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(Zwischen der optischen Erinnerung an eine Haifischflosse und einem Sicherheitsrisiko an Alt­öttinger Badeseen braucht keine kausale Beziehung zu be­stehen.)

Shit happened:

Nicht immer lässt sich nachvollziehen, was einem Überschriften-Aushecker bei der Verwen­dung der in­fla­tio­nä­ren Einleitungsfloskel »Glück gehabt:« wohl durch den Kopf ge­gan­gen sein mag – vermutlich die Zugluft:

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Wie lang einer indessen braucht, anstelle einer dummen Überschrift eine noch dümmere aus­zu­hecken, lässt sich hier feststellen: exakt neun Minuten. Denn, wie Kollege krass­NICK reimt:

    »Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
    Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allemal noch immer.«

– Shit, happened!.

Schwurbelschwatz der Woche

»Worte, Worte, nichts als Worte.«  (W. Shakespeare)

» Atmosphären sind Relationsdinge, die nicht allein, sondern nur als Qualität von Objekt­kon­stel­la­ti­onen und/oder Environments [..] auftreten können. Gerade hier wird die Zu­sam­men­ge­setztheit des Atmosphärischen, seine unmittelbar scheinende Ge­ge­ben­heit, ver­­bun­den mit dem Eindruck einer nicht auflösbaren Ganzheitlichkeit, ebenso sinnfällig wie die Kon­densation von Sinneseindrücken.«

[siehe: Fachgesimpel ]

Schwurbelschwatz der Woche

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte liest,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.«
(Johann Wolfgang v. Goethe)

» Customer Centricity (deutsch: Kundenorientierung) kann als Unique Selling Point be­grif­fen werden, wenn die Customer Journey und Experience einzigartig sind. [..] Customer Centricity kann auch am Point of Sale stattfinden und mit Loyality-Programs umgesetzt wer­den. Im E-Commerce arbeiten hier verschiedene Faktoren zusammen: Das User Cen­te­red Design, eine hohe Usability sowie das Inbound Marketing und ein Multi­channel-Ansatz beispielsweise.«

Turbolentes

Dass hirnrissige Metaphern in Zeitungsüberschriften vom Aussterben bedroht wären, steht nicht zu befürchten. Etwa der Dauerbrenner:

(oe24.at)
(Blick.ch)
(Die Presse)

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Den Turbo. Zünden. Ob man mit einem brennenden Turbo schneller vorankommt? Scheint keine besonders zündende Idee zu sein.

(Frankfurter Allgemeine)

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Woran das wohl liegen mag – Turbozündung ausgefallen?

(TAI.at)
(manager magazin)

Turbo-Expansion. Muss man nicht verstehen.

(news.de)

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Einlegen, den Turbo. In Marinade? Kein Wunder, dass der nimmer zündet.
(Vielleicht zündet der besser, wenn sie den in Spiritus einlegen?)

(Westfälische Nachrichten)

Schneller Schwede verwechselt Turbo mit Tube.

(Bild.de)

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Turbo-Gang – was immer den Bild-Kollegen bei dem Begriff vorschweben mag, beim Scrabble ließen sich damit wohl keine Punkte schinden.

Konjunktionelles

Dies schrieb Herr Schulmeister Mannke in einem Aufsatz in der Zeitschrift*) des Philologenver­ban­des Sachsen-Anhalt. (Zwar hört man in Ge­sprä­chen mit Polizei und Supermarktpersonal das Gegenteil: dass es nirgendwo zu sexuellen Be­läs­ti­gungen, schon gar nicht in Supermärkten, gekommen wäre – aber wer will schon der Polizei glauben, wenn’s eines Herrn Schul­meisters Bekannte besser wissen ..)
Wegen fehlerhafter Rechtschreibung in seinem Aufsatz muss Herr Oberlehrer Mannke übri­gens nach­sitzen und hundert­mal an die Tafel schreiben:

    »Ich darf die Konjunktion dass im Objektsatz nicht falsch schreiben.«

Setzen, Herr Oberlehrer.
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*) (Anm.: Die komplette Seite 2 mit dem betreffenden Leitartikel: Flüchtlingsdebatte wurde inzwischen aus dem Originaldokument auf der Philologenverbands-Webseite ersatz- & kom­men­tar­los gelöscht – vielleicht wegen der Rechtschreibfehler? ;) Weiterhin nachzulesen steht der Artikel indessen auf dieser Seite.)

