Saisonales: Über das Motorradfahren im Winter

Nun hats bei uns gestern, akkurat wiederum am 3. Dezember, nachtsüber erstmals in der heurigen Sai­son tüchtig geschneit:

Jetzt schau mer halt zu, dass unsere alten Ladies bis morgen wieder herausapern, und an­schließend wird eventuell auch beizeiten deren pflegliche Einwinterung in Er­wä­gung zu zie­hen sein. Das Fahren ist bei den fürderhin* zu erwartenden Witterungsbe­din­gun­gen eh kein reines Vergnügen mehr, wie auch der geschätzte Kollege NeonWilderness bereits treff­lich feststellte.

Über das Motorradfahren im Winter:

    Dem Fahrer auf dem Motorrade
    dringt die Winterluft, die kalte,
    unbarmherzig ohne Gnade
    tief in jede Körperfalte,
    jede Ritze, jede Pore.
    Eisig pfeift der Wind im Ohre,
    steifgefroren sind die klammen
    Zeh’n und Finger, und zusammen-
    schrumpfen tut im Winter das
    Zipflein bis aufs Mindestmaß.
    Drum füllt der Fahrer mit Verstand
    zuletzt den Tank voll bis zum Rand,
    und nimmt die Batterie wie immer
    zur Winterszeit mit auf sein Zimmer,
    und tut nun, was er tuen muss:
    er geht (wer schlau ist, ahnt es schon)
    die nächsten Monate zu Fuß.
    Aus ist die Motorradsaison.

5 Kommentare

  1. Zumindest vom Sitz sollte vor Benutzung der Schnee gefegt werden, sonst schrumpft das Zipfelchen bei nasser Hose noch stärker, so es noch geht.
    Bloß gut, dass ich im Sommer vor vielen vielen vielen Jahren die Motorrad- und Autoführerscheinprüfung im zweiten Anlauf (Motorrad) bestanden habe.

  2. Die Moppedfahrer kennen gut
    was „Kälteschrumpf“ man nennen tut,
    wenn sie bei strenger Kälte draußen
    im Winter durch die Welten brausen,
    wie in Herrn Nömix’ Blogartikel:
    denn Kälte schlägt sich aufs Testikel,
    und zügig führen Minusgrade
    zur Kontraktion an der Gonade.

  3. ooh bei Schnee Motorrad fahren 🥶 das ist wirklich nur was für die ganz Harten. Ich bin nur 🤔 mittelhart. Unter 6° streichel ich dem Möpp in der Garage nur liebevoll den Tank und leg mich mit nem Buch auf die Couch.

  4. Eine K im Schnee
    wem tut das weh ?
    Is’ doch bloß auch ’ne beemwee…

    Motorrädern an tut man sowas nicht
    die Ladies kriegten sonst die Gicht
    im Gabellager vorn am Horn
    oder dem Gängeschaltersporn.
    Und geht die Lust mim Manne durch
    zu treiben sie durch Schnee und Eis
    vergiß’ o Treiber nicht am Schluß
    zu entsalzen sie, entfernen Reis
    und Split mim Hochdruckreiniger
    der ist ein scharfer Kärhärcher
    auf jener Tanke
    wohin ich mit der Fliege wanke.
    Die Kette geölt ist doch im Nu –
    und alles besser als Gummikuh, oder ;-?
    Denn ein Berserker aus bayrischem Bauernadel
    wird niemals klingen fein wie eine Stimmgabel

  5. „Recht geschiehts dem Vater dass mir die Finger frieren, weil er mir im Winter das Mop­ped­fah­ren erlaubt hat!“

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