8 Kommentare

  1. sagens jetzt aber bitte nicht: „früher hats um zehn schilling eine wurstsemmel gegeben, heute kostets mindestens einsfünfzig“

  2. es ist ja doch merkwürdig, dass man auch im glücklichen österreich den preis einer semmel heranzieht, um die „gute alte “ zeit zu beschwören …
    als gelernter „ostpiefke“ geht meine erinnerung nun über drei währungen, und wenn ich die schrippen – (semmel)preise vergleiche, dann komme ich zu bemerkenswerten schlüssen … ich habe das vor einiger zeit mal getan, und das ergebnis passt hier wie die faust auf`s auge. mit verlaub gebe ich es mal zum besten …

    über den wert einer schrippe

    wie war im osten doch vordem
    das frühstück üppig und bequem.
    für zwanzig pfennige bei dem bäcker
    bekam man ohne viel gemecker
    vier weiße brötchen warm und knusprig.
    das stimmte jeden fresssack lustig.

    war man dem brötchen doch abhold
    und hat was süßes mehr gewollt,
    zwei streuselschnecken bei begehr
    die kosteten sechs pfennig mehr;
    zwei hörnchen fein mit mohn bestreut
    hat dich für gleichen preis erfreut.

    doch war die liebste dich besuchen
    war einducksvoll ein stückchen kuchen;
    gefüllt mit crem und streusel drauf,
    stand auch ein solcher zum verkauf.
    für ebenfalls den gleichen preis
    macht er vielleicht die dame heiß.

    wir rechnen nun einmal getrost
    in westgeld um die währung ost.
    ich zahlte dann vier pfennig west
    für die vier brötchen – welch ein fest.
    in euro doch, als fallbeispiel
    da kostet es nur halb soviel.

    ein halber cent so heißt der schluss
    das brötchen heute kosten muß
    legt man genaue rechnung an;
    so muss man konstatieren dann:
    was heute real vier brötchen kosten,
    dreihundertzwanzig wärn`s im osten

    ————————————————————–

    der kurs westmark zur ostmark war 1 zu 5
    der kurs westmark zum euro ist 2 zu 1

    _______________________________

  3. In Öst’reich wurde eins zu zehn
    (Pi mal Daumen, Sie versteh’n;)
    umgerechnet. Voilà,
    schon war alles billiga!

    Was früher einen Hunderta
    gekostet hat, kost’ nun – trara!:
    nur mehr einen Zehner.
    Ist das nicht viel schöner?

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