Haben Sie übrigens gewusst:

    Der Ausspruch »Hirni soit qui mal y pense«
    bedeutet übersetzt: »Ein Dolm wer Blödes dabei denkt.«

12 Kommentare

  1. Ist Ihnen übrigens auch schon mal aufgefallen, dass es in den meisten Welt- sowie Regionalsprachen für dumme Personen signifikant zahlreichere Ausdrücke gibt als für kluge? Das Wienerische etwa kennt für einen klugen Menschen lediglich den um­gangs­sprachlichen Ausdruck: Wiffzack, für einen überragend klugen: Ka­pa­zun­der. (Als höchste Form der Anerkennung gilt: »Der is ned deppat!« – als abfällige Beurteilung eines besonders depperten dagegen: »Des is a ganz a G’scheida!«.) Im Kontrast dazu eine kleine Auswahl aus der Vielfalt gebräuch­licher Wiener Bezeichnungen für Leute mit (punktuell oder generell) einge­schränk­tem intellektuellem Talent:
    Aug’schitta
    Bleampe
    Bluza
    Damischa
    Deppada
    Dillo
    Dodl
    Fetznschedl
    geistig’s Nockabazl
    Hiafla
    Hiahappla
    Hianedal
    Hiangristla
    Hiasl
    Indelligenzla
    Kipfla
    Koffa
    Pfostn
    Schoitl
    Schüttla
    Suamdola
    Wappla
    Weggn
    Weh
    Wöhli
    (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Liste fortsetzbar ;)

  2. …@Fortsetzung der Liste:

    Blitza: „Blitzer“=Blindgänger
    Boahapplada: „Bloßfüßiger im Geiste“
    Dumpfgummi: „Erkenntnisgewinn dumpf an sich abprallen Lassender“
    Offnschädl: „Affenschädel“
    Waacha, Hianwaacha: „Von Gehirnerweichung Befallener“
    ;-)

  3. Ich möchte aber korrigierenderweise betonen, dass ich ein Bleampl und keine Bleampe bin!
    Eine gewisse Acuratesse ist schon von nöten :)

    Des weiteren würde ich bei der Schreibweise den Dilo bevorzugen.
    „Du bist schon ein Diiihhlo“ klingt weit besser als Du bist ein „Dillo“.
    Die Verwechslung mit Dildo liegt phonetisch zu nahe und das wäre absolut nicht zutreffen, weil ein solcher über wesentlich mehr Intelligenz verfügt.

  4. Pleampel, der* hat explizit maskulinen Genus. In der Wiener Mundart aber wird die Endung -el hier zu einem kurzen e’ verschliffen, so wird aus einem Pleampel (Subst., m.) phonetisch “a Bleampe“.
    (Ich weiß indes, soweit ich Sie bisher kennengelernt habe, dass Sie keineswegs ein solcher sind ;) (»Kluge Leute können sich dumm stellen, das Gegenteil ist schwieriger.« – Kurt Tucholsky)

  5. Kollege Steppenhunds Kommentar gibt nebenbei Anlass zu der Überlegung, warum es im Ge­gen­satz zu den zahllosen Spezialbegriffen für männliche Deppen – welche sich gram­ma­ti­ka­lisch nicht gendern lassen – nur äußerst wenige für dumme Frauensper­so­nen gibt. (Als weib­li­ches Pendant zum Pleampel ist mir im wienerischen Vokabular nur die “Blunz’n“ geläufig oder die “Ursch’l“, vielleicht noch die “Duss’n“ [vermutlich ein Lehnwort zu “Tussi“]) .. ein krasser Fall von lexikalisch geschlechtsspezifischer Dis­kriminierung?

  6. @dumme Frauenspersonen:

    blede Gas: „Ziege“
    blede Henn: „Henne“
    blede Amsel
    blede Antn: „Ente“
    blede Krot: „Kröte“
    blede Drutschn: „Trutsche“
    bleda Zechn: „Zehe“
    bled’s Käuwe, Käuwin: „Kalb, Kalbin“
    ;-)

  7. Danke für die Ergänzungen ;)

    Auffällig an den genannten Begriffen ist freilich, dass sich die meisten ebensogut mit dem Adjektiv “schiach“ anstelle “bled“ kombinieren ließen, was auf die Liste der männ­lichen Begriffe nicht zutrifft: schiache Funsn/Henn/Antn/Krot/Zechn usw., etwa auch die schiache/blede Grammel.
    (sollten Dummheit und Unansehnlichkeit in diesem Konnex als weibliche Attri­bute aus­tauschbar sein, als männliche dagegen nicht? Diskriminierung, schon wieder ;)

    (Der Ausdruck “[bledes] Käuwe“ im Genus neutrum erscheint mir nach meinem Da­für­halten eher bevorzugt auf juvenile Dumme anwendbar statt auf Er­wachsene, mei­nen Sie nicht?)

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