Silvester auf der Insel

Kollege Trithemius berichtet hier, wie er vor Jahren gemeinsam mit einer Gefährtin den Jahreswechsel im eiskalten Freien auf der Insel Helgoland erlebte, das rief meine Erinnerung hervor:
Vor etlichen Jahrzehnten schipperte ich mit meinem Mädchen auf dem letzten Vaporetto des Jahres nach Torcello, einer Insel in der Lagune von Venedig, wo wir die Silvesternacht unter freiem Himmel zubrachten indem wir selbstgebackene Cannabiskekse futterten, Spumante pichelten und uns anschließend zusammen in einen Daunenschlafsack zwängten, aneinandergeschmiegt wie Dosensardinen und warm wie Toastbrot. Am Neujahrsvormittag erwachten wir steif & unbeweglich – aber nicht vor Kälte, sondern weil unser Schlafsack von einer soliden Frostschicht ummantelt am Boden festgefroren war, kompakt wie ein Brettersarg. Der Neujahrstag war klar und sonnig, aber klirrend frostig. Später erfuhren wir, dass dazumals in jener Nacht, zum Jahreswechsel 1978/1979, die kälteste Win­ter­tem­pe­ratur seit 50 Jahren, nämlich seit 1929, in Venedig geherrscht hatte.
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Guten Rutsch! allen Kolleginnen & Kollegen.

6 Kommentare

  1. Als einer, der in besagter Silvesternacht dabei war, kann ich bestätigen, dass uns nömix hier nicht das Blaue vom Himmel erzählt, sondern dass es haargenauso war, wie er es beschreibt. Scheißkalt, aber wunderschön

    Alles Gute zum Jahreswechsel, lieber großer Bruder.

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