Sozialromantisches: “Bürgerpower“


(“Mass“nahmen? Rechtschreibfehler oder beabsichtigter Kalauer, weil sich die Maßnahmen auf die “breite Masse“ beziehen? Bürgerpower statt “Masskenpflicht“?)

»Das Coronavirus ist letztlich nur durch überzeugtes Mitmachen der Bürger zu stoppen, durch mehr Bürgerpower.«
    – postuliert der STANDARD-Kommentator, denn:
»Es fehlt nach wie vor an breiter, für alle leicht verständlicher Aufklärung, wie man sich vernünftig verhält, [..] Aufgabe der Politik wäre es, dies in positiver Form zu fördern, nicht nur zu drohen, zu warnen.«

“Eigenverantwortung, vernünftiges Verhalten, überzeugtes Mit­machen der Bürger“ anstelle Ver­ord­nun­gen und Strafandrohungen als probates Rezept zum Stoppen des Coronavirus – na, wenn das kein ori­­gi­­neller Einfall ist. Dass der bisher noch niemand eingefallen ist!

Würde das im STANDARD-Kommentar entworfene utopische “Bürgerpower“-Modell in der Wirklichkeit funk­tionieren, z.B. im Straßenverkehr: dann würden alle “durch überzeugtes Mitmachen“ brav die Verkehrsregeln einhalten, ohne Vorschriften, Verbote, Kon­trollen, Stra­fen. Wer’s glaubt ..

(Ob sich die sog. “Schwarmintelligenz“ tatsächlich mit “Schwarmvernunft“ gleichsetzen lässt oder es sich nicht vielmehr um eine sozialromantische Phantomvorstellung handelt – da­rü­ber scheiden sich bekanntlich die Geister.)
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(Symbolbild “Bürgerpower: Überzeugtes Mitmachen“)

2 Kommentare

  1. Wie sich die STANDARD-Utopie von der gedeihlichen “Bürgerpower durch überzeugtes Mit­ma­chen“ in der Realität mani­fes­tiert:
    “Faktencheck“-Faktencheck: Der VOLKSVERPETZER-Faktencheck berichtet über die Zahl der Teil­neh­mer an der Berli­ner Corona-Demo:

    »Schätzungen aufgrund diverser Fotos zeigen eine Ansammlung von circa einer Person auf vier Quadratmeter. Das würde bei der gesamten Fläche (angeblich 80.000 qm) ledig­lich maximal 20.000 Menschen ergeben. Entsprechend scheint die Schätzung der Polizei ziemlich realistisch zu sein.«

    Das ist freilich grober Unsinn: eine Person auf vier Qua­drat­me­tern würde ja bedeuten, dass zwischen sämtlichen (!) Personen jeweils ein Abstand von zwei Metern bestanden hätte. Aufgrund welcher (?) diverser Fotos jemand zu dieser “realistischen“ Ein­schät­zung gelangt sein will, ist völlig unerklärlich.

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