3. November – Hausfrauentag

Heute ist übrigens der Hausfrauentag, wenn man dem Kalender glauben darf.

» Falle nicht Deinem Mann durch ein Uebermaß von unzeitgemäßen Zärtlichkeiten lästig, wenn er nach vollbrachter Tagesarbeit müde nach Hause kommt, sondern stärke ihn zu­erst durch ein Gericht mit Bértes’ Gulyás-Zutat, das gibt Kraft und erweckt feurige Küsse.«
.(Annonce, in: Wiener Bilder – Illustrirtes Familienblatt, 1912)
.

9 Kommentare

  1. Nie sollst Du Deinen müden, matten,
    vom Tagewerk erschlafften Gatten
    mit Zärtlichkeiten quälen und
    mit läst’gen Küssen auf den Mund.
    Erst Bértes’ guter Gulaschsaft
    erweckt in ihm die Manneskraft,
    und nach dem Essen geht’s ins Stroh
    mit Paprika im Hintern, jó!

  2. Es kehret heim von harter Fron
    der Mann. Doch ach! Es harret schon
    tückisch die Frau und überfällt
    den armen Held der Arbeitswelt
    mit zärtlichen Exzessen
    noch vor dem Abendessen.

    Es sei der Leserin, der lieben,
    allhier ins Stammbüchlein geschrieben:
    Fall‘ nicht durch Zärtlichkeit zur Last
    dem Manne, falls Du einen hast,
    koch‘ erstmal Gulasch, aber flott!
    Dann hängt der Haussegen im Lot.

  3. Was waren das für Zeiten,
    als zur Kenntnisnahme
    gebeten ward.
    Sinn war nicht „verleiten“
    im Blatt des Boulevard.
    Nein, es wurde annonciert,
    es hieß noch nicht Reklame,
    die Texte waren engagiert
    drapiert auf Zeitungsseiten.

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