Vom uneigentlichen Eigentlichen

»Worte, Worte, nichts als Worte.« (W. Shakespeare)

»Das Eigene als das “uneigentliche Eigentliche“ gerät “diesem vielfältig Fremden gegen­über, das sich im klassischen Modell der Alterität nicht wirklich abbilden lässt, unter Sym­bo­li­sie­rungs- und Reflexionszwang, den es annehmen oder ver­werfen kann“.«

.
Nämlichen Sachverhalt wollen die beiden Autorinnen, Universitätsassistentinnen am Institut für Germanistik der Universität Wien, dem Leser in einem Gastbeitrag auf science.orf.at weis­machen.
Muss man ein Depp sein, um es fertigzubringen keine zwei Silben von diesem Text zu ver­stehen – oder reichts dazu schon, ein normal intelligenter Durchschnittsleser ohne signi­fi­kan­tes Lese­kom­pe­tenz-Defizit zu sein?
Was soll das aufgeblasene Geschwurbel. Fachchinesisch oder Blindtext?

18 Kommentare

  1. In der Tat ist, wie Birgit Wagner und Edith Saurer, zwei Pionierinnen der postkolonialen Forschung und der Geschlechterforschung hier in Wien, hervorheben, der „Knoten aus Identität und Alterität […] ein ungelöster“

    Ich übersetze einmal:

    Entweder ich oder ein anderer. Ein Anderer ist nicht ich.
    oder auch: nur Irre glauben, dass sie ein anderer sind.

    Das verstehe ich einmal.

    Was ich noch verstehe:

    Es gibt eben keine Dichotomien (=klare Schnitte, die ein Ding auseinanderschneiden)
    In der Literatur genügt es nicht Mann und Frau zu unterscheiden, sondern man muss auch unterscheiden zwischen:
    Mann weiß
    Mann schwarz
    Frau weiß
    Frau schwarz
    oder weiter fortgesetzt:
    österreichischer Mann weiß
    österreichischer Mann schwarz
    österreichische Frau weiß
    österreichische Frau schwarz
    ungarischer Mann weiß
    ungarischer Mann schwarz
    ungarische Frau weiß
    ungarische Frau schwarz
    usw.

    Ich hoffe, meine Erklärung wird verstanden.
    Den Text selbst halte ich für einen aufgeblähten Furz von Selbstverständlichkeiten. Das heißt aber nicht, dass die Verfasserinnen dumm sein müssen. Es heißt nur, dass vielleicht die GermanistInnen bisher dumm waren, dass sie das bisher nicht erkannt haben.

    Wenn man es beispielsweise auf die Musik übersetzen würde, sind die Herrschaften jetzt draufgekommen, dass es prinzipielle Rhythmusunterschiede zwischen Bach, Gagaku, Reggae und afrikanischer Musik gibt. Interessant, nicht? ;)

  2. DICHOTOMIE
    [http://de.wiktionary.org/wiki/Dichotomie]
    Bedeutungen:
    [1] Aufteilung von etwas in zwei Teile
    Synonyme:
    [1] Zweiteilung
    _________________________________

    DICHOTOMIE
    [http://de.wikipedia.org/wiki/Dichotomie]
    Dichotomie (griechisch dichótomos, „halbgeteilt, entzweigeschnitten“ aus dícha „entzwei, getrennt“ und témnein „schneiden“[1]; manchmal auch Dychotomie) bedeutet die Aufteilung in zwei Strukturen oder Mengen, die nicht miteinander vereinbar bzw. einander genau entgegengesetzt sind.

    Ich hoffe, meine Erklärung wird verstanden.
    Es gibt „Intelligentes Leben“ außerhalb Österreich-Ungarns ….

  3. Ich kann eines nicht verstehen: warum unterstellt man/frau eigentlich immer Germanisten so einen Schmonzes entweder produziert zu haben und wenn nicht, dann wenigstens verstehen zu können?

