Exxpressionistisches: Fake News

Das Fakenews-Verbreitungsmedium “eXXpress für Selberdenker – Bürgerlich-liberales Digi­talmedium für Politik und Wirtschaft, dessen objektive, wahrheitsgetreue und kritische Be­richterstattung der Information der Öffentlichkeit dienen soll.“ verbreitet die Fakenew:

Baerbock hat das nicht gesagt.

11 Kommentare

  1. Hat sie sinngemäß sehr wohl. „Deutsche Wähler“ sind eine Teilmenge von „Meine deutschen Wähler“. Nicht ganz richtig zitiert ist es wohl, aber was Baerbock damit sagte, ist ja im Endeffekt dasselbe: Ich priorisiere die Unterstützung der Ukraine (was immer das sein soll – sollte Selenski aus einem Fenster fallen, kann „Ukraine“ sehr schnell etwas ganz anderes sein als heute) über die eigene Wählerschaft. Wenn das schon Desinformation ist, wünsche ich mir Profis, die mich weniger anöden..

    1. „Deutsche Wähler“ sind eine Teilmenge von „Meine deutschen Wähler“.

      Es ist umgekehrt – längst nicht alle deutschen Wähler haben Baerbock gewählt. Baerbocks Wähler sind eine Teilmenge von „alle deutschen Wähler“.

      Ansonsten kann ich nur die Lektüre des verlinkten Faktenfuchs-Textes empfehlen. Da wird erklärt, wie das Zitat erstens im Wortlaut verfälscht und zweitens irreführend aus dem Zusammenhang gerissen wird und es dann natürlich so aussieht, als sei Baerbock die Meinung des bundesdeutschen Wahlvolks völlig wurscht. Und diesen (falschen) Eindruck manipulativ herbeizuführen, ist natürlich Desinformation.

      Außerdem hat sie nie von einer Zeit nach Selensky bzw. einer denkbar ins Antidemokratische gekippten Ukraine gesprochen sondern von der aktuellen Lage, also der Unterstützung in der Verteidigung gegen den ungerechtfertigten Vernichtungskrieg Putins gegen die Ukraine. Das muss man schon auseinanderhalten.

    2. Dass sie die Unterstützung der Ukraine über die eigene Wählerschaft priorisiert, sagt sie ja mit “meine deutschen Wähler“ und meint damit gegen den Wählerwillen der Grünen. Im Gegensatz zu “ihren“ Grünen stimmt die Mehrheit “der deutschen Wähler“ ihrer Po­sition gemäß allen Umfragen ja ohnehin zu. Desinformation durch Verfälschung eines Zitats zwecks Diskreditierung einer missliebigen Politikerin halte ich für keine Petitesse.

      1. Genau!
        Andere würden sagen: „Egal, was die grünversifften Gutmenschen denken!“
        Aber Baerbock ist Außenministerin, die formuliert das diplomatisch.

  2. Ja ja, die Logik ist eine schwierige Sache. Da steht nicht „alle deutschen Wähler“, sondern „deutsche Wähler“: Meine Frau und ich sind deutsche Wähler. Teilmenge.
    Da der Wortlaut doch so wichtig ist, lasse ich das nicht durchgehen. Noch genauer sind Frau Borbecks Wähler im Übrigen diejenigen, die sie (erfolglos) als Direktkandidatin gewählt haben. Es ist auch ziemlich deppert, anzunehmen, ihr seien andere als „ihre“ (Grün-)Wähler wichtiger als die eigenen. Es kommt absolut nichts anderes dabei herum: Priorität Unterstützung des Schlachtens vor Wählerwillen. Denen hatten die Grünen nämlich wörtlich das Gegenteil versprochen. Diesen Faktenfuchs-Bullshit habe ich gelesen. Money Quote: „So entsteht der Eindruck, Baerbock habe von allen deutschen Wählern gesprochen. “ Das ist völlig irrelevant, eine Nebelkerze. Da ich mich bereits wiederhole, werde ich das hier nicht weiterführen.

  3. Was will sie damit sagen? Doch dies: Daß sie ihr Fähnchen nicht nach dem Wind dreht und auf Umfrageergebnisse schielt, um die eigene Karriere, ihre Position im Politikbetrieb voranzubringen. Sondern, daß die Ukraine sich auf ihre Solidarität verlassen kann, auch wenn es sie Wählerstimmen kostet. Das ist ihr hoch anzurechnen. Politiker und Politikerinnen, die zu ihrem Wort stehen, bräuchten wir mehr. Wenn man sich Politiker wünscht, die zu jeder Zeit ihre Meinungen den vermeintlichen Wünschen ihrer Wähler gemäß ändern, sollte man die FDP wählen.