Euphemistisches


Ja, eh. Um das festzustellen brauchts nicht extra einen Jenaer Wissenschaftler. Kann mir also wer erklären, warum in der Berichterstattung über einen Betrug in großem Umfang allent­hal­ben – in den seriösen ebenso wie in den Krawall- & Vuvuzela-Medien – über »Mogelei« oder »Schummelei« ein­hergesäuselt wird? Euphemistisches Gesäusel anstelle Klartext, was steckt dahinter?
Wenn ein kleiner Gebrauchtwagenverkäufer beim Kilometerstand mogelt, so handelt sichs um Betrug – wenn aber ein Millardenkonzern in beispiellosem Umfang systematisch betrügt, um Mogelei? Da mangelts in den Medien entweder am landläufigen Rechtsverständnis oder am Vo­ka­bel­verständnis.

Nix Neues aus Kalau

Kalauer mit Namenwitzen gehören in den Kindergarten und nicht in die Zeitung, hat Kollege Trithemius hieramts mal bemerkt, aber in manchen Zeitungs­redaktionen hat sich das noch nicht herumgesprochen.
Berliner Zeitung, 02.10.2000
Dumme Namenwitze werden auch dadurch keineswegs origineller, ..
WEBNEWS, 25.10.2008
.. indem man sie alle dreiviertel Jahrzehnte aufs neue aufwärmt:
Handelsblatt, 10.04.2015
Nicht fehlen darf bei dieser Kindergartenkalauer-Nummer natürlich wieder mal der SPIEGEL, wo offenkundig ein Kalauer-Aufwärmbeauftragter im Vorschulalter wirkt:
SPIEGEL ONLINE

„Will´st ?’’

Im Wettbewerb um den DaDa (= Dümmster anzunehmender Deppenapostroph) liegt noch immer die Bild-Zeitung in Füh­rung, aber manche Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen.
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(Wenn du wissen willst was das bedeuten soll, kannst du ja mal in das Beisl reingehen und den Wirt danach befragen, wenn du zufällig mal dort vorbeikommst.)

Nix Neues aus Kalau

Wo lassen die beim SPIEGEL ONLINE eigentlich ihre Artikelüberschriften aushecken – im Kin­dergarten?
Da überschüttet die vereinigte Phalanx der Kalauer-Aushecker in konzertierter Aktion das Pub­li­kum jahrelang mit dümmlichen Namenswitzchen über Frau Vonn, so lang bis sich selbst der hinterletzte Einfaltsgimpel lieber totschlagen ließe als daran noch ir­gendwas witzig fin­den zu wollen. Und dann kommt der SPIEGEL daher:

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Als Anerkennungspreis gibts dafür wieder den KaKaDu der Woche (Abb. re.), für den »Kindergartenadäquatesten Kalauer-Dummfug«.

Neues aus Kalau

Ein Kalauer in welchem weder (Wort-)Witz noch (Hinter-)Sinn steckt, ist kein Kalauer sondern dummes Gerede. Und wird auch nicht origineller, je öfter er wiederholt wird. Was daran originell sein soll, zu jeder x-beliebigen Meldung, die irgendwas mit Schwei­nen oder (Schweine-)fleisch zu tun hat, reflexartig mit der Redewendung »Schwein ge­habt« drauf­los zu kalauern, konnte noch nicht herausgefunden werden.

Versextes

Im Soziolekt der Knalljournaille gehört die Vokabel »versexen« (Verb, transitiv) zum Grund­wortschatz. Was auch immer das Wort bedeuten soll. Könnte sein, dass irgend­ein Sinn darin steckt. Könnte sein, muss aber nicht.