22. Juli

Heute vor 77 Jahren wurde Vaughn Bodé (1941-1975) geboren, seine innovativen Cartoons waren in den 70er-Jahren Kult und beeinflussten zahllose Comics-Zeichner bis heute.
Bodé genoss in der amerikanischen Campus-Szene den Status eines Popstars, er trat als selbst­ernannter Cartoon-Guru in messianischen Gewändern und Posen auf. Seine psy­che­de­li­schen Dia-Shows (“Cartoon Concerts“), in denen er seine bizarren phan­tas­tischen Reptilien­-Universen – bevölkert von militanten, sexistischen Eid­ech­sen-Mu­tan­ten und lüsternen Kind­chen­schema-Bräuten – zum Leben erweckte, gerieten zu spektakulären Happe­nings.
So unkonventionell wie Bodés kurzes Leben & Schaffen war auch sein Ende: angetan mit der Unterwäsche seiner Ex-Frau, einen Plastikmüllsack über den Kopf gestülpt, strangulierte er sich selbst mit einer Hundeleine im Kleiderschrank. Auf seinem Zeichentisch lag sein letzter, unvollendeter Cartoon – zwei kopulierende Planeten unter einer Sprechblase mit dem Text:

“Holy Shit!“

.
2006 wurde Vaughn Bodé in die Comic Arts Hall of Fame aufgenommen.

6 Kommentare

  1. Da stellt sich die Frage, was macht der Mann mit einer Hundeleine im Kleiderschrank ? Die Kinder anleinen? Oder gar sein recht üppiges Weib?

    Scheiße werde ich ab sofort mit erfurchtsvollem Blick umgehen!

  2. Weiß doch jedes Kind ausm Krimi: Luftverknappung steigert die Lust. Geht halt schief, wenn man es übertreibt.

  3. Und von David Carradine.

    „Vaughn Bode died on July 18,1975 in San Francisco in a mystic experiment gone wrong.“ ist übrigens eine äußerst diplomatische Formulierung.

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