Kanzleipoetisches

Kollege Herold macht auf die inhärente Poesie der Kanzleisprache aufmerksam, zu Recht:

.
Afternutznießung, vulgo Quasiususfructus, welch poetische Vokabel – als wäre sie ge­ra­de­wegs einem lyrischen Sonett ent­sprun­gen. (etwaige pro­sa­ische Assoziationen beruhen mut­maß­ig­lich auf Bös­gläu­big­keit: Honi soit qui mal y pense!;)

Als poesievolle Kanzleitradition wird der Nießbrauch bei Fruchtgenuss ge­pflo­gen, was freilich keine Obstallergie ist, sondern Amtsdeutsch. Gesundheit.

(Niesen ist übrigens per Gesetz nicht verboten, jedenfalls nicht gemäß Nießrecht.)
(außer im Keith Jarret-Konzert.)

Wo ein Aftermieter daheim ist oder was ein Afterkoser so treibt, möge der kanzleipoetisch ver­sierte Leser selber erraten ;)

3 Kommentare

  1. cool find ich den gegenvorschlag von google: „meinten sie afterenzündung?“ :-D ein brüller!

    und das captcha ist dicht dran: arter

  2. Ist After nicht hinter? Der Seemann würde in diesem Fall dann achtern sagen.
    Also achtern des Mieters. Also der, der hinterher kommt, oder?

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