Vergleichsweises

Wissenswert. Höchste Zeit, dass das endlich mal wer ausgerechnet hat.

Unverständlicherweise fehlt in dem Artikel die obligate Fußballplätze-Vergleichsrechnung: wieviele Fußballplätze ließen sich mit dem verkauften Klopapier bedecken?
(Antwort: 42.857 Fußballplätze*)

Der Fußballplatz ist, neben dem Saarland, bekanntlich das Referenzflächenmaß aller Dinge:

Wer sich unter 517 Fußballplätzen keine anschauliche Vorstellung zu machen weiß, gewinnt sie indessen ver­mittels alternativer Referenzmaßeinheiten:

*

(Queen Mary II. – gemeint ist wohl Queen Mary 2, um etwas näher bei der Sache zu bleiben.)

*

Mindestens ebenso wissenswert: hingegen ist das Saarland nicht so tief, aber fast dreimal so breit wie der Grand Canyon.
(Zum Vergleich, falls sich wer unter dem Saarland nix konkretes vorzustellen vermag: Der Grand Canyon ist mehr als doppelt so groß wie der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag.)

Unerhört wissenswert. Wieviele Berliner Fernsehtürme (Donautürme ad lib.) sich mit dem verkauften Klopapier komplett ein­wi­ckeln ließen, harrt übrigens noch der Berechnung.
────────────────────────
*) (Berechnungsmethode:
Klopapierrolle: 200 Blatt á 10 x 15 cm = 3 m²; Fußballplatz Fläche = 7.000 m²
100.000.000 Rollen á 10 cm Höhe “aneinandergereiht ergeben“ 10.000 km
Klopapier Gesamtfläche = 300.000.000 m² entspricht 42.857 Fußballplätze

17 Kommentare

  1. Die Strecke Wien – Los Angeles mit „bis über den Atlantik“ zu beschreiben ist auch, hm, eigenwillig. Lissabon – Boston ist auch „bis über den Atlantik“. Oder Conakry – Fortaleza. Wieviel ist das bitte in Klopapierrollen?

  2. Wenn man schon Flächen in Fußballfelder umrechnen muss, kann man das auch anschaulicher präsentieren. 517 Fußballfelder ist v.a. ziemlich groß, aber so richtig vorstellen kann sich da wohl kaum wer was. Man könnte stattdessen sagen: So groß wie 20 mal 26 Fußballfelder, da hat man eher eine Chance, sich die Ausdehnung vorzustellen, oder?

    1. @ gnaddrig »kann man das auch anschaulicher präsentieren«:

      »Jährlich stürzen von den Krimmler Wasserfällen 176.000.000 Kubikmeter Wasser
      hin­ab. Diese Wassermenge würde reichen, um den Zeller See komplett zu füllen.«

      Aber den Zeller See kennt ja nicht jeder. Um das anschaulicher zu präsentieren damit man sichs richtig vorstellen kann, könnte man stattdessen sagen: wieviele Bade­wan­nen sich mit der Wassermenge füllen ließen.

      1. Ja, zumal selbst Leute, die den Zeller See auf der Landkarte finden würden, wohl nicht wirklich wissen, wie tief der ist und welches Volumen er hat. Anders gesagt: Würde man den Zeller See mit Beton ausgießen und den Klotz dann umgekehrt irgendwo daneben auf die Wiese stellen, wüssten die wenigsten vorher, wie groß der Betonklotz dann tatsächlich wäre.

        Intuitiv dürfte man solche Veranschaulichungen eher nach der Fläche interpretieren, und das kann sehr irreführend sein. Der Große Bärensee in Kanada und der Baikalsee in Sibirien haben fast genau die gleiche Fläche, aber der Baikalsee hat etwa das zehnfache Volumen des Großen Bärensees. Badewannen sind da tatsächlich anschaulicher, oder vielleicht noch olympische Schwimmbecken oder sowas.

  3. Ein ziemlicher Schwachsinn, das mit dem Klopapier. Ich kauf mir lieber einen Hamster. Den kann ich, wenn’s hart auf hart kommt, immerhin noch braten… ;)

      1. Umgekehrt, wenn’s Essen alle ist, kann man aus dem Klopapier immer noch einen schönen Blattsalat zubereiten…

  4. In der Hamsterkaufmeldung oben fehlt vor allem, um welche Supermarktfiliale es sich dreht. Ich vermute mit allen verkauften Klopapierrollen des Landes könnte man den Erdball mehrfach einwickeln. (Ich will aber Christo die Idee nicht vorwegnehmen)

  5. Interessant wäre die über den Atlantik verlegte Klopapier – Brücke und ihr Nutzwert. Ich zumindest habe den weißen Stoff bisher immer anders verwendet. Auch der Saarland – Vergleich ist spannend: ich war schon dort. Kann mich, trotz wasserführender Flüsse, nicht an eine vergleichbare Vertiefung erinnern, weder so tief, noch so langgestreckt, ich frage mich wirklich, wie die die Weinberge an die Steilhänge und die Ackerflächen und alten Industrieanlagen runter in das Loch bringen wollen? Irgendwie beißen sich die Vergleiche. Vielleicht wäre es ratsamer, Äpfel an Birnen zu messen, da ist zumindest beides Obst, und wenn Mantsch rauskommt kann mans immer noch brennen!

  6. Man könnte mit solch geringem Aufwand tatsächlich 42.857 Fußballplätze zu weißen Flecken auf der Landkarte machen und dieser Seuche weltweit einen ziemlich heftigen Schlag versetzen ? Ja herrgottnochmal – wieso tut das denn niemand ? Find‘ ich beschissen…

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