Der Mörder kam als Gaskassier

Kollege Jules van der Ley stimmt hier ein »Requiem für den Zählerableser« an, welcher heutzutage nimmer in die Wohnung kommt wie ehemals, um den Gaszählerstand abzulesen.

Vor fünfzig Jahren indessen trieb in Wien der Serienmörder Harald Sassak (1947-2013) sein Unwesen, der sich in die Wohnungen alleinstehender älterer Personen Zutritt verschaffte in­dem er sich als Gaskassier ausgab, um diese zu beraubmorden. Erst nach seinem sechsten Meuchelopfer gelang aufgrund der Angaben von dessen Nachbarin, einer Grafi­kerin, die An­fer­ti­gung eines Phantombildes durch einen Polizeizeichner –


Polizeizeichnung (links) / Foto von Sassak (rechts)

– welches mit dem tatsächlichen Aussehen des Täters frappierend ähnlich geriet, sodass der beim Weintrinken von einem Kellner erkannt wurde und verhaftet werden konnte. Sassak wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wovon er vierzig Jahre absaß bevor er 2013 frei­ge­lassen wurde und kurz danach verstarb.

9 Kommentare

  1. So leset denn die Moritat
    welche allhier geschrieben staht
    von Gaskassierers Meucheltat,
    welchselber „Sassak“ heißen tat:
    Statt dass er kam zum Gaskassieren
    tat er die Opfer „sassakrieren“.

    1. Anstatt dass er die Gasgebühren
      von den Opfern tat kassieren,
      tat er diese massakrieren.
      Das war es, was der Sassak tat:
      Er hat ihnen „die Gas ohdraht“,
      wie der Wiener sagen tat’.

  2. Wo wir gerade beim Thema Mörder sind.
    Ich habe heute gelesen, dass Österreich in einer Sparte weit über dem europäischen Durchschnitt liegt, was die Frauenquote angeht!

    Und zwar bei den Mordopfern.

      1. Jetzt wäre noch die Anzahl der Mörderinnen interessant. Diese Frauenquote ist ja leider überall zu niedrig… ;)

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