Rätselhaftes

Warum eine Schülerin aus Tonsberg, die Utoya überlebt hat, von Österreichs auf­lagen­zweit­stärk­ster Verschenkzeitung als »Oslo-Opfer« tituliert wird, muss man nicht verstehen.
STERREICH)

14 Kommentare

  1. nun, mutmaßlich be-rechnet jene Verramschzeitung in anderen Dimensionen.. in denen 77 Menschenleben (zzgl derer der Angehörigen) einfach zu unbedeutend sind und eine Überlebende ohne bildtechnisch zu verhunzende Blessuren zu banal erscheint.., so dass die norwegische Hauptstadt als Potenzierer herhalten muss?

    Breivik wird im Artikel als der Oslo-Killer betituliert, der mit schlumpfartiger Stimme spricht.. und nicht nur das, er meuchelte die Jugendlichen vom Liebessteg….

    widerwärtig, wenn reißerische Berichterstattung mangelndes Talent kompensieren soll und als Nachtreten verendet

  2. Übrigens ist Understatement ganz untypisch für Österreich.
    Mit den vier Treffern, die im Artikel beschrieben sind, wäre das Wort „schwerst verletzt“ schon legitim gewesen.

  3. Und jetzt ernsthaft:

    Breivik hat ja noch eine „Philosophie“ hinter sein Morden gestellt. Ich frage mich, ob es einmal einen ähnlichen Amokläufer in Österreich geben wird, der sich anschließend so verantwortet:
    „Ich wollte so gerne einmal in die Schlagzeilen von Österreich kommen. Die schreiben so so tolle Schlagzeilen. Da wollte ich schon den Journalisten von Österreich ein bisschen Stoff liefern.“

  4. Alliteration gut und schön aber da die Skandinavier, vornehmlich die Norweger und Schweden ( die Finnen habens ja eher mit den is ) sowieso mit vielen os arbeiten könnte man doch gleich:
    „Ochtzohnjohrogos Oslo Opfor ontwortot“ titeln oder noch besser:
    „Dro Chonososon of ’nom Kontroboß“ das käme dem Sinngehalt ungefähr gleich:)

  5. Der Verfasser des von Kollegin Falkin verlinkten Artikels ist sowieso eine besondere Nummer, quasi die ÖSTERREICHische Ausgabe des “Tourist Guy“, der stets vor Ört­lichkeiten posiert und sich fotografieren lässt, an denen irgendwas passiert ist. Eine Art Kyselak des illustrierten Weltgeschehens.


    (klick für Detail)

  6. Die Zeiten ändern sich. Früher gabs, vornehmlich in einem kleinformatigen Verkaufsblatt, noch so herzige Hinzeigefotos, nach dem Motto „Hier geschah es“.
    Heut stell sich der Mensch nur noch so hin. Schad eigentlich.

  7. Ich vote ebenfalls für das 2te Bild von links

    Und eine ganz, ganz tolle Idee! Unsäglich finde ich nämlich diese Autobahn-Unfall-Gaffer. Statt dämlich zu glotzen können die mich demnext fotografieren, wie ich fröhlich vom Ort des Geschehens in die Kamera winke, evtl jovial den einen Arm um einen Schwerstverwundeten gelegt, im anderen einen der herumfliegenden Oberschenkel?!

  8. In Wirklichkeit ist „Karl Wendl“ kein echter Reporter, sondern das ist eine Pappendeckelfigur, die sie je nach Bedarf vor eine Fototapete mit verschiedenen Hintergrundbildern hinstellen und abknipsen.

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