19. März

Heute vor 108 Jahren fand das erste Slalom­rennen der Schigeschichte statt, nämlich am Muckenkogel bei Lilienfeld, Niederösterreich. Veranstalter war Herr Mathias Zdarsky, Er­finder der sogenannten »Lilienfelder Skilauf-Technik« und damit des al­pi­nen Schilaufs.
Hätten Sie gewusst, dass der alpine Schisport im schönen Traisental, mitten im niederösterreichi­schen Most­viertel erfunden wurde?
Lilienfeld wurde im folgenden zu einem beliebten Win­ter­sport­gebiet, als Kinder fuhren wir im Winter sonn­tags mit den Eltern häufig zum Schifahren auf den Mucken­kogel.

10 Kommentare

  1. hätt ich gewusst, aber ich hab auch einen beträchtlichen teil meiner kindlichen und jugendlicheren wochenenden im bezirk lilienfeld verbracht;-)

    ps: es gibt aber böse gerüchte, dass der alpine schilauf schon vorher auch woanders erfunden wurde.

  2. …toll was ihr österreicher alles erfunden haben wollt!
    …bestimmt habt ihr auch das autofahren und das fliegen erfunden, oder? *g*

  3. @ Eugenie Faust,
    Nach dem verlinkten Artikel wäre »eine erste Form von Abfahrtsrennen« von dem Briten Arnold Lunn 1911 in Crans Montana organisiert worden. Das stimmt aber nicht, Zdarsky hatte das erste dokumentierte Abfahrtsrennen im nieder­österreichischen Lilienfeld bereits am 19. Jänner 1905 veranstaltet, den ersten Slalom­lauf zwei Monate später, am 19. März 1905 ebenda. Sein Lehrbuch der von ihm entwickelten alpinen »Lilienfelder Skilauf-Technik« hatte er schon 1897 ver­öffentlicht. Auf der Photographie zu dem Artikel ist überdies zu sehen, dass Mister Lunn mit der von Zdarsky zwanzig Jahre zuvor erfundenen patentierten Lilien­felder Skibindung ausgerüstet war, welche die alpine Skilauftechnik überhaupt erst möglich machte.

  4. @ Jossele,
    Das stimmt so nicht, mir fallen jetzt spontan aus dem Stegreif ein Ernst Molden, Hugo Portisch, P.M. Lingens, Otto Schulmeister, Alfred Worm, Thomas Chorherr, Armin Thurnher undsoweiter ein, unbestritten allesamt Qualitätsjournalisten. Katastrophal wirkt sich freilich die momentane Vorherrschaft des Fellnerismus und seiner Epigonen aus. Weil vorexerziert wurde, wie sich mit gedrucktem Scheiß genauso (und oft wesentlich mehr) Geld verdienen lässt wie mit Qualität, sich Scheiß aber leichter & billiger produzieren lässt, machens halt immer mehr nach bis schließlich das Verschenkblattniveau zum flächendeckenden Standard in der Presselandschaft wird.

  5. Ich ergänze meine Angabe selbstreden um die genannten Namen, drum hab ich ja auch ein paar Punkterln gesetzt, Hochachtung vor den darin Ungenannten. Allerdings, das mit dem Bergabgehen, das ziehe ich nicht zurück, prinzipiell, schon wegen dem Fellner.

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