Genderitisches

Die grassierende Genderitis generiert mitunter skurrile Blüten:

»Derzeit prüfen Spezialistinnen und Spezialisten sämtliche Spuren an den Tatorten [..], um dem Täter, der Täterin oder den Tätern auf die Spur zu kommen.«  (ORF.at)

Na, und was ist mit »den Täterinnen«? Will denen keine*r auf die Spur kom­men? Typi­scher Fall von geschlechtsspezifischer Diskriminierung!

8 Kommentare

  1. Es wird nicht beim Ergänzen/Ersetzen von Wörtern bleiben, um sprachlich auszudrücken, dass es auch Frauen gibt. Manchmal sollte man einen Satz eben anders formulieren, aber das setzt ein Mindestmaß an Sprachgewandtheit voraus. Schwierig, schwierig. Selbst im journalistischen Bereich gibt es offenbar Nachholbedarf. ;-)
    »Derzeit prüfen Spezialistinnen und Spezialisten sämtliche Spuren an den Tatorten [..], um herauszufinden, wer das Verbrechen begangen hat“ oder
    „… um den Tathergang herauszufinden“
    o.ä.
    Lieber Gruß einer Frau! :-)

    1. Angesichts der österreichischen Presselandschaft hätte ich die Formulierung:
      „Selbst im journalistischen Bereich …“
      anstatt mit dem euphemistischen Adverb „Selbst“ eher so eingeleitet:
      „Gerade (bzw. besonders/vor allem/speziell usw.) im journalistischen Bereich gibt es offenbar Nachholbedarf [am Erwerb von Sprachgewandtheit].“

      1. Da ich mit der österreichischen Berichterstattung wenig vertraut bin, hätte ich mir diesen Wortlaut nicht angemaßt. Du als Insider darfst es aber gerne richtigstellen! :-)
        Tatsächlich lese ich solche sprachlichen Gender-Debakel in Deutschland nur selten, was nichts heißen muss. Die Presse ist eintönig geworden, seit es nur noch um Corona zu gehen scheint. Ich lese also weniger. ;-)

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