11. Oktober: Optologisches

Heute, am zweiten Donnerstag im Oktober, ist übrigens der Welttag des Sehens.

(Deutsche Optikerzeitung)

.
Haben Sie gewusst: Gepiercte Ohren verbessern angeblich die Augenleistung.
(Umgekehrt funktionierts angeblich nicht so gut.)

31 Kommentare

  1. die augen sind wohl das organ
    mit dem allein man sehen kann
    so glaubte man ganz fest bis heute
    jedoch die klugen zeitungsleute
    von einer fachzeitschrift sogar
    die schreiben das ist gar nicht wahr
    nun sitz ich hier und knoble dran
    womit man sonst noch sehen kann

  2. Ah! Jetzt verstehe ich endlich, was ein guter Freund meinte, als er mit Blick auf den neuen Plasmafernseher meinte: „Das Auge guckt ja schließlich mit!“

  3. Im Ernst: irgendwann wird man keine Augen brauchen, um sehen zu können. Die optischen Reize werden direkt elektrisch an die Nervenbahnen angeschlossen. Als Prothese für Blinde. Bei den Ohren funktioniert das schon ganz gut.
    Damit will ich keinesfalls den Journalisten verteidigen. Der Satz selbst ist blöd genug. Aber als Denkanregung auch wieder ganz effizient.

  4. Die Augen sind für’s Sehen wichtig,
    das ist, muß man gestehen, richtig.
    Doch unentbehrlich auch für’s Weinen:
    das ging‘ sonst schwerlich, will mir scheinen.

  5. Der Mann vom Fachblatt sollte wissen,
    dass sein Artikel wird zerrissen,
    wenn er solchen Blödsinn schreibt,
    der Nömix nicht verborgen bleibt.

    Ein Hühneraug‘ sieht man nicht an
    gemeinhin als ein Sehorgan.
    Das blinde Huhn, wenn’s fand ein Korn,
    liest den Artikel ohne Zorn.

  6. kannst du ein hühnerauge seh´n
    dann ist das nicht besonders schön
    doch kann das hühnerauge seh´n
    wär das doch ungeheuer schön

    ich würde nur noch barfuss geh´n
    um somit ganz genau zu seh´n
    was damen unter´m rocke tragen
    besonders an ganz heissen tagen

  7. Sie woll’n, soll man Sie recht versteh’n,
    die Damen mit dem Fuß bespäh’n?
    Dies hieße dann im Umkehrschluß:
    Tritt Sie die Dame auf den Fuß,
    hätt‘ dies den nämlichen Effekt
    als wenn sie Sie aufs Auge schlägt.

  8. sie haben das ganz recht erkannt
    es wär´nicht wirklich amüsant
    wenn damen auf den zeh dir latschen
    du darfst sie nicht dafür abwatschen
    da hilft dir nur anstatt kamille
    ´ne hühneraugen – tretschutzbrille

  9. Das Hühneraug‘ zum Schlüpfer schielt,
    und würde gerne wissen,
    ob das, was es für’n Gelbstich hielt
    vielleicht doch kommt vom urinieren.

    Die Lust des Hühneraugenmanns
    jedoch, die geht schnell flöten,
    bei einem solchen Anblick kanns
    jeglich Libido töten.

    Daher frag ich mich ungefähr,
    ob es sich wirklich lohne,
    zu tragen keine Socken mehr
    und wandeln, so ganz ohne.

    1. Nicht generell, Herr nömix!

      Bisweilen nämlich seh
      ich auch ein Auge nach dem T
      und vor dem Nichts!
      Und einmal, ohne Schmäh,
      ich glaub, das war in Brüssel,
      sah ich ein Aug hinter dem S,
      mit hinten dran ‘nem Rüssel.
      Und ebendort auch sah ich, glaub’s
      mir oder nicht, ein Auge vor dem r,
      gleich hinter Staubs.
      Auch im Verkehr
      gibt‘s hinter S und t manchmal ein Aug.
      (Stets gefolgt von Eva.) Viele Grüße, sehr
      geehrter nömix.

  10. Strenggenommen handelt es sich beim eigentlichen Organ um einen Teil des Gehirns, der sich vehikelnd der Augapfeltechnik bedient. Man könnte von einer sich gegenseitig bedingenden Vervollständigung sprechen, sofern alle Komponenten funktionieren, aber letzten Endes sitzt der Motor innerhalb des Schädels. Es ist wie in der Liebe.

  11. Da kann ich endlich mal eine kuriose Geschichte los werden:

    In der Kneipe behauptet ein Mann, er könne in sein Auge beißen. Die Umstehenden mögen das nicht glauben. Also wetten sie ein Bier. Da nimmt der Mann sein Gebiss heraus und beißt damit in sein Auge. Nachdem er das Bier bekommen hat, sagt er, er könne auch in sein anderes Auge beißen. Wieder wetten sie um ein Bier. Da nimmt er sein Glasauge raus und beißt rein.

  12. Eine lustige Geschichte, lieber Kollege, es scheint sich um eine Wandersage mit frühem Ursprung zu handeln. In den 60er-Jahren wurde sie etwa auch von den kongenialen Doppel-Conférenciers Farkas & Waldbrunn in einem Kabarett-Sketch verwendet, nämlich in einer erweiterten Fassung, sinngemäß etwa:

    Der Gscheite (Farkas) wettet mit dem Blöden (Waldbrunn) um 500 Schilling, er könne sich ins Auge beißen: nimmt sein Glasauge raus, beißt rein und hat gewonnen. Er wettet ein zweitesmal, er könne sich auch ins andere Auge beißen. Der Blöde überlegt: der Gscheite könne ja wohl kaum zwei Glasaugen haben, und wettet 500 Schilling dagegen. Aber der Gscheite nimmt sein Gebiss raus und beißt sich damit ins andere Auge, wieder gewonnen. Zum Schluss bietet er dem Blöden eine dritte Wette an: er könne ihm eine Ohrfeige schmieren, ohne dass es ihm wehtut. Weil der Blöde aber schon 1.000 Schilling verloren hat, will er beim drittenmal nimmer soviel riskieren, also wetten sie nur mehr um 1 Schilling. Der Gscheite schmiert dem Blöden eine Ohrfeige, dass es nur so scheppert, und der Blöde reibt sich vor Schmerzen die Wange und ruft triumphierend: “Ha! Das hat sakrisch wehgetan, du hast die Wette verloren!“
    Und der Gscheite sagt: “Na gut, hast gewonnen.“
    Und gibt dem Blöden 1 Schilling.

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