Kolumnistisches: Befremdliches

»Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte liest,
es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.«
(Johann Wolfgang von Goethe)

Was der FR-Kolumnist in seiner Kolumne »Fußball in Zeiten der Pandemie: Den Irrsinn stop­pen« überhaupt zur Aussage bringen möchte, erschließt sich mir ehrlichgestanden nicht an­satzweise:

» Corona stoppt den Fußball nicht
So war es bis vor einem Jahr. Dann kam das Virus. [..] Da lauert die Chance, den Irrsinn zu stoppen.«

Muss man das verstehen? Mir wills nicht gelingen.
(Der Kolumnist, erfährt man, ist Autor und Theatermacher. Theatermacher, ah ja – wieder mal einer, der zum Thema Corona-Pandemie was beizutragen weiß.)

7 Kommentare

  1. Ich dachte immer, das sei ein Stück Leder, wo die hinterherrennen. Aber egal. Wo kann ich bitte 22 kleine Löwen sich gegenseitig anschreiend anderthalb Stunden lang hinter einem Stück Plastik herrennen sehen?

  2. Wenn man es befremdlich findet, dass 22 erwachsene Männer anderthalb Stunden lang einem Stück Plastik hinterherrennen und sich dabei immerzu anschreien – inwiefern ist es für diese 22 eine Ehrenrettung, wenn Hunde und kleine Löwen dasselbe tun?

    Und überhaupt, inwiefern ist es ehrenrührig, etwas zu tun, das andere u.U. befremdlich finden?

  3. Ich mag auch kein Fussball, bin aber Sportler – zumindest in weiterem Sinn. Daher kann ich die Verachtung gegenüber der Kunst und Kultur nur bedingt verstehen.

  4. „Es (Fußball) scheint also etwas Faszinierendes zu haben. So tut es nicht Wunder, dass das Treiben seit einigen Jahrzehnten mit Geld in Verbindung gebracht wird. Mit viel Geld.“

    Beim Fußball gehts um viel Geld, soll die Kolumne vermutlich zum Ausdruck bringen. Fällt wohl in die Rubrik „Breaking News“.

    „Vereine verpflichten halbe Kinder für Millionen, Scouts betreiben eine neue Form des Ko­lo­ni­a­lis­mus und sichten Talente auf afrikanischen Dorfplätzen, die Taschen voller Glasperlen. Pickelgesichter fahren Maserati,…“

    Afrikanische Dorfplatzkicker werden mit Glasperlen geködert und ihren Dörfern entrissen, danach kriegen sie Millionen und Pickel und kaufen sich Sportwagen…

  5. Dank GameStop wissen wir jetzt, was man mit „Fußballvereinen“ noch so machen kann.
    Die Handball-WM war indes ein echter Hingucker.

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