Soziolektisches: “Teenie-Drama“

Dass sich die Verschenkzeitungs-Knalljournaille zuweilen im PubertätsSozio­lekt arti­ku­liert anstatt in normalen Worten wie normale Erwachsene, ist man eh gewöhnt. Wenn aber zwei Jugendliche bei einem Motorradunfall lebensgefährlich verletzt wur­den und die knall­jour­naillistischen Verbal-Retardierer von Österreichs auflagenstärkster Ver­schenk-Drecks­pos­til­le darüber mit dem Aufmacher daherkommen –

– dann möchte man denen ihre Dreckszeitung am liebsten in den Hintern stopfen.

3 Kommentare

  1. Dichtung und Wahrheit zu vermengen, ist der Journaille liebstes Plaisir… Natürlich weiß der Herr Redakteur, daß ‚der Siebzehnjährige … keinen Schein‘ besaß, obwohl man ab 16 mit ‚Schein‘ sehr wohl eine 125er fahren darf; er ist halt ein bißchen auch allwissender Gedankenleser und Verkünder froher Botschaften im Morgengrauen – denn der Herr Redakteur ist, nach der überaus genauen Schilderung des Unfallherganges, doch garantiert im Journaillendienstauto hinter den beiden Pechvögeln hergefahren und hat bestimmt sofort die Rettung verständigt, noch BEVOR er selbst aus diesem sprang und Erste Hilfe leistete.
    Ein Knilch, der Böses denkt zB wegen des Rufzeichens des „…trotz Motorradhelm!“. Jeder schlafwandelnde Frühmorgenpendler wird die Negativwerbung der Formulierung auf Anhieb erkennen und ganz selbstverständlich aus seinen Vorurteilen kicken – mit Vollgas, logo !!

  2. Wären statt zwei 17-Jährigen zwei 50-Jährige in Lebensgefahr, lautet der Aufmacher dann: „Grufti-Drama nach Bike-Crash“ -?

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