7. Juni

Heute vor 73 Jahren kam der kleine Herr Wolfgang Sch. zur Welt, eine der widerwär­tigsten und ungustiösesten politischen Figuren der Zweiten Republik: jener Politiker nämlich, wel­cher – ganz & gar von egomanischer Machtbesessenheit umgetrieben – keinerlei Hem­mun­gen zeigte, das Wählervolk ungeniert hinters Licht zu führen und sein Heimatland der in­­ter­­na­­ti­o­na­len Ächtung preiszugeben. Und damit das Ansehen Österreichs im Rest der Welt nach­­hal­tig zu beschädigen.

    (SPIEGEL 43/08)

Durch das hinterlistige taktische Manöver einer Zweckallianz mit einer Gruppierung po­li­ti­scher Mantafahrer und Rechtsüberholer gelangte Herr Sch. an die Spitze der öster­rei­chi­schen Bundesregierung, obwohl ihn drei Viertel aller Wähler gar nicht dort haben wollten. Eine Machtposition, an die er sich sieben Jahre lang hartnäckig anklammerte, was jegliche konstruktive Regierungsarbeit während der Dauer seiner Amtszeit faktisch lahm­legte.

Hat der tatsächlich gesagt. Jaja, der kleine Herr Sch. und seine Neigung zur Wahrheit –
bekanntlich ein spezielles Kapitel.

13 Kommentare

  1. Grundsätzlich ist es ja politisch unkorrekt, sich über physische Defizite wie z.B. küm­mer­li­che Körpergröße lustig zu machen – aber dazu kommt ja noch die unerhörte auf­ge­bla­sene Selbstgefälligkeit dieser egomanischen Kleinwüchslinge (wie besagter Herr Sch., oder etwa ein Herr M. – quasi dessen noch läppischeres Abziehbild). Erinnern mich immer an diese Typen, die schon seinerzeit beim Schulsport keiner in der Mannschaft haben wollte und die deswegen immer übrig blieben und den Schiedsrichter spielen mussten. Und sich selber aber des­wegen für besonders wichtig hielten.

  2. Da habe ich doch glatt den Miniführergeburtstag vergessen .
    LOL
    „Macht war mir nie sehr wichtig.“
    Sagt ein Herr der als Interimsinnenminister an seinem letzten Arbeitstag (zwischen Liese Prokop und Herrn Platter) gar nicht mehr aus der Herrengasse weg wollte.

  3. Anlässlich des 70. Geburtstags jenes Herrn, welcher sich aus persönlicher Machtgeil­heit über jeglichen politischen Anstand, Aufrichtigkeit und Redlichkeit hinwegsetzte und der öster­rei­chischen Nation nimmer gutzumachenden Schaden zufügte, schreibt Karl Hohenlohe (dessen humorige & kluge Kolumnen ansonsten durchaus zu schätzen sind) heute im KURIER den unerhört dummen Satz:

    Nix für ungut, Herr Hohenlohe –.aber der Satz ist so dumm, dass man glatt Kopfweh davon kriegen könnte ..

  4. »Wenn die Sonne der politischen Kultur tief genug gesunken ist,
    werfen auch Zwerge lange Schatten.«  (nach Karl Kraus)

  5. Napoleon war immerhin eine historisch bedeutsame Persönlichkeit. Dieser Schüssel dagegen lediglich eine -zugegeben unappetitliche- politische Randfigur.

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