8. Juni

Heute vor 100 Jahren wurde der Wiener Schauspieler, Kabarettist und Drehbuchautor Gunther Philipp (1918-2003) geboren. Viele Jahrzehnte lang kasperte er in seiner populären Para­de­rolle als Ohrenwachler & Knallcharge vom Dienst durch unzählige Klamaukfilme.
Nicht jeder weiß, dass Dr. med. Gunther Placheta (sein richtiger Name) neben seiner Kar­ri­e­re als Filmkasper einer der erfolgreichsten österreichischen Leistungs- und Motor­sportler, so­wie promovierter Facharzt für Neurologie und Psychiatrie war.

Gunther Philipp war beruflich eben­so wie privat
ein unermüdlicher Schmähreisser, er sagte z.B.:

»Mit Ohrenschmerzen geh ich zum Ohrtopäden,
mit Genickschmerzen zum Genickologen,
und wenn mir die Därm’ wehtun zum Därmatologen.«

15 Kommentare

  1. Ja, schwer vorstellbar dass der Quatsch seinerzeit ein echter Publikumsschlager war. Philipp & Peter Alexander, das waren regelrechte Blockbuster damals ;)

  2. Es war noch einfacher damals, humorvoll zu sein, weil die Welt an und für sich war ja ziemlich steif und unlustig.

    Super! dieser Ausschnitt, hat meinen Tag etwas aufgeheitert. Danke schön, lieber Herr Nömix! (und das ist nicht ironisch gemeint!) :-D

  3. man wird alt wie ´ne kuh und lernt immernoch dazu.
    dass es – aus meiner sicht – damals keinen film aus österreich gab, in dem er NICHT mitspielte, bekam man auch in der ddr mit. für mich hatte er so etwas von einem vorzeige – ösi … etwa – die sache ist hoffnungslos aber nicht ernst …
    ich mochte ihn und ich mag ihn; jetzt vielleicht noch etwas mehr, da ich gelernt habe, dass er wirklich „etwas auf der kirsche hatte“. danke also für die neu gewonnenen erkenntnisse.

  4. Da muss ich dem Herrn Nömix ein wenig widersprechen, denn man muss den Erfolg dieser Filme im Kontext mit der Zeit sehen, in der sie gedreht worden sind. Die Generation, die diese Filme sehen wollte, hatte selber meist soviel Furchtbares erlebt, dass sie einfach immer wieder mal eine oder zwei Stunden unbeschwerte Unterhaltung brauchte. Und ich selber schätze an diesen Filmen, dass sie tatsächlich Familienunterhaltung im besten Sinn des Wortes waren/sind, weil darin weder Obszönitäten noch schlechte Manieren noch derbe Dialoge Platz hatten.

    Und mir tut jedesmal das Herz weh, wenn ich an den Rosenhügel-Studios vorbeifahre.

    Für alle Nichtösterreicher:
    http://www.filmstadt-wien.com/

  5. Oh ja! Rauf-runter wackeln ist ja grundsätzlich einfach. Auch einseitig. Derzeit arbeite ich allerdings daran, die Ohren nach vorne zu klappen….

  6. Ah! Graf Bobby. Dankeschön. Jetzt weißick ooch Bescheid.

    Yepp, fand ich als Kind auch urkomisch. Genauso wie Louis de Funès und – oh weh – Otto…. Wobei mein Humor in kleinster Form anspruchsvoller geworden wäre, kann ich über die nimmer lachen, dafür über Helge…

    Helge Schneider – de la Torso al campo testo:


    Frei nach dem Motto: „Sag mir, worüber du lachst und ich sag dir, wer du bist.“ Hm.

  7. Das wäre eine tolle Begabung und würde auch den Friseur freuen,
    weil er dann nicht mehr mit einer Hand das Ohr nach vorn klappen und mit der anderen Hand die Konturen dahinter schneiden müsste.
    Viel Erfolg beim Üben.

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