Knalljournaillistisches

Zuweilen fragt man sich ernsthaft, ob dieser Knalljournaille von Österreichs auf­la­gen­zweit­stärkster Verschenkdreckspostille tatsächlich wer ins Gehirn geschissen hat. Bei einem Bun­des­heer-Übungsmarsch in Horn starb ein Rekrut an Überhitzung, und den Bericht darüber übertiteln die mit:

3 Kommentare

  1. Ja, das ist eine dieser Schlagzeilen, angesichts derer einem jeglicher ironische Kommentar im Hals stecken bleibt. Die einen einfach nur sprach- und fassungslos machen, weil sie sich nicht mehr schlicht durch den Drang zur Auflagenmaximierung (respektive skrupellose Geldgier) der Zeitungsmacher erklären lassen. Die Wortwahl zeugt von derartiger Dummheit, Gewissenlosigkeit und politisch- historischer Ahnungslosigkeit der verantwortlichen Redakteure, dass man sich nur noch an den Kopf greifen kann.
    Und wenn man nun bedenkt, dass mittlerweile angeblich mehr als 50% der fünfzehn- bis fünfunddreißigjährigen Wiener als Zeitung ausschließlich „Heute“ und „Österreich“ lesen, braucht man sich nicht wundern, dass unsere Welt so ist, wie sie ist. Also so wie immer, nur schlimmer.

  2. Eben dieses Befremden befiel mich bei dem Bericht auf tagesschau.de über den Tod des Holocaust-Überlebenden Israel Kristal, der mit 113 Jahren starb; da betitelt der erste Kommentator seinen Kommentar mit: „Auschwitz stählt.“

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