Grenzwertiges, ..

.. oder: Ein Bürgermeister, mal wieder.

Ein Bürgermeister im niederösterreichischen Mostviertel rammte alkoholisiert mit sei­nem Au­­to ein geparktes Fahr­zeug, …

Wie bitte? 0,8 Promille wären „grenzwertig“? Die 0,8-Promille-Grenze gilt in Österreich seit 1998 nim­mer, seit damals gelten 0,5 Promille als Blutalkohol-Grenzwert. Seit 1998! Viel­leicht spricht sich das mal bis zu dem Herrn Mostviertler Bürgermeister herum.

15 Kommentare

  1. Kieloben liegt ein schwarzer Audi.
    Das Werk von einem irren Rowdy?
    Nein, der liebe Bürgermeister
    (Roman Janacek, so heißt er)
    war wieder einmal blunzenfett.
    Auch wenn er später ganz kokett
    verharmlost es als „Kleines Schwipserl,
    war quasi nur ein Damenspitzerl“.
    Jedenfalls wird’s eine teure Gaudi,
    zu reparieren den schwarzen Audi.

    1. Auch für den Schaden an dem zweiten
      Auto, das er ruiniert’,
      muss die Kosten er bestreiten:
      Regress wird gegen ihn geführt.

      1. Dem Janacek vergehen die Witze,
        wie er liest in der Polizze
        von der hirnverbrannten sogenannten
        Trunkenheitsklausel, der verdammten.
        Ihm wird bang und bänger,
        und sein Gesicht wird immer länger.
        denn schön langsam geht ihm ein Licht auf:
        „Die Versicherung zahlt nie
        den Schaden an dem SUV!“
        Und er braucht einen vierfachen Schnaps drauf.

    2. Kieloben, ja – wie eine Yacht
      wie hat der Jantschi das gemacht ?
      Null Acht sind Standard und erlaubt
      wer damit dort ’nen Unfall baut
      ist schlechter dran als wie der Haider
      mit 3 Promill’ – weil nicht aus dem Schneider
      wie der Bärental-Herr, Gott sei’s gelobt.
      Und der war ganz gut trinkerprobt
      wie Roman auch –
      nur hat jetzt der den Schlauch
      beim Amtsgericht –
      sofern er nicht den Rat besticht
      mit grenzwertig’ Unwissen über den Wert
      der Spiegel erbricht sich, als er dies hört

      1. Ihm’s nicht mehr nützt ?
        Das ist ein Trick !
        Verschrieben hat’s der Polizei
        aus Eins mach Null
        er ist so frei
        dem Jantsch’ er den Gefallen tat…
        der Schulfreund war doch Bundesrat !
        So ward aus den fast 2 Promille
        der Schein bloß weg in aller Stille.
        Auf ein’ Monat oder so…

    1. Ob Bürgermeister oder Bauer, ob Monsignore
      oder Maurer, ob Bäcker, Knecht, ob Ministrant,
      für alle gilt derselbe Brauch, ist sozusagen Folklore
      im Mostviertel und altbekannt:

      Wenn man zu viel gesoffen hat, um aufrecht noch zu stehen,
      geschweige denn, nachhaus zu gehen,
      dann fährt man mit dem Auto heim.
      (Bleibt höchstens kurz mal stehen zum speibm.)
      Und schafft man eine Kurve nicht und fliegt in Bach,
      verbremst man sich, legt gar die Kraxn auf das Dach,
      dann kommt, worauf man wetten kann,
      die Feuerwehr mit zwanzig Mann.
      Ist der Einsatz dann zu Ende, beseitigt das Malheur,
      fährt man zurück zum Wirt und nennt’s Folklör.

    2. Die Tradition ist wohlbekannt
      im christlich frommen Abendland:
      Kirchgang ist Sonntagspflicht, dafür
      folgt Frühschoppen danach als Kür.
      So ist es der rurale Brauch:
      nach Andacht, Hochamt, Kirchweih, Taufen,
      nach Leichengang und Firmung auch,
      folgt fromme Einkehr dann zum Saufen
      beim Kirchenwirt, wie sich’s gebührt
      nach guter Christentradition.
      Und so erkennen wir daran
      den Unterschied, man ahnt ihn schon:
      von Christenmensch und Muselmann.

  2. Aber immerhin: …so heftig gegen einen geparkten Pkw, dass sein Fahrzeug auf dem Dach zu liegen kam. Glück im Unglück: Es wurde niemand verletzt.

    Die haben die Wendung Glück im Unglück hier tatsächlich mal korrekt angewendet. Dass wir das noch erleben dürfen…

  3. „Null Komma Acht“, behauptet dreist Herr
    Janacek, der Bürgermeister
    aus dem Dunkelsteinerwald,
    Promille Alkoholgehalt
    wär’n „lediglich grenzwertig“ halt?
    Das ist doch Scheibenkleister!

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