6. Dezember

Wenn einer am Sankt-Nikolaustag Geburtstag hat und mit Vornamen Nikolaus Wulstan heißt, hat er den bestimmt nicht zufällig abgekriegt – wer heißt schon zufällig “Wulstan“.
Der vierfache Oscar-Preisträger Nicholas Park (53) ist der Schöpfer der ulkigen Plastilin-Helden “Wallace & Gromit“, “Chicken Run“ u. v. a.

Mitte der 80er-Jahre tat sich Park mit zwei Partnern zusammen, welche in einer Hinter­hof­werk­statt in Bristol eine Trickfilm-Produktionsfirma betrieben, namens Aardman Animation Studios. Wo sie das aufwendige Stop-Motion-Verfahren*) mit animierten Knetfiguren zur Perfektion entwickelten.

Die Aardman-Animationsfilme stecken voll Phantasie & Witz, Alles begann mit Adam:
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*) Die sog. Claymation-Animationstechnik (engl. clay = Knet-, Modelliermasse, im Gegensatz zur Computeranimation) ist sehr aufwendig, pro Filmsekunde müssen bis zu 25 auf­ein­an­der­folgende Einzelbilder abfotografiert werden, wobei die Figuren für jede einzelne Aufnahme ummodelliert werden. Für etwa drei Sekunden Film braucht es dabei oft einen ganzen Dreh­tag. (Making-Of, Video)

5 Kommentare

  1. jede einzelbildanimation – ob mit puppen, zeichnungen, gegenständen aller art oder auch knetmasse, ist eine beschäftigung für einen, der vater und mutter erschlagen hat. ich hatte das zweifelhafte vergnügen, ein paar tage bei einer solchen unternehmung, die gliederpuppen als akteure nutzte, mitzutun. ich weiß seitdem, dass ich das nie – niemals tun würde und könnte. aber die „waschechten“ trickkameraleute sind ein ganz besondere spezies … ehrlich …

  2. hach… die Knetfigürchen… ver-führen mich in meine früheste Kindheit. Im Grunde haben diese mein erstes, indes bis zum heutigen Tage anhaltende Kindheitstrauma bewirkt…. weil ich unbedingt ebensolche Figürchen aus Knetgummi zu erstellen versuchte, die jedoch bei jeder Bewegung zerbröselten und Arm, Bein und/ oder Kopf ließen. Grüne Knetgummiklumpen entpuppen sich entgegen märchenhafter Überlieferung nach einem Wurf an die Wand übrigens nicht als Prinzen. Aus Frust und Resignation wendete ich hernach mein Interesse einer konsistenzlosen, glibberigen Masse namens Slimy zu.

    Tscha hätte, hätte, würde, könnte, …. könnte ich defnitiv nicht die Geduld aufbringen, derartige Filme zu erstellen!

  3. Tssss…. da sehense mal… immer dieses elitär-konspirativ-e Gehabe der Knetgummi-Logisten… hat mir doch glatt eine potentielle Karriere vermasselt (nicht, dass ich nicht selber hätte drauf kommen können)

  4. Und nicht zu vergessen: Der Füsschenregisseur! Seine einzige Aufgabe ist es, zu registrieren, welcher Fuss der Figur beim letzten Foto oben/vorne, und welcher unten/hinten war. Dazu hilft er sich mit den Händen (nicht mit den Füssen!), indem er seine Hände (nicht die Füsse!) jeweils in dieselbe Stellung bringt, wie der jeweilige Fuss der Figur.

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