Podologisches

Im hartumkämpften Wettbewerb um das sinnbefreiteste Stück redaktioneller Prosa startet “Österreichs größtes wöchentliches Frauen-Magazin“ zu Jahresbeginn eindrucksvoll durch:

Um der bittersüßen Rache der Stiefkinder unser Leibes aber zu entgehen,
wird hier u.a. angeraten:

  • Kaufen Sie bunte Socken, Zehensocken oder ausgefallenen Strumpfhosen.

17 Kommentare

  1. Und es gibt nicht einmal so wenige, die ihre Füße überhaupt nicht (mehr) erreichen. Die kommen – manchmal auch in ausgefallenen Strumpfhosen – dann zu mir. ;-)

  2. Johannes Kap. 13, Vers 14
    So nu ich ewr HErr vnd Meister / euch die füsse gewasschen habe / So solt jr auch euch vnternander die füsse wasschen.
    mit kenntnis der heiligen schrift, und mit gottgefälligem leben, wäre schon viel gewonnen …

  3. Wenn meine Füße am weitesten von meinem Körper entfernt sind, welches Körperteil ist mir dann das Nächstliegende?

  4. Die naheliegendste Erklärung: weil kein Hirn da ist in solcherlei Redakteursköpfen (mir kam da spontan der wunderbare, von Ihnen, Herr Pathologe, geprägte Ausdruck „Zerebralnekrot“ in den Sinn).

  5. Hier geraten wir nun unversehens auf hochphilosophisches Niveau. Sollte sich die Behauptung als richtig erweisen und unsere Füße tatsächlich am weitesten von unserem Körper entfernt sein, dann wäre die Diskussion über das Ende der Unendlichkeit endlich überflüssig. Unsere Füße wären dann der finite Punkt. Als zwingend sich daraus ergebende Frage stünde nun jene im Raum, die danach fragt, wessen Füße für diese weiteste Entfernung maßgeblich sind.

    (nein, ich habe keinen Alkohol zu mir genommen)

  6. jeder, der füße sein eigen nennt, hätte demnach ein eigenes endliches universum.
    eine phänomenale wendung traun fürwahr …
    meine zwingende fragestellung dazu wäre, warum hat uns das die wissenschaft bis dato verschwiegen .
    wiedereinmal ist es ein journalist, der diese epochale entdeckung unter das tumbe volk streut … VIVAT !!!

  7. Ach! Man muss den ganzen Artikel lesen. Man soll sich neue Schuhe kaufen. Dieses Geheimwissen ist unter den Frauen ja bereits bekannt. Es gibt nur zwei interessante Dinge für Frauen: Schokolade essen und Schuhe kaufen.
    Für das letztere hat sich jetzt endlich die wissenschaftliche Erklärung gefunden. Für die Schokolade muss ich noch recherchieren.

  8. Meine Schuhkäuferei ist also nur der Versuch, meine Füße, diesen finiten Punkt des Universums, irgendwie zu fassen, zu umfassen, einzugrenzen, abzustecken und unter Kontrolle zu bekommen? Der Unsicherheit der menschlichen Existenz Gefäß zu geben? Endlich kapier ichs…

  9. Liebe Gästin, es ehrt sie, dass Sie dieses Instrumentarium ganz alleine ohne die Hilfe des besagten Magazins herausgefunden haben.
    Es erfüllt einen doch immer mit Stolz, wenn man etwas selbst entdeckt hat, wozu es sonst Heere von Wissenschaftlern braucht:)

  10. Sofort morgen früh kauf ich meinen Füßen ausgefallene Strumpfhosen damit sie sich wieder mit dem Körper versöhnen.
    Ähm, was wär jetzt nochmal der Körper?

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