Die Feinde des Motor≈Zweirades pflegen zu sagen


» Die Feinde des Motor≈Zweirades pflegen zu sagen: „Das Motor≈Zweirad besitzt alle die Un­an­nehmlichkeiten eines Automobils, vereint mit den Unannehmlichkeiten des Fahr­rades.“ Aber sie vergessen hinzuzufügen: Das Motor≈Zweirad bietet nebst allen An­nehm­lich­keiten des Auto­mobils auch alle Annehmlichkeiten eines Fahrrades.«
.(Allgemeine Automobil≈Zeitung
Officielle Mittheilungen des Oesterreichischen Automobil≈Club, 1901)

18 Kommentare

  1. submissest angemerkt …

    sollt´einer hinterhältig wagen
    dem fahrrad schlechtes nachzusagen
    an dem sollt´ prompt für das erfrechen
    der herrgott selbst sich bitter rächen

    und auch das motorrad zu loben
    bringt sicher höh´res lob von oben
    denn gott hat beide ohne reue
    geschaffen dass der mensch sich freue

  2. »Gott gibt«, wie Herr von Goethe spricht,
    »die Nüsse, doch er knackt sie nicht.«
    Gott gibt Pedale, aber treten
    muss sie der Mensch, da hilft kein beten.
    Den Motor gibt Er auch, doch starten
    tut Er ihn nicht, und auch nicht warten:
    das muss der Mensch schon selber machen.
    (Ölwechsel, Frostschutz, all die Sachen.)

  3. das muss noch gesagt werden …

    wer goethe kann gekonnt zitieren
    der wird sich nimmermehr blamieren
    dem sollt´kein mensch sein lob versagen
    auch ohne dümmlich nachzufragen
    ich lob ihn drum in höchsten tönen
    und will mit lorbeer ihn bekrönen

  4. Zitieren tue ich den Herrn
    von Goethe freilich oft und gern.
    (Genannt sei hier vor allen Dingen
    ein Satz aus “Götz von Berlichingen“:
    ein treffliches Zitat, das fast
    in jeder Lebenslage passt ;)

    (Der Lorbeer allerdings krönt nicht
    im gleichen Maß jedes Gericht:
    das Gulasch krönt, soviel ist klar,
    nicht Lorbeer, sondern Paprika.)

  5. der lorbeer ziere weise köpfe
    und nicht profane goulaschtöpfe
    wer lorbeer nur als würze sieht
    dem singt die nachwelt nie ein lied

  6. Den Götz von Berlichingen klassisch zu zitieren,
    kann bisweilen üblen Unmut provozieren,
    drum Goethes Freunden möcht ich eher raten
    zu „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ !

  7. fast jeder satz den goethe spricht
    in allen seinen werken
    ist voll von geistigem gewicht
    und absichtsvoll darauf erpicht
    sich als zitat zu merken

    … ;-) …

  8. Ist’s nicht egal, wonach es klingt,
    das Lied, welches die Nachwelt singt?
    Weil man das Lied eh nimmer hört,
    liegt man dereinst unter der Erd’.

  9. nun ist es sicher auch mein glaube
    ´s ist besser als des glückes pfand
    den spatz zu halten in der hand
    als auf dem dach die taube

  10. Wie weit vom Zweirad sind Sie nun
    schon alle abgekommen
    und haben, ohne mein Zutun,
    sich Goethes angenommen.

    Zitieren ihn und biegen dreist
    sein Reimen in Ihr Schema,
    worauf ich mir die Zunge beißt:
    gehört denn das zum Thema?

  11. … ;-) … ;-)) … ;-))) …

    man kann, ein christmensch sollt das wissen,
    bei jedem ernsthaften disput,
    auch über themen die akut,
    die weisheit goethes niemals missen.
    drum sei der kluge stets beflissen,
    auch wenn das goethewort beschissen,
    es kunstvoll zaubern aus dem hut.

  12. Kollege Pathologe, Sie
    haben freilich recht, und wie!
    Sie haben es sehr schön erkannt:
    beim Reimen hab’n wir uns verrannt
    in völlig and’re Themen –
    wir sollten uns was schämen.

    Drum kehren wir zu guter letzt
    zurück zum Thema, und ab jetzt
    gilt hieramts ein für allemale:
    an die Pedale, und zwar alle!

  13. Sieh an, wer hätte das geglaubt,
    Hier wird gereimt, dass‘ nur so staubt!
    (Was hiermit zu beweisen war.
    Mit besten Grüßen, Martin K.)

  14. Wo Form und Inhalt so weit klafft,
    gehört der Reimzwang abgeschafft.
    Will ich des Zweirads Loblied singen,
    Lass ich mich nicht in Reime zwingen.
    Und ist der Reim auch Ohrenkuss,
    Das Radeln ist der Hochgenuss.

  15. Ach, dieser Nömix bringt doch immer
    des Lächelns strahlend güld’nen Schimmer
    mitten hinein in mein Gesicht.
    Schad‘ nur, dass ich erst kürzlich fand
    die Website aus dem“Ösi-Land“.
    Ich komme häufig jetzt vorbei,
    mit einem Rad oder auch zwei.

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