  4. Vielleicht haben die beiden jungen Damen
    einfach nur Scheu, beim Namen zu nennen,
    was sie mehr fühlen als meinen
    und mehr meinen als auszudenken wagen?
    Passiert älteren Semestern durchaus auch noch.

    Denn merke:
    Wenn deine Liebste beim Anblick
    eines Helden zu Pferde tief seufzt,
    begeh nicht den fehler,
    selbstverständlich davon auszugehen,
    dass ihr Seufzen dem Helden gilt.
    Irgendwo mal aufgeschnappt
    und instinktiv für sinnvoll befunden …..

    Da ist ein Eigenes, in dem trotz
    aller empfundenen Eigenheit gespürt wird,
    dass es etwas Übergeordnetem folgt.
    das nicht an die eigene Individualität gebunden ist,
    sondern jenseits dieser existiert,
    weil immer schon existierte.

    Und da ist das der eigenen Art Fremde –
    nicht einfach zu orten und zu erfassen,
    weil vielfältig in seinem Ausdruck.
    Einzig Erfassbares ist dessen Fremdartigkeit
    und die Anziehungskraft, die ihm innewohnt.
    Man kann es kognitiv für andersartig befinden
    und ihm damit gleichberechtigten Platz einräumen
    neben Vertrautem – wirklich beschreiben
    und verstehen kann man es jedoch nicht.
    Eben weil es so fremdartig ist.
    Und in dieser Eigenschaft gleichermaßen so faszinierend,
    dass man nur zwei Möglichkeiten hat:
    Integrieren (als etwas deutlich Eigenständiges,
    das potentiell Ergänzung des Selbst sein oder werden kann)
    oder Flüchten (weil man sich dafür entscheidet,
    Andersartigkeit als Bedrohung zu empfinden).
    So oder so bleibt nur Reaktion,
    weil sich das Phänomen selbst
    über denkbare Erklärungen behauptet.
    Ja, irgendwie so. Es ist schon spät. :)

  5. Man lasse doch den beiden Damen (auch Herren können einen derartig irrelevanten Unsinn produzieren) ihre sicherlich hochsubventionierte Spielwiese! Würden sie doch ansonsten das Heer der Beschäftigungslosen verstärken und irgendwelche Stammtische gendermässig verschwurbeln.

    Universitäten entpuppen sich doch immer mehr als Sicherungsverwahranstalten ansonsten kommunikations- und anderweitig berufsunfähiger Zeitgenossen (bitte Binnen-I je nach Bedarf hinzudichten). Das hat ja auch was von Aussteigerromantik.

  6. Dann soll der Text, vereinfacht ausgedrückt, approximativ soviel bedeuten wie: »Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht« ?

  7. Der Begriff „Bach“ passt nicht zu den übrigen 3 Begriffen „Gagaku“, „Reggae“ und „afrikanische Musik“ … stimmt’s? ;-)

  8. Ich würde die vorgeschlagene Vereinfachung des zitierten Satzes so gestalten:
    »Was der Bauer nicht kennt, frisst er – oder eben nicht.«

    Die zitierte Aussage stammt nach meiner Lesart allerdings nicht von den beiden Beitragsautorinnen, sondern von Müller-Funk. Die Autorinnen beschränken sich in ihrem Beitrag m.E. überwiegend auf die Wiedergabe von Beobachtungen.

    Wissenschaftlich diskutierte Sachverhalte in einer alltäglichen Gebrauchssprache darzustellen ist eine eigene Kunst. Diese Kunstfertigkeit ist Babka und Hochreiter offenkundig kein Anliegen. Insofern könnte auf solcherart gestaltete, dem allgemeinem Publikum vorgestellte Beiträge durchaus verzichtet werden.

  9. Der seltsame Link hinter meinem Nick im darüber stehenden Kommentar ist die Folge eines Irrtums meinerseits. Ich hatte versehentlich im Feld „Url“ eingetragen: @nömix
    sorry!

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