Jurisdiktionelles

Unsinn. Niemand wird von einem österreichischen Gericht in eine Einrichtung »für soge­nannte« geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Sondern in eine Einrichtung für geistig abnorme Rechtsbrecher, weil die so genannt wird. Egal, ob die Bezeichnung dem SPIEGEL gefällt oder nicht.

(Ein im SPIEGEL so genanntes Landgericht gibt’s in Wien übrigens seit dem Mittelalter keins mehr, dafür aber ein Landesgericht.)

10 Kommentare

  1. Wer das Recht im Lande bricht,
    der landet nicht vorm Landgericht:
    Rechtsbruch wird geahndet schlicht
    am Landes- oder Amtsgericht,
    in der Stadt Wien ist’s anders nicht.

    1. Es wird hiermit zu Recht erkannt:
      Der Unsinn, der im Spiegel stand
      über das sogenannte „Land-
      gericht in Wien“ ist eklatant!
      Dafür gehört der Textverant-
      wortliche strengstens abgemahnt!

      1. Hat wer, dem’s an Verstand gebricht,
        abnorme Taten angericht’,
        so kommt der auch bekanntlich nicht
        dafür in Wien vor’s Standgericht.

    2. Aus einem Songtext von “The Madcaps“,
      Wiener Dialektband in den 70er-Jahren:

      »Ausg’fosst hod am Anser-Landl¹
      zehn Joa Schmoiz² in Staa³ da Schandl⁴.«
      ──────────────────────────────────────
      ¹ Landesgericht Wien v/o “Einser-Landl“
      ² Haftstrafe
      ³ Strafvollzugsanstalt in Stein/Krems
      ⁴ Adolf Schandl, Wiener Krimineller

    1. Die von Ihnen so genannte »Journaille« betreffend: die Kollegen vom SPIEGEL soll­ten in­des nicht so genannt werden – obgleich auch deren sogenannte Her­vor­brin­gun­gen mit­un­ter so genant sind, dass die sich dafür ernsthaft genieren sollten, siehe z.B.: ; )

  2. Der Spiegel ist schon seit langem bekannt für seine doch recht voreingenommene und uninformierte Berichterstattung zu Österreich. Sagt einer, der gar nicht zu den Patrioten dieses Landes gehört.

    1. Ja, die Österreich-Berichterstattung im SPIEGEL ist zuweilen tendenziös oder auch bissel herablassend – insonders nervt, wenn die sich permanent dazu bemüßigt fühlen Öster­reich nicht »Österreich« zu nennen, sondern »die Alpenrepublik«, »der Alpenstaat«, oder ori­gi­nel­ler­weise gar »der Bergstaat«.
      (Klar gibts in Österreich auch Berge, ihr Heinis, möchte man denen zurufen, es gibt auch Kirchen: ist Österreich deswegen »der Kirchenstaat«? In Deutschland gibts Inseln, ist Deutschland deswegen ein »Inselstaat«?)

      1. Ich gebe zu bedenken: In Deutschland kann man Bananen kaufen; Deutschland deswegen als Bananenrepublik zu bezeichnen, ist nicht ganz richtig, aber auch nicht falsch.

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