17. Jänner

Heute ist übrigens der Internationale Tag der italienischen Küche, so stehts im Kalender.

Da fällt mir die reichlich rustikale Äußerung jener saloppen Person ein, die sich unlängst bei unserem bevorzugten Italiener am Nebentisch vernehmen ließ – ihr Begleiter hatte frit­tierte Calamari bestellt, und als die auf den Tisch kamen sah sich besagte Person veranlasst, laut­hals drauflos zu gackern:
    »Heast Oida, des schaut jo aus wia bochane Oaschlecha!«
    [»Das sieht ja aus wie gebackene Rektalöffnungen«]
Auch Kollege Lo berichtet von einer Schnurre, die sich bei seinem Lieblingsitaliener zutrug.

In Rimini aßen wir mal in einer Pizzeria, dort kriegte man »Pizza tedesca«, nämlich: »Pizza con wurstel e krauti« – kein Witz.

Die vermeintlich typisch italienischen Gnocchi sind indessen keine genuine Spe­zialität der italienischen Küche, vielmehr als Lehnwort von Nockerl aus dem bairischen Sprachraum über die Ostalpen dorthin eingewandert. (Für gewöhnlich kriegen Leute beim Italiener trotz­dem Gnocchi serviert, obwohl sie “Gnotschi“ be­stellt haben.)

Haben Sie gewusst, dass italienische Teigwaren Weichtierspuren enthalten können, und dass Spaghetti auf Bäumen wachsen.

5 Kommentare

    1. Sollten die Calamari(ringerln) vom Oktopus stammen, ist die Bezeichnung kein Pleonasmus, sondern Irrtum oder Betrug – doch wer möchte das schon wirklich herausschmecken können, wenn die Soß voller Gewürze steckt und man dieses Gericht zudem an jedem Freitag ungescholten essen darf, weil es aus Pescefleisch ist…

  1. Und natürlich die angenehme italienische Sprache…
    Wie wohltuend lieblich dieses „Culo al forno“ klingt, im Vergleich zu „Bochane Oasch­lecha“… ;)

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