22. Juni

Heute ist übrigens der Welttag des VW-Käfers.
Früher erkannte man die lässigsten Typen immer daran, dass sie die längsten Autoradio-An­tennen hatten:


(v. l. n. r.: VW-Käfer, Papa und Tante Marianne, 1959)

Heutzutags nur mehr schwer vorstellbar, wie wir seinerzeit vor einem halben Jahr­hundert die ganze Familie, Eltern plus 4 (vier!) Schratzen plus Gepäck, Koffer, Luftma­tra­t­zen, Liege­­­stühle u.v.m. in einem VW-Käfer an die Adria in Urlaub fuhren: durch­wegs über Bundesstra­­ßen, Südautobahn gabs dazumals noch keine. Mit luftgekühlten 34 (vier­unddrei­­ßig!) PS und Vollgas im zweiten Gang über den Südalpen-Hauptkamm: das wa­ren aben­­teuerliche Reisen.

17 Kommentare

  1. Die längsten Autoradioantennen – 2 Meter lang, aus Glasfiber ! Mit Rastensockel zwecks voller Erektion oder windschlüpfrig etwas angelegt, je nach Stimmungslage (34 PS aus 1200 ccm sind eben nur 34 PS) !!
    Die Nerds hatten oben noch einen Fuchsschwanz angebunden !! Auch jene, die mit Puch DS 50 oder Lohner Sissy unterwegs waren – augenweidliche Kindheitserinnerungen erwachet ;) …
    Und mit 6 Volt-Licht um die Welt ist für LED-Scheinwerferporschefahrer vermutlich ähnlich unvorstellbar, wie meine Abenteuer ? Reise vor 5 Jahren mit 50 ccm auf drei griechische Inseln… vom Ausgangspunkt Wien und nicht Athen ;-) …

    1. Ja, die berüchtigten 2m-Peitschenantennen: im Halbkreis über das Autodach gebogen und das Ende mit einer Klemme an der Dachleiste befestigt. Und wenn sich die Befestigung löste, kriegten die Fußgänger beim Vorbeifahren immer die lose herumschlenkernde An­tenne ins Auge geschnalzt.

      1. Aber aber … echte Fetischisten taten sich die Arbeit an (oder ließen antun) und lösten die Dachinnentapezierung zum Teil, um die Antenne oberhalb der Heckscheibe (bzw der beiden nierenförmigen bei der 30 PS-Version mit Gaspedal-‚Rolle‘) zu montieren – die war dann eben seitlich nach vorne gebogen in die Dachrinne und schnappte fallweise bei voller Beschleunigung bloß nach Mücken und Spatzen … die Spitze der Sichtweise in den Nachkriegs-Slums Wiens (die Großfeldsiedlung war noch nicht erfunden) von ‚heiß‘, weil anno dazumals eben auch Coolness anders benannt wurde…

    1. Dafür gab es den Trabant aber zumindest als Kombi mit einem von hinten zugängli­chen Kofferraum – den VW-Käfer hingegen lediglich mit einer sog. “Gepäckmulde“ hinter den Rück­sitzen statt einer Hutablage: wo sich während der elendslangen Fahrt stets einer der vier mitgeführten Schratzen quer zur Fahrtrichtung hineinorigamisieren musste.

      1. Stimmt, ich bin immer einen Kombi gefahren. Auf den musste man mindestens noch ein Jahr länger warten als auf die anderen.

  2. Die technischen Daten hätte ich nicht zusammengebracht, aber an die Reise mit dem VW-Käfer über den Gotthard auf den wiesenartigen Zeltplatz unter Pinien in „Marina di Massa“ erinnere ich mich ziemlich gut. Hach, war das aufregend!!! :–)
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  3. Von derlei Expeditionen kann ich leider nicht berichten. Wohl aber darüber, dass wir zu viert – Vater, Mutter und zwei Kinder damit Äpfel transportiert haben. In großen Säcken. Und zwar hat der Papa, Beifahrersitz und Rückbank ausgebaut und dann den Wagen mit den prall vollen Säcken mit Äpfeln in den Käfer gewuchtet. Mama und wir Kids haben uns auf die Säcke platziert und so ging’s dann heimwärts.

  4. Darf ich den Fiat 600 beisteuern? Also nicht den noch kleineren 500er, den es ja auch als Puch gab. Im Familienalbum muß noch ein Bild sein, irgendwo oben am Stilfser Joch. Später, mit dem 1300er oder gar mit dem 128er war das ja dann schon lässig.

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