28. September – Lehrmeisterliches

Heute ist, der Überlieferung nach, der Geburtstag von Konfuzius (551-479 v. Chr.)

Der Weg ist das Ziel, erklärte Lehrmeister Konfuzius, aber das ist natürlich Unsinn: Das Ziel ist das Ziel, doch der Weg ist im Weg.

20 Kommentare

  1. sorget euch nicht um weg und ziel, denn manchmal ist der Weg auch weg und das ziel ist nicht erkennbar …
    aber es steht geschrieben :
    Hiob, Kapitel 28
    23 Gott weiß den Weg dazu und kennt ihre Stätte.
    24 Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.
    26 da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg
    28 und sprach zu den Menschen: Siehe, die Furcht des HERRN, das ist Weisheit; und meiden das Böse, das ist Verstand.
    fürchte also den herrn und tue gutes, so musst du weder um den weg noch um das ziel dir je gedanken machen … ;-)

  2. »Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.«
    Lao-tse, chinesischer Philosoph (aufgelesen bei Kollegin Quer)

    Wie lange Meister Lao-tse darüber philosophieren musste, bevor ihm diese tief­schür­fen­de Weis­heit einfiel, ist nicht überliefert. (Vermutlich mindestens so lange wie über »Wer keinen Hut hat, kann auch keinen aufsetzen.«, oder »Wer keinen Regenschirm dabeihat, kann ihn auch nirgends vergessen.« usw.)

  3. Steigt einer ins Taxi: „Fahren Sie mich bitte zum xy-Weg.“ Q.e.d: Der Weg ist das Ziel.

    Wenn Konfuzius also offensichtlich recht hat, muss man schließen, dass Jesus das Ziel ist, denn der soll ja gesagt haben, er sei der Weg, die Wahrheit und das Leben. Daraus würde aber dann folgen, dass alle Weg-Ziele (Ziel-Wege?) von Taxifahrten Jesus sind bzw. Jesus das Ziel aller dieser Taxifahrten. Das wiederum erscheint wenig plausibel, weshalb ich zu der Meinung tendiere, dass Konfuzius vielleicht doch nicht recht hatte und Taxifahrten mit Zielen nach dem Muster *-Weg unmöglich sind.

    1. @ gnaddrig “[Jesus] soll ja gesagt haben, er sei der Weg“:

      Ach, Sie meinen wohl (Lk 24,51): »Und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und sagte: “Ich bin dann mal weg“.«

  4. Apropos Zielgenauigkeit:

    „Einmal einfach nach Waidhofen bitte.“
    „Waidhofen an der Ybbs oder Waidhofen an der Thaya?“
    „Egal. Es holt mich eh der Onkel vom Bahnhof ab.“

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