12 Kommentare

  1. Ha ! Erwischt ! Ein typischer Schmierenartikel !
    Im Bild ist eindeutig zu erkennen, daß der PKW keinesfalls ’neben einem Straßenpoller zum Stehen‘ kam, sondern daß dieser aus der Straße wuchs. Vermutlich mit einem solchen Affenzahn, daß der Autofahrer nicht mehr ausweichen konnte – selbst wenn er nüchtern gewesen wäre… Die offensichtliche Lüge erkennt man daran, daß die Türe des PKW auf dem Foto offensteht – wie sollte der angeblich betrunkene Fahrer sie denn geöffnet haben, wenn daneben ein Poller gestanden hätte bzw wer fährt schon mit offener Fahrertüre ?
    Daß er Glück im Unglück hatte stimmt allerdings: bei seinem explosionsartigen Auftreten an der Erdoberfläche hätte ihn der Pfahl durchaus durchbohren können. Er erwischte allerdings nur den Seitenschweller des Fahrzeuges und sprengte dabei die Türe aus der B-Säule, eindeutig. Und Hand aufs Herz: wer von Ihnen hätte sich im Anlaßfall nicht im Nachhinein vor Schreck überschlagen ?

    1. Danke für Ihre Erklärung. Die unbeschädigte (!) Fahrertür bleibt allerdings ein Rätsel. Es gibt nur zwei Erklärungsmöglichkeiten:

      1. Der Fahrer stieg rechtzeitig aus nachdem sich sein Auto überschlagen hatte und stehenblieb, wobei er (Glück im Unglück!) die Fahrertür offenstehen ließ, BEVOR der unter der Erdoberfläche lauernde Eisenpoller ex­plo­si­ons­ar­tig durchs Stra­ßen­pflas­ter austrat und den Seitenschweller durchbohrte – oder:
      2. Der Fahrer öffnete die Fahrertür nachdem sich sein Auto überschlagen hatte und stehenblieb, aber stieg NICHT rechtzeitig aus bevor der Eisenpoller usw. s. o., wes­we­gen er bei der Beifahrertür aussteigen musste.

      In beiden Fällen harrt die Formulierung “blieb knapp NEBEN einem Eisenpoller stehen“ freilich weiterhin ei­ner schlüssigen Erklärung ..

      1. Nun, Ihr Beharren auf einer schlüssigen Erklärung bringt mich zu folgendem Schluß: wir alle, die wir wahrscheinlich mehr oder weniger Autofahrer sind, gingen bislang von der falschen Annahme aus, daß der Fahrer IN seinem Auto saß, als er sich, wie nachzulesen ist, mit diesem überschlug. Tatsächlich dürfte es so sein, daß sich beide Akrobaten unabhängig voneinander überschlugen, ohne dem Partner dabei entscheidend in die Quere zu kommen. Das Unglück des Autofahrers könnte darin bestehen, daß sein PKW die Rolle nicht völlig unbeschädigt überstand wie er weitgehend selbst und das Glück darin, daß ihm das Fahrzeug vor dem völligen Stillstand freundlicherweise die Fahrertüre öffnete weil es befürchtete, sein Besitzer würde es nicht bis zur gegenüberliegenden Türe schaffen in seinem leicht delirierenden Zustand. Daß just in diesem Moment der hinterhältige Poller aus dem Untergrund schoß, wo er möglicherweise bereits seit Tagen auf ein Opfer gelauert hatte, wäre eine mehrfach ungünstige Fügung des Schicksals gewesen. Tagespiegel.de impliziert in seiner Betrachtung die Annahme, daß es auch anders hätte kommen können: das Fahrzeug erschrickt und haut ab. Es blieb jedoch mutvoll bei seinem Gebieter über Gas und Bremse vor Ort ‚knapp stehen‘.

    2. sondern daß dieser aus der Straße wuchs

      Genau das. Und dabei hat er sogar doppelt Glück gehabt. Erstens, dass der Pfahl ihm nur die Tür von der B-Säule gesprengt hat, und zweitens, dass da nur ein Stück Doppel-T-Träger von unten durch die Straße geschossen kam und nicht, wie in Köln neben dem Bahnhof, ein ganzer Dom* (man stelle sich vor, so ein Dom-Turm erwischt das Auto von unten, oder den Bahnhof).

      *: Die Idee ist von irgendeinem Komiker, der mal mit den Kölnern abgerechnet hat, ich weiß nur nicht mehr wer das war und finde die Stelle deshalb nicht.

      1. Ein bekannter Architekt will übrigens den Kölner Dom wieder unter die Erde verle­gen, weil er den Ausblick auf den Hauptbahnhof beeinträchtigt.

  2. Wer reichlich bechert, trinkt und säuft,
    der glücklich in sein Unglück läuft.
    Pardon: Der „fährt ganz unbeschwärt“
    mit seinem flotten Saufgefährt…

    1. Die Alkoholsucht, wie man weiß,
      verhilft zum Glück. Wie zum Beweis
      schon Cicero einst sagen tat:
      „Fortes fortuna adjuvat“,
      das heißt: „Glück hilft dem Süchtigen“.
      (Pardon, heißt ja: „dem Tüchtigen“.)

  3. In vino, weiß, wer Römisch spricht,
    liegt veritas, doch stimmt das nicht.
    In veritate, lasst’s euch sagen,
    liegt der vinum in Fahrers Magen.

    Wenn wir den Magen nun Wahrheit nennen,
    kann ganz einfach man erkennen:
    Es ist genau grad umgekehrt
    als das, was Römer Weisheit lehrt.

    Dennoch wirkt das geflügelte Wort:
    Der Wein verführt in Rothenburgsort
    nen Mann zum Abflug im Kfz
    und setzt ihn dann ab im Straßenbett.

    Leicht verletzt kommt er glimpflich weg*,
    der Kenner nennt das Glück im Pech.
    Doch Auto schrott** und Führerschein weg,
    da liegt zugleich im Glück auch Pech.

    *: Hier wird zwecks Reim die norddeutsche Aussprache „wech“ zugrundegelegt. Weil das ein so maßlos gelungener Reim ist, habe ich ihn gleich doppelt verwendet. Zwei zum Preis von einem, ganz nach der Maxime eines großen deutschen Diskounters: Billich will ich…

    **: Hier adjektivisch verwendet, synonym zu kaputt. Dass ein schrottes Auto auch Schrott ist, stimmt natürlich, sodass das auch großgeschrieben werden könnte, aber hier greift bequemerweise des Dichters Freiheit.

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