Verschenkblatt-Humor auf Kindergartenniveau

»Höret, was Erfahrung spricht: Glaubt niemals, dümmer geht es nicht!
Erfahrung lehrt: ein Stückchen dümmer geht es allemal noch immer.«
(Martin Krassnig)


Immer wenn man meint, die Dummheit in diversen österreichischen Verschenkblatt­re­dak­ti­o­nen könne einen nimmer überraschen, kommt zuverlässig einer daher und beweist das Ge­gen­teil.

Um den erweiterten Euro-Abgasnormen zu entsprechen, sollen neben Lkw und Bussen ab 2014 auch neuzugelassene Diesel-Pkw mit Abgaskatalysatoren ausgerüstet sein, welche mit AdBlue® betrieben werden, einer Lösung aus Wasser und synthetischem Harnstoff (Car­bo­nyl­diamid).

„Harnstoff “, haha. Es braucht schon ein spezielles Humorverständnis, das für so witzig zu fin­den um darüber mit der Schlagzeile loszugackern:


Was in Wasser aufgelöster Harnstoff mit („Pinkel-“, haha) Diesel zu tun haben soll, muss man nicht ver­ste­hen. Ebenso wenig, was der Verschenkblatt-Kindergartenhumorist im Ar­ti­kel­­text daher­schwa­felt:

» Die künftig vorgeschriebenen minimalen Emissionswerte der Motoren können nur erfüllt werden, wenn neben Diesel auch Harnstoff mitverbrannt wird. Der verwandelt nämlich Stickoxide in den Abgasen in Wasserdampf und unbedenklichen Stickstoff.«


Die Harnstoff-Wasser-Lösung wird zur chemischen Abgasreinigung im Katalysator eingesetzt. Wie das denn hergehen soll, wenn die »neben Diesel mitverbrannt wird«, muss man ebenfalls nicht ver­ste­hen. Frei erfundenes brunz strunzdummes Geschwafel.

8 Kommentare

  1. …auf welch geistigen Gartenzwerg-Niveau zurückgeblieben sein muß ein erwachsener Mensch- muß dieser Verschenk-„Redakteur“ ja wohl sein- um „Pipi“-Witze komisch zu finden? Wie findet so ein Kindskopp eine Anstellung an einer Zeitungsredaktion- viele andere erwachsene Redakteure sind in der „Zeitungskrise“ arbeitslos- und kriegt bezahlt für sein kindisches Geschreibsel? Es macht faßungslos…

  2. Hr. Taufkirchen, Sie hängen anscheinend immer noch der irrigen Annahme an, daß dieses Blatt irgendetwas mit Journalismus zu tun habe. Da sitzen Sie einem Marketingtrick auf. Nämlich draufschreiben, daß etwas Zeitung/Journalismus ist, macht es noch nicht zu Zeitung/Journalismus.
    Wir ringen die Hände, fragen nach Ethik-Codes, Zunftehre oder -selbstverständnis. Aber das alles trifft hier nicht zu. Der Platz zwischen der Werbung und der Meinungsoptimierung in „Heute“ muß täglich gefüllt werden, weil die Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach keine reine Werbebroschüre zur Hand nehmen würden (außer sie tarnt sich als etwas anderes, hier: als Zeitung). Deswegen schreiben unterbelichtete Menschen unterbelichtete Texte (glauben Sie, daß ein intelligenter Mensch auch nur in der Lage wäre, solchen Unsinn zu schreiben – wenn er denn nicht den tiefen Wunsch hegte, seine Mitmenschen hinters Licht zu führen, auszubeuten und seelisch abzutöten?). Hauptaufgabe der Texter ist: Die Werbebotschaften rundherum müssen irgendwie hängenbleiben.
    Frau Dichand hingegen halte ich nicht für unterbelichtet. Warum sie ihre Mitmenschen hinters Licht führen, ausbeuten und einer feindlichen Maschinerie ausliefern will, sollen andere Psychologen klären.

  3. Als nächstes kommt so ein Verschenkhumor-Heini drauf, daß das Wasser (H2O) im Adblue Wasserstoff enthält und schreibt:

    „Jetzt kommt der Blondinen-Diesel“

  4. Harnstoff (CH4N2O) ist nicht brennbar. Wie soll dann erst recht mit Wasser verdünnter Harnstoff brennbar sein und „neben“ Diesel „mitverbrannt“ werden? Wer so einen Schwachfug ausdenkt muss selber wer ins Gehirn „gepinkelt“ haben.Keine Ahnung von der Materie haben aber Hauptsache kindische „Luluwitze“ darüber machen- wieder mal typisch für das unterirdische Idiotenblattl…..

  5. An die Gästin:

    Sie haben mit Ihrem Schreiben vollkommen recht. Vor allem die Aussage, dass reine Werbebroschüren nicht in die Hand genommen würden. Sie werden es vielleicht schon aber mit maximal einem Zehntel der Wirkung.
    Was die Motivation der Frau Dichand angeht, würde ich als Amateurpsychologe auf drei Motive hinweisen:
    1) der Nachweis, dass man eine „Zeitung“ machen kann
    2) das Gefühl der Macht, Leute manipulieren zu können
    3) Profit

    Ich tippe darauf, dass das zweite Motiv das Stärkste ist. Manche wollen einfach stärker als andere sein. Ist halt so. (Und vielleicht, gesamtmenschheitlich betrachtet, notwendig.)

  6. An anderer Stelle steht übrigens in demselben besagten Verschenkblatt:

    (Heute)

    »Journalismus ist Komplexitätsreduktion. Je weniger man weiß,
    desto größer der Schwall an Worten.«  (Kai Diekmann)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s