Bizarre Nummer

Wieso man farbige Menschen politisch korrekterweise auf Deutsch nimmer als farbige Men­schen zu bezeichnen habe, sondern als “People of Color“ (engl. für “Farbige Menschen“), ent­zieht sich dem landläufigen Logikverständnis.
(Könnte ja sein, dass irgendein Sinn dahintersteckt.) (Könnte sein, muss aber nicht.)

Um “dem institutionellen Rassismus am Theater“ zu entkommen, fordern Theaterschaffende of Color am Schauspielhaus Düsseldorf zwecks “Entmischung“ ein eigenes Theater, welches People of Color vor­behalten sein soll.
Dass Theaterschaffende sich zuweilen als Hirnschüssler zu inszenieren belieben, weiß man nicht erst seit #allesdichtmachen. Aber dass eine Gruppe farbiger Theaterschaffender zum Ziele ethnischer Entmischung eine Apartheid auf Theaterbühnen fordert, ist wohl eine he­raus­ragend bizarre Nummer.

5 Kommentare

  1. Ich habe sowieso noch nicht verstanden, warum Menschen nach Hautfarbe eingeteilt werden. Man hätte doch auch Haarfarbe oder Schuhgröße nehmen können.
    Es gibt immer noch Länder, in denen Frauen nichts wert sind, egal welche Hautfarbe sie haben. (siehe Sofagate ;)
    Es wird Zeit, das KIs die Menschen ablösen, die es einfach nicht geregelt bekommen.

  2. Das ist geistiger Dünnschiss! Aber ich habe sowieso das Gefühl, es geht gar nicht wirklich um und gegen Diskrimierungsformen, sondern es geht darum keine Gelegenheit auszulassen, jemandem an die Wade zu pinkeln. Als ich in Spanien lebte, war ich für Leute, die meinen Namen nicht kannten (und oft auch für solche, die ihn kannten) „la rubia“ (die Blonde), und der dicke Inhaber des Möbelgeschäfts war „el gordo de los muebles“. Das hat nichts mit Vorurteilen gegen Blonde und nichts mit Diskriminierung von Dicken zu tun. Das ist einfach common sense.

  3. Natürlich gibt es Rassismus nicht nur in den USA, aber manche Versuche zur Verbesserung der Lage sind nicht nur überaus bizarr sondern auch äußerst kontraproduktiv. Wenn eine große Anzahl durchaus nicht besonders rassistischer und/oder sexistischer Menschen über vieles, was da so abläuft nur noch lachen kann (oder weinen) ist das wohl nicht der Zweck der Übung.

    1. Sie haben freilich recht, rassistische und/oder sexistische Ungehörigkeiten (unter The­a­ter­­schaffenden oder sonstwo) durch Rassen- und/oder Geschlechtertrennung (im The­­a­­ter oder sonstwo) verhindern zu wollen, ist wahrhaft eine kontraproduktive Übung bei der man nimmer weiß ob man darüber lachen und/oder weinen soll.

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