    1. Sie dreht ihr Fähnchen also nicht nach dem Wind, indem sie für eine Partei eintritt, die „Keine Waffen und Rüstungslieferungen in Krisengebiete“ verspricht und dann jeden Tag nach neuen Waffenlieferungen kräht, bis zum letzten Ukrainer („muss gewinnen“)? Die natotreuen Diskutanten sind sich für keinen Unsinn zu schade. Jeden Tag ist Gegenteiltag. „Kindergarten“ wäre wohl das richtige Wort, stürben dafür nicht zigtausende – vor allem ukrainischer ‚Kämpfer‘.

      1. Niemand ist gefeit gegen Pragmatismus. Ihr Hinweis auf „Keine Waffen und Rüstungslieferungen in Krisengebiete“ wurde von den Gegebenheiten überholt, Baerbock (nicht Borbeck) hat diese offenbar erkannt. Sie selbst haben den aktuellen Stand der Realität verschlafen und ob D Waffen in Zukunft nach zB Mali liefern wird, bliebe abzuwarten. Ob natotreue Diskutanten ihm nicht das Wort reden wollen oder nicht: Putin steckt seine Claims ab soweit er kommen kann, bevor die Volldigitalisierung unseres Finanzsystems auf dem Weltmarkt veränderte Gegebenheiten für die geopolitische Situation schaffen wird und deshalb betrifft der Krieg in der Ukraine ‚uns‘ sehr wohl – also jene Bevölkerung, die im ‚Westen‘ lebt oder leider leben muß. Viele Menschen haben dennoch erkannt (nicht bloß Politiker), daß ihnen das vor/herrschende, korrupte System bei allen zu erwartenden Einschränkungen vermutlich auch in Zukunft größtmögliche Freiheit und Wohlstand bietet und bloß ein paar wenige denken daran wegzugehen (denn wohin, wo es ‚besser‘ ist ?). Deshalb treten sie für es ein und sind bereit, Opfer zu bringen. Ewiggestrige Schläfer und zerebral determinierte Lamentierer heulen über steigende Preise, was soll’s, ist ein erprobtes Ventil für fehlendes Verständnis oder Verstand. Ihre versuchte, pseudointellektuelle Kleinzerrede von plumpen Fakes ist jedoch höchst redundant. Um auf eines ihrer Worte zurückzugreifen: gehen Sie doch in einen Foren-Kindergarten spielen, wenn Sie Schieds- bzw Richter sein und sich mit anderen halbblinden ‚Juristen‘ austauschen möchten. Schließlich: ‚…vor allem ukrainischer „Kämpfer“‚… Ja. ‚Vor allem‘ sterben Zivilisten, nicht bloß durch russischen Terror ebenjener in den Städten; die Verwendung des unter Anführungszeichen (weshalb denn ?) gesetzten Wortes ist völlig richtig; denn in der Territorialverteidigung befinden sich wohl kaum Soldaten, und: wie leicht Ihnen in diesem Zusammenhang doch ‚sterben‘ aus dem Mund rutschen kann … haben Sie schon einmal die Hand eines ‚sterbenden‘ Kindes gehalten oder können Sie sich in etwa vorstellen wie es ist, wenn Sie die Sekunden schätzen, welche dieses kurze Leben nach einem Schrapnelltreffer an der Halsschlagader noch vor dem ‚Sterben‘ hat, bis es ausgeronnen ist – oder sind Sie eher der Typ des äußerlich humanoid anmutenden Bürokraten, für den Nennung von ‚Fakten‘ stets gleichbedeutend ist mit ‚Zahlen aufzählen‘ ?

  4. Letztlich spricht sie nur aus, was selbstverständlich in einer repräsentativen Demokratie ist. Es gibt kein imperatives Mandat. Folglich ist jeder gewählte Politiker nur seinem Gewissen verpflichtet. Trotzdem finde ich es erschütternd, dass die Politikerin einer Partei, die aus der Friedensbewegung entstand, ausschließlich säbelrasselnd in der Weltgeschichte unterwegs ist und das Heil nicht in Verhandlungen, sondern im Krieg und in Waffenlieferungen sieht. Ich habe die Grünen nicht gewählt, erst recht Frau Baerbock nicht. Ihre Politik lehne ich ab.

    1. Ich wähle die Grünen auch nimmer, seit sie in Österreich an der Regierung beteiligt sind und sich aus politisch/taktiererischem Kalkül gegen den grünen Wählerwillen positionieren. Die Frage einer militärischen Unterstützung kriegsführender Parteien stellt sich indessen aufgrund Österreichs Neutralität erst gar nicht. Deswegen nehme ich in dem Beitrag auch keine Stellung dazu, aber moniere die manipulative “eXXpress“-Fak­ten­ver­fäl­schung*) zum Zweck, Frau Baerbock zu diffamieren – wie immer man zu ihrer Politik stehen mag.
      *) (welche im “eXXpress“ überdies fortwährend systematisch betrieben wird)

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