12. Jänner

Heute vor 139 Jahren wurde Ray Harroun geboren, der Erfinder des Rückspiegels am Auto­mo­bil. Seine revolutionäre Erfindung ersetzte den zuvor notwendigerweise mitge­führten Bei­fahrer (= Schmiermaxe), welchem unterwegs die Aufgabe oblag, den Automobilisten über das Verkehrsgeschehen hinter ihm in Kenntnis zu setzen.


»Ein Auto ohne Autofahrer ist immer noch ein Auto,
 aber ein Autofahrer ohne Auto ist nur ein Mensch.«
(nach Stanisław Jerzy Lec)

9 Kommentare

  1. Ein irres Foto und ein mir bislang völlig unbekanntes Wort. „Schmiermaxe“ ließ mich nachschauen, was Schmiere bedeutet, eher geläufig als „Schmiere stehen“ (Wache halten): „Schmiere“ in dieser Redensart geht auf hebräisch schimra (Wache) zurück und ist im 18. Jahrhundert über die Gaunersprache ins Deutsche gekommen. (Nachweis; Redensarten Index)

  2. Auf der von Ihnen verlinkten Redensarten-Seite hat sich allerdings ein Tipp­fehler ein­ge­schlichen: “schimra“ – richtig heißt das aus dem hebräischen übers rotwelsche her­stam­men­de Ursprungswort sch’mira (= Wache, Bewachung). Im Wienerischen etwa ist die Schmier’ ein umgangssprachlicher Ausdruck für Polizei, Polizeiwache. Der Schmiermaxe hingegen ist der Mechaniker, der in den Anfangszeiten des Auto­mobilsports grund­sätz­lich als Beifahrer im Automobil mitgeführt wurde, um während der Fahrt ambulante Schmier­dienste an Lagern & Gelenken durchzuführen. (Die Beifahrer bei Motorrad-Bei­wa­gen­rennen wer­den auch heutzutags noch Schmiermaxe genannt.)

  3. Leider muss ich an der Richtigkeit Ihres Zitates über Autos und Autofahrer Zweifel anmelden. Immer wieder lesen wir in Schweizer Zeitungen, dass Autos bei Unfällen Totalschaden erlitten haben. Zum Beispiel hier, vor wenigen Tagen. Man muss daraus schliessen, dass Autos leidensfähige Kreaturen sind – also möglicherweise Menschen.

    Sehr gefreut hat mich jedoch die Diskussion über das Wort „Schmier“ – in den 80-er Jahren – während der grossen Jugendunruhen in Zürich, Bern und Basel, hiess die Polizei auch hier „d’Schmier“. Das hatten diese unbotmässigen Jugendlichen wohl aus Wien importiert.

  4. Der Spruch: Ein Auto ohne Autofahrer ist immer noch ein Auto, 
    aber ein Autofahrer ohne Auto ist nur ein Mensch.«
    hat mich eben spontan an einen Spruch von Albert Schweitzer erinnert, obwohl die beiden gar nichts miteinander zu tun haben.

    [zitat]Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.[/zitat]

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