5. September – Blödsinniges

rasen (Verb, intransitiv) = sich ([wie] in großer Eile) sehr schnell fortbewegen; mit hoher Geschwindigkeit [irgendwohin] fahren  (DUDEN)

Heute vor 50 Jahren verunglückte der Rennfahrer Jochen Rindt beim Training in Monza töd­lich. Schau mer mal, was dem Motorsport-Journalisten im SPIEGEL dazu einfällt:

Wie bitte, er »raste sich zu Tode«? – Was soll der Blödsinn? Rindt verunglückte, weil die vor­dere Bremswelle an seinem Auto brach, und es war bei keinem Rennen, sondern bei ei­ner Trainingsfahrt. Warum steht also dieser Blödsinn da, er habe »sich beim Rennen zu Tode ge­rast«? Denken die beim SPIEGEL eigentlich zuvor drüber nach, bevor die solchen Blödsinn hin­schreiben?

5 Kommentare

  1. Das hat mich auch sehr geärgert. Ich bin aus der Mainzer Gegend, wo Rindt geboren wurde. Seit Mitte der Siebziger bin ich F1-Zuschauer, zuerst Lauda-Fan. Rindt ist bis heute eine Legende. Der Lotus galt damals als schnellstes, aber auch gefährlichstes Fahrzeug. Rindt sagte, mit dem Wagen würde er Weltmeister oder sterben. Am Ende traf beides ein. Man kann diesen Mann nicht genug würdigen, aber der SPIEGEL ist halt ein Boulevardblättchen für Leute mit Abitur/Matura.

    1. Dass Motorjournalisten gern dazu neigen, in ihren Artikeln frei erfundenen Blödsinn zu extemporieren, ist bekannt:  ▶️ ▶️
      Mit ein bissel mehr journalistischer Sorgfalt aber ließe sich solcher Blödsinn wie etwa das »Rennen in Monza« ohneweiters vermeiden.

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