Schmalz

Schmalzfleisch hat schon immer so geheißen und wurde als solches bedenkenlos verzehrt, bis eines Tages irgendwelche bürokratischen Schreibtischtäter ausheckten, dass es (aufgrund des pro­zen­tu­a­len Fleischanteils in der Schmalzmasse oder sonstwas) von Amts wegen gar nimmer so heißen dürfe. Folglich darf es seither nur mehr als »Fleischschmalz« gehandelt werden, eine Wortkreation von erlesener Grauslichkeit, bei der es einem glattwegs den Appetit darauf verschlagen könnte. (»Flei-scha!-schamoiz! – do hauts an jo de Zähnt ausse!«, so würde Karl Merkatz als Bockerer wohl monieren.)

Angesichts der Werbekampagne eines österreichischen Herstellers für nämliches Schmalz­produkt drängen sich die Fragen auf:

  • wieviele Werbeprofis benötigen
  • wieviel Kilo kreatives Hirnschmalz

damit denen ein derart grenz genialer debiler Werbeslogan einfällt,


und

  • wieviel Honorar kriegen die eigentlich für sowas ?

7 Kommentare

  1. Interessant stelle ich mir auch die Firmen“meetings“ vor, die dann einen kompletten Vormittag über die Vorzüge des Werbentwurfes diskutieren…

  2. Mir ist’s ganz „Wurst“ was drauf steht. Hauptsache es schmeckt mir.

    Solange niemand auf die Idee kommt statt Ohrenschmalz
    Schmalzohren im med. Lexikon aufzunehmen. ;-)

    LG von der
    NaturElla

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