29. Februar – Das Geheimnis

Österreichs auflagenzweitstärkste Gratis-Volksinformationspostille verrät exklusiv:

STERREICH)

.
(Was mit dem Blödsinn von der »sich drehenden« Erde vermutlich gemeint sein soll: siehe ►)

9 Kommentare

  1. Ich lese da einen leicht vorwurfsvollen Ton heraus, indem unserer Erde attestiert wird, sie drehe sich zu langsam. Kann das sein?
    Und überhaupt, wieso steht die eigentliche Sensation, nämlich das Geheimnis des 29. Februar unter dem alles auflösenden Vorwurf? Das ist doch verkehrt herum! Zuerst das Geheimnis und dann die Auflösung müsste es doch richtig heißen!
    Wenn auf mir so dämliche Personen säßen, ich würde auch versuchen sie zur Weißglut zu bringen, indem ich mich langsamer drehen würde, als sie anzunehmen gedenken.

  2. Ein Jahr vergeht auf Erden meist
    derweil sie um die Sonne kreist,
    so glaubte man seit altersher.
    Indes der Zeitungsredakteur
    uns eines besseren belehrt,
    indem er uns stattdem erklärt:

    Daß sie nicht kreist, sondern sich dreht
    derweil ein einz’ger Tag vergeht,
    wie er uns exklusiv verrät
    und heute in der Zeitung steht.

    Daß dieses ein Geheimnis ist,
    das weiß nur, wer die Zeitung liest.
    Denn merket, ahnungslose Leser:
    der Redakteur, der weiß es besser!

  3. Dass Österreich und Heute entsprechend dumme Journalisten beschäftigen, kann man sich vorstellen. Doch der Standard ist mittlerweile nicht mehr besser.
    Ich schreibe das jetzt ohne ein Beispiel, weil ich mittlerweile kein Interesse mehr habe, dort zu lesen.
    Gegen Österreich und Heute kann man sich ja kaum wehren, wenn sie nett gratis beim Einstieg der U-Bahn angeboten werden. Wenn sich schon die Erde zu langsam dreht, kann ich als Fußgänger ja kaum schnell genug an den Zeitungsständern vorbeigehen.

  4. Heinz Marecek sagte gestern in ORF III: »Früher haben sich die Leute an das Niveau der Zeitungen angepasst, heute passen sich die Zeitungen an das Niveau der Leute an.«

    Den direkten Vergleich der von Ihnen genannten Verschenkblatt-Re­tar­die­rer mit dem Standard halte ich allerdings für bissel überzogen. Obwohl mittlerweile, da haben Sie leider recht, in besagter »Zeitung für Leser« das Leseinteresse gelegentlich eben­falls heftig strapaziert wird (etwa mit diesem Paradestück journalistischer Un­sinns­her­vor­bringung, um ein Beispiel zu nennen.)

  5. Das Zitat habe ich zufälligerweise auch gehört.

    Was die besagte Zeitung angeht, bin ich intolerant, wenn es nur einige Artikel gibt, die meine Intelligenz beleidigen.
    Es gibt allerdings auch durchaus positive Artikel.

    Aber so ist es ja auch bei der „majestetischen“ Zeitung. Das meiste ist zu schmeißen, doch einige Autoren lese ich durchaus mit Vergnügen, wenn ich eine Cremeschnitte beim Heiner zu mir nehme. Allerdings lese ich die Zeitung in der Regel nicht, sondern verwende nur die Sudokus und die Rätsel.

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