5. Oktober

Heute am 1. Freitag im Okober ist der internationale Tag des Lächelns, erfunden wurde der 1999 von Harvey Ball, dem Erfinder des Grinse-Smileys.

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Sollte sich der Leser solcherlei trief (sic)sinniger Tagesparolen tatsächlich angehalten sehen, tagsüber 400 Mal grundlos grienend wie ein Schwachsinniger herumzulaufen, bloß weil irgendein Heini den zum Tag des Lächelns ausgerufen hat? Diverse dumpfsinnige Devisen und Un-Sinnsprüchlein gibts freilich zuhauf, z. B.:

– Kein wahres Wunder freilich, wenn Sie der unerbeten Beschenkte draufhin zur Rede stellt: »Was gibts da dumm zum grinsen?« Oder:

– Und wenn derjenige zwar kein Lächeln, aber etwa eine Lungenkrankheit hat und grad seinen Tag des Hechelns oder Tag des Röchelns, dann will der deins garantiert nicht geschenkt kriegen.

    »Im scheinbar // grundlosen Lächeln // offenbart sich // die Natur der Seele.«
    .(Hans Kruppa)

Was auch immer das bedeuten soll.
(Was sich im scheinbar grundlosen Verteilen paarweiser Schrägstriche zwischen den Wör­tern offenbaren soll, erschließt sich dem Rezipienten dieser Kalenderweisheit nicht.)

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(Auch Kollege gnaddrig gnaddert hier über “bräsige Gutgemeintheiten“ zum heutigen Ta­ges­motto.)

9 Kommentare

  1. Es lächelten Kuh, Geiss und Schimmel,
    es lächelte der trübe Himmel,
    es lächelten Mann, Frau und Kind,
    weil Lächeltage dazu sind…

  2. Viele Selfie-Kameras von Smartphones können ja schon Gesichter und Lächeln erkennen. Da müsste doch nur jemand eine App schreiben, die mitzählt, wie oft der Träger lächelt (vielleicht wäre das eine sinnvolle Zweitverwendung der bis vor kurzem mächtig gehypten, jetzt aber irgendwie still und heimlich aus der Öffentlichkeit verschwundenen Datenbrillen – bevor man die teuren Dinger wegschmeißt). Die App würde die erhobenen Daten dann ständig mit dem nach Geschlecht, Alter und sonstigen Parametern bestimmten nationalen Durchschnitt abgleichen und ggf. zum Lächeln auffordern, u.U. besondere Situationen oder Aktivitäten vorschlagen, die Anlass und Gelegenheit zum Lächeln bieten, den Tag mit einer Art Manöverkritik beenden und den nächsten Tag mit einer Motivationsandacht beginnen. Und wer nach einer Woche noch nicht entweder verrückt geworden ist oder das Handy in die Kanalisation gespült hat, verdient es nicht besser…

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