1. April


Aufsehenerregende Erfindung:
Gedankenenthüllung auf elektro-magnetischem Wege

Paris: Eine Erfindung, deren Tragweite in ihren Anwendungsmöglichkeiten noch nicht abzu­sehen ist, hat der Pariser Professor Anatole d’Aimelacque gemacht. Mittels eines höchst komplizierten Verfahrens wird erreicht, daß man die eben über die Schwelle des Bewußt­seins getretenen Gedanken eines Versuchsobjektes auf die Leinwand projizieren kann. Interessant ist, daß nach der Schärfe der Konzen­tration das Bild mehr oder weniger scharf auf der Leinwand erscheint. Im Bilde: Ein Laboratoriumsversuch bei Professor Anatole d’Aimelacque. Als Versuchsobjekt diente der junge Student Francois Reur, der im Augenblick des Versuchs an eine Fahrt ins Bois de Boulogne zu denken schien.
.(Wiener Bilder – Illustriertes Familienblatt, 1. April 1937)
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4 Kommentare

  1. Dachte ich mir doch, dass man die Gedanken eines jungen Mannes an sein Auto nur mit „höchst komplizierten“ Verfahren sichtbar machen kann. Was Professor Anatole d’Aimelacque aber zuvor zu sehen bekam, die vorherrschenden Gedanken, mussten leider aus Rücksicht auf Madame d’Aimelacque mit Hilfe eines noch komplizierteren Verfahrens zensiert werden.

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