Sonderbericht (I): Verblüffendes

„Indianische Wunderdiät“ oder „Der Schmu des Manitu“?

Was »Reporterin Esther Fischer« (neben­be­ruflich auch als Stockphoto-Model tätig*) für ihren genauestens re­cher­­chier­ten Son­der­be­richt verblüffendes he­raus­ge­fun­den hat:

»Dieses Mittel basiert auf einer alten, indianischen Formel [..] mit den Inhaltsstoffen Sine­trol, grünem Kaffeebohnenextrakt, Acai-Ex­trakt, weißer Tee Extrakt, Guarana Extrakt und Ribo­fla­vin [..] In früheren Jahren nutzten schon die indianischen Ureinwohner Amerikas diese „Wundermittel“ der Natur, [..] Dem Her­steller ist es gelungen durch viele Be­mü­hun­gen und Überredungskunst von einem mitt­ler­wei­le 94jährigen Medizinmann der Oglala-Sioux, aus dem Reservat Pine Ridge in South Dakota diese seit Urzeiten bestens gehütete Rezeptur zu bekommen.«

Das Ergebnis verblüfft in der Tat:
Während Riboflavin von den Oglala-Sioux in alten, indianischen Formeln schlicht Vitamin B ge­nannt wurde, handelt es sich bei Sinetrol um ein Zitrusfruchtextrakt aus Grapefruits und Oran­gen. Dass in früheren Jahren schon die indianischen Ureinwohner Amerikas diese „Wun­­dermittel“ der Natur für ihre seit Urzeiten bestens gehütete Rezeptur nutzten, ist in­so­fern verblüffend, als Zitrus­früch­te eben­so wie Kaffeebohnen und weißer Tee bekanntlich aus Asien bzw. Afrika stammen und es in Ame­ri­ka in früheren Jahren noch gar nicht gab.
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*) (Indianer-Märchentante Esther Fischer wirkt überdies auch als Gas-Wasser-Heizung-Tes­ti­mo­nial sowie als Teppich-Reinigungsfee.)
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(zum Thema “Sonderbericht“ siehe auch: »Metamorphotisches«)

18 Kommentare

  1. SONDERBERICHT:
    Reporterin Esther Fischer: „Ich traf Erika Mustermann und Elvis Presley beim Heilfasten mit placeboSLIMeffect in Bielefeld!“

  2. Aber die Urweinwohner Amerikas kamen doch aus Asien, die haben die Wundermittel damals sicher mitgebracht. Immerhin ist der Artikel doch „genauestens recherchiert“, da muss das doch stimmen!

    (Kaffee, wenn ich das kurz nebenbei erbsenzählen darf, stammt aus Afrika, aber das tut die Menschheit ja auch. Von daher werden sie das gute Zeug schon beim Verlassen des Schwarzen Kontinents dabeigehabt haben.)

  3. Reporterin Esther Mustermann verblüfft alle: durch viele Bemühungen und Überredungskunst ist es ihr gelungen von Winnetou, Pocahontas und Lederstrumpf die seit Urzeiten bestens gehütete Rezeptur für Leberkäs Hawaii zu bekommen.

  4. Wendlifiziert: das Beweisfoto!
    Der Hersteller (2. v. re.) bekommt durch viele Bemühungen und Über­re­dungs­kunst vom Medizinmann der Oglala-Sioux (re.) die seit Urzeiten bestens gehütete Rezeptur:


    (für Stammeskollegin Falkin ; )

  5. was für eine Sauerei diese Werbung! Und Apothekenb sind sich wirklich nicht zu blöde, das Gelumpe zu verkaufen? Und bei solchen Gewinn-Maximierern soll ich mich beraten lassen („Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“)? Lächerlich!

  6. Ja klar.

    Als die Urmenschen Afrika verließen hatten die einen Coffe To Go in der Hand.

    Können wir nicht wissen. Die Pappbecher sind längst kompostiert. :-)

  7. Wie krass ist das denn – gehts noch dummdreister?
    – „Unsere Redakteurin Esther Fischer, Spezialistin für Wellness- und Diätprodukte, Sanitäranlagen und Teppichreinigung“ –

  8. Wirkliche Heilstoffe sollen aus den Pflanzen des Amazonas gewonnen werden können. Habe z.B. zur Stachelannone recherchiert, ganz interessant, welche Ergebnisse man da findet.

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