4. September

Heute vor 69 Jahren wurde in Berlin-Charlottenburg erstmals eine gar abscheuliche Greueltat aktenkundig, die seitdem zahllose Nachahmungstäter fand: das grausame Ersäufen einer guten deutschen Wurst in gezuckerter Tomatensoße.

Eine barbarische kulinarische Freveltat – man möchte meinen, die arme un­schuldige Wurst um Erbarmen flehen zu hören.

36 Kommentare

  1. „allerwertester“ herr nömix ,
    sie laufen gefahr, sich zum bestgehasstesten mann der berliner zu machen. der glühenden verehrer dieser ungenannten speise hat es hier legion …
    obgleich … viel feind – viel ehr …
    … ;-) …

  2. was bitteschön erwarten sie?
    ein volk , das schweinshaxn kocht!!! zum rindsbraten rosinen dazu schmeißt, faschierte bällchen mit rahmsauce serviert, den kühlschrank ausforstet alles zusammen mischt und dem ganzen dann den namen „gaisburger marsch“ gibt,
    heringe mit roten rüben abmanscht, zur blunzn apfelmus gibt und zum apfelstrudel bevorzugt vanillesauce ißt, da erschreckt mich so eine wurst jetzt nicht mehr wirklich.

    merke, gut fußballspielen allein verhindert nicht daß über einen der kopf geschüttelt wird :-)

  3. sie, frau doktor?
    spielens ihnen nicht.
    wie sie vielleicht wissen gibt es genau drei berufsgruppen die einem das leben versauen können, richter, journalisten und köche. alle drei können einem trefflich in die lebenssuppe spucken. zur letzteren gruppe gehöre ich :-)

  4. Ja, der berüchtigte Rheinische Sauerbraten, eine Schande um das schöne Stück Rindfleisch. Meine Tante aus dem Rheinland macht die Sauce mit Rosinen, zerkrümelten Leibniz-Keks und Kandisin, man meint das arme Rind müsse noch aus dem Kochtopf um Mitleid schreien.

    1. In Ö-Reich heißt das, glaube ich, Gebeizter Rinderbraten. Überdies ist ein echter Rheinischer Sauerbraten vum Pääd und in die Sauce kommen außer Rosinen nie und nimmer Leibnitz-Keks, sondern zerbröselte Aachener Kräuterprinten hinein. Das ist zugegebenermaßen Geschmackssache, aber es gibt massig indische Curries, die nicht viel subtiler bzw. mindestens genau so exotisch gewürzt sind.

  5. Zugegeben, Sauerbraten mag ich auch nicht, obwohl ich eine gebürtige Rheinländerin bin. Und, Herr Profiler, über einen Doktortitel verfüge ich nicht, nicht mal über einen plagiierten. Dafür esse ich gerne gut, und Ihr Lokal steht auf meiner Vormerkliste, sollte ich einmal ins Waldviertel kommen. Dann löffele ich gerne eine von Ihnen eingebrockte Suppe aus! :-)

  6. Dieses Rezept scheint uralt und katholischen Ursprungs zu sein.
    Die Freude der Katholen über den würzigen Geschmack wird stets mit einem fröhlichen „Cürryoleison“ besungen.

    ´Luja sog I…

  7. Wie schon die alten Lateiner sagten: „Curryculum vitae“ – d.h. auf deutsch: „Ein Leben ohne Currywurst ist möglich, aber sinnlos…“

  8. Auf die Gefahr, mich unbeliebt zu machen:
    1. – Ich hasse Fast Food der US-Burgerketten.
    2. – Pommes? Ja, bitte mit Mayo.
    3. – Die Krönung: Pommes mit Mayo und Currywurst

    (Ich geh dann jetzt mal. Mir ist gerade so nach selbst gemachter Currysoße mit zugekaufter Wurst …)

  9. Was nur wenige wissen: Die Currywurst ist eine verspätete und geschmacklich durchaus umstrittene Hommage an die polnisch-französische Nobelpreisträgerin Marie Curry.

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