Sparprogramm

Dem ORF droht die Pleite, Generaldirektor Wrabetz kündigt rigide Sparmaßnahmen an.
Beim Programm soll allerdings nix gespart werden, denn:

    Wrabetz: »Beim Programm geht’s nicht mehr.« *)

Wie wahr. (Bissel billiger tät’s vielleicht doch noch gehen, wie wärs mit: Testbild statt beweg­ten Bildern. Oder: 24 h live Wetter-Webcam vom Küniglberg ..)

Na gut, Zynismus hilft wohl in dem Fall nicht weiter, bitte daher um konstruktive Vorschläge wie sich das ORF-Programm noch tieferlegen die Sendezeit noch billiger füllen ließe als bisher – wie wärs z.B. mit »Seher-Filmern« nach Vorbild der »Leser-Reporter« in diversen Print- & On­line­me­dien: die Leute schicken selber fabrizierte Videos ans Fernsehen, fürn Appel und ’n Ei, so kriegt man preisgünstig Content zum senden zusammen und erspart sich viel Geld für teure Programmkosten. Geld, das woanders wesentlich vordringlicher vonnöten ist, etwa für ob­s­zön fette Personalaufwendungen undsoweiter.)

*) (sagt übrigens derselbe Mann, der uns letztes Jahr »die größte Programmreform in der Ge­schichte des ORF« angekündigt hat.)

9 Kommentare

  1. Warum uebernehmen sie nicht einfach das Prinzip von noyn laif*, anrufen, bis die Kontosperre kommt?

    *Sendernamen leicht verfremdet und phonetisch niedergeschrieben

  2. dass die leute selber was schicken, scheint mir viel zu aufwändig. youtube-filme nach dem zufallsprinzip – spätabends dann youporn darunter gemischt – würde doch auch völlig ausreichen!

  3. also sagt der, dass man mit weniger leuten das gleiche programm machen kann wie bisher. was wiederum heisst, dass man bisher zuviel leute hatte und die zuwenig gearbeitet haben. was bedeutet, dass die leute und manager, die personalentscheidungen getroffen haben, falsch entschieden haben.

  4. meiner meinung nach hilft nur mehr ein gang an die börse. dann kaufen wir alle aktien und der ORF gehört wieder uns und wir können damit machen was wir wollen.
    sisi

  5. @ pathologe
    Der ORF will aber uns allen an die Börse: Gebührenerhöhung + Forderung nach 57 Mio. Euro staat­licher Finanzspritze = unser Steuergeld.

    (Das mit dem Sparprogramm liest sich übrigens laut Budgetplan 2009 bissel anders, ge­plant wären demnach:
    Einsparungen beim ORF-Gesamtaufwand: 85 Millionen
    davon Einsparungen beim TV-Programm: 70 Millionen
    von Einsparungen beim Personalaufwand ist nix zu lesen ..)

    »2009 wird furchtbar, 2010 wird furchtbar.« (ebenfalls Wrabetz)
    Vermutlich meint er eh das Programm.

  6. Ich denke, die ökonomischeste Lösung ist das Testbild (das schwarz-weiße) mit allfälliger Abwechslung durch ein 2-minütiges Insert: „wir entschuldigen uns für die Störung.“